Auch Regensburg ruft Hochwasser-Katastrophenfall aus

München: In vielen Überschwemmungsgebieten in Bayern bleibt die Lage angespannt. Entlang der Donau verlagert sich das Hochwasser von den Zuflüssen zunehmend auf die Donau selbst. In Regensburg, Straubing, Deggendorf und Vilshofen gilt bereits die höchste Meldestufe 4, in Passau soll sie im Laufe des Tages überschritten werden. Wegen der weiter steigenden Pegel hat nun auch die Stadt Regensburg den Katastrophenfall ausgerufen. Im besonders betroffenen Landkreis Pfaffenhofen in Oberbayern sind in der Nacht zwei weitere Dämme gebrochen: in Ebenhausen-Werk und im Manchinger Ortsteil Pichl. Bewohnerinnen und Bewohner sind aufgefordert, sich in höher gelegene Gebäudeteile zu begeben. Im benachbarten Reichertshofen sind Bundeskanzler Scholz und Innenministerin Faeser vor Ort, um sich persönlich ein Bild von der Situation zu machen. Flächendeckende Stromausfälle gibt es aufgrund des Hochwassers laut den Augsburger Lechwerken derzeit in den Landkreisen Günzburg und Dillingen. Auch im Landkreis Augsburg komme es weiterhin zu örtlichen Unterbrechungen. Im Bereich Schrobenhausen wurde nach Angaben der Polizei eine Leiche gefunden. Derzeit werde untersucht, ob es sich um eine 43-jährige Frau handelt, die im Hochwasser vermisst wurde.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 03.06.2024 11:00 Uhr

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