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Pilotprojekt im Kabelnetz Landshut-Dingolfing Seit 9. Januar kein Fernsehen & Radio im Analogkabel

Das Kabel ist der letzte Verbreitungsweg, der bislang noch analogen TV-Empfang ermöglicht hat – aber nicht mehr lange. Denn in Bayern schreibt das Bayerische Mediengesetz vor, dass spätestens Ende 2018 Schluss ist mit dem Analogempfang im Kabel. Gestartet wurde am 9. Januar im Vodafone Kabelnetz "Landshut-Dingolfing". Dort mussten nun die Kabelkunden von analog auf digital umsteigen.

Stand: 09.01.2018

Illustration: Abstrahiertes Haus mit Radio und Fernseher | Bild: BR

9. Januar war der Stichtag im Vodafone-Kabelnetz "Landshut-Dingolfing"

Vodafone stellt für Landshut und Dingolfing unter www.vodafone.de/digitalezukunft umfassende Informationen zur analogen Kabelabschaltung sowie zur digitalen Umbelegung der Sender zur Verfügung. Fragen dazu beantwortet ebenfalls das Vodafone-Kundenservice-Center unter der kostenfreien Rufnummer 0800-664 87 87.

Etwa 17 Prozent der Kabel-Haushalte sehen in Bayern noch analog fern - die große Mehrzahl nutzt bereits einen digitalen Kabelreceiver (DVB-C), um mehr Programme in besserer Empfangsqualität und höherer Auflösung (HD) sehen zu können.

Wer dagegen ca. 20 bis 30 Fernsehprogramme noch in einfacher PAL-Qualität via Analog-Kabel empfängt, muss seinen Empfang künftig auf digital umstellen. Prinzipiell gibt es mit Kabel, Satellit, Terrestrik oder Internet verschiedene digitale Empfangsmöglichkeiten, die zur Alternative stehen. Vorwiegend werden analoge Kabelkunden wohl einen digitalen Kabelreceiver nachrüsten. Doch auch Satelliten- oder Antennenfernsehen können für manchen eine sinnvolle Alternative bieten.

In Bayern auch analoges Radio betroffen

Von der Abschaltung sind in Bayern auch die analogen Radioprogramme an der Kabeldose betroffen. Viele Kabelkunden - auch solche mit Digitalanschluss - haben ihre herkömmliche Stereoanlage bisher an der Radiobuchse angeschlossen. Da an dieser Buchse bald keine UKW-Signale mehr anliegen, stellt sich die Frage was man tun kann, um künftig weiter Radio hören zu können. Prinzipiell stehen verschiedene Alternativen zum Empfang von Radioprogrammen weiterhin zur Verfügung: Terrestrisches UKW oder DAB+ via Antenne, Digitalkabel, Internet oder Satellit.

Stereoanlage weiter nutzen

Die Stereoanlage kann schnell um eine klassische Wurf- oder Stabantenne für UKW-Empfang ergänzt werden, damit Radio weiter empfangbar ist - dann allerdings auf terrestrischen UKW-Frequenzen und das erfordert einen Sendersuchlauf am UKW-Tuner. Denn analoge Radioprogramme belegen im Kabel und terrestrisch zwar den gleichen Frequenzbereich (87,5 bis 108 MHz) – sie werden aber nicht auf denselben Frequenzen übertragen.

Über die Radiobuchse an der Kabeldose ist bald kein Empfang der analogen Hörfunkprogramme mehr möglich.

Mit einem DAB+ Adapter (inkl. Antenne) kann eine Stereoanlage auch sehr einfach auf Digitalradio-Empfang umgerüstet werden und zwar unabhängig vom Kabelanschluss. Der Vorteil: Rauschfreie Digitalqualität via Antenne und zusätzliche neue DAB+ Programme . Diese Option ist besonders für Gebiete mit gut versorgten Indoor-Empfang empfehlenswert.

Oder man nutzt den digitalen Kabelreceiver nicht nur für Fernsehen sondern auch für den Radioempfang. Das hat jedoch den Nachteil, dass dabei in der Regel der TV-Bildschirm zur Bedienung nötig ist. Weitere Optionen zum Radiohören bieten natürlich auch Satellit oder Internet.

Pilotprojekt am 9. Januar im Kabelnetz Landshut-Dingolfing gestartet

Bei Vodafone Kabel Deutschland liegen aktuell noch beide Empfangsarten (analog und digital) an der Kabeldose an. Vodafone hat die "Volldigitalisierung" respektive Analogabschaltung ab Sommer 2018 für den Großteil der eigenen Netze angekündigt. Vorab führt Vodafone seit heute ein Pilotprojekt im Kabelnetz Landshut-Dingolfing mit 56.000 Haushalten durch, um dort den Digitalumstieg zu testen. Außer den beiden Städten sind auch weitere Umfeld-Gemeinden an dieses Kabelnetz angeschlossen. Fragen rund um die Umstellung beantwortet das Kundenservice-Center unter der Rufnummer 0800 664 87 87. Nähere Informationen gibt es für Landshut und Dingolfing auch unter www.vodafone.de/digitalezukunft. Dort kann man auch selbst prüfen, ob man betroffen ist. Als nächste Umstellungsregion sind laut Vodafone die eigenen Netze in Nürnberg am 15. Mai 2018 an der Reihe. Weitere Termine will man ab Frühling bekanntgeben.

Vorreiter in einigen Regionen


Als erster großer Kabelnetzbetreiber hat Unitymedia bereits 2017 seine Kunden auf Digitalempfang umgestellt. In den Unitymedia-Netzen (Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen) ist Analog-TV jetzt Geschichte, analoges Radio blieb jedoch vorerst unberührt und kommt dort noch aus der Kabeldose. Auch andere Netzbetreiber informieren ihre Kunden bereits von ihren Planungen zu bevorstehenden Umstellungen oder haben schon umgestellt.

Für weitere Informationen zu den Kabelfrequenzen, Programmangebot und den Abschaltterminen wenden Sie sich bitte an Ihren eigenen regionalen Kabelnetzbetreiber oder Ihre Hausverwaltung.


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