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22:07 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 20.02.2017 22:07 Uhr

Pence sagt EU Zusammenarbeit zu

Brüssel: Nach EU-kritischen Tönen von US-Präsident Trump hat sich Vizepräsident Pence klar zur Zusammenarbeit mit der Europäischen Union bekannt. Die USA und die EU teilten gemeinsame Werte, denen sich Amerika weiter verpflichtet fühle. wörtlich sagte Pence: "Wir sind getrennt durch einen Ozean, aber wir sind verbunden durch ein gemeinsames Engagement für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit". Bereits am Wochenende hatte sich Pence bei der Münchner Sicherheitskonferenz klar zur Nato bekannt.

Griechenland-Kontrolleure können nach Athen zurückkehren

Brüssel: In den Streit um den Rettungskurs für Griechenland ist Bewegung gekommen. Eurogruppenchef Dijsselbloem informierte die Finanzminister der Währungsunion bei einem Treffen in Brüssel darüber, dass die Griechenland-Kontrolleure nach Athen zurückkehren können. Es wird von einem Termin in der kommenden Woche ausgegangen. Eine Einigung über das weitere Vorgehen sei dann schon innerhalb weniger Tage möglich.

Schulz ruft mit Reformvorschlägen gemischte Reaktionen hervor

Berlin: SPD-Kanzlerkandidat Schulz hat mit seinen Vorschlägen zum Thema soziale Gerechtigkeit gemischte Reaktionen hervorgerufen. Die Spitzenkandidatin der Linken, Wagenknecht, bezeichnete eine Abkehr von der Agenda 2010 als überfällig. Sie warnte aber davor zu glauben, dass eine sozialere Politik auch in einer erneuten Großen Koalition durchgesetzt werden könne. CSU-Generalsekretär Scheuer sprach im Zusammenhang mit Schultz' Aussagen von einer Rolle rückwärts Richtung Linkspartei. Unionsfraktionsvize Fuchs nannte sie Sozialpopulismus, der schädlich für den Arbeitsmarkt sei. Schulz hatte unter andrem gesagt, es sei ein folgenschwerer Irrtum gewesen, dass Vorzüge der sozialen Marktwirtschaft lange zu Wettbewerbshindernissen erklärt wurden.

Trump ernennt General McMaster zum Nationalen Sicherheitsberater

Washington: US-Präsident Trump hat General Herbert Raymond McMaster zum neuen Nationalen Sicherheitsberater ernannt. Trump sagte vor Journalisten in seiner Residenz in Florida, McMaster habe ein "enormes Talent und enorme Erfahrung". Der 54-Jährige folgt auf Michael Flynn, der in der vergangenen Woche im Zusammenhang mit seinen umstrittenen Russland-Kontakten zurückgetreten war. Der Nationale Sicherheitsberater nimmt unter anderem Einfluss auf die US-Außenpolitik.

Mütter in Deutschland arbeiten besonders viel in Teilzeit

Berlin: Mütter in Deutschland sind weniger berufstätig als in vielen anderen Ländern. Ein Grund dafür ist laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der hohe Anteil von Teilzeitarbeit. Demnach waren 2014 zwar rund 70 Prozent der Mütter erwerbstätig. Mehr als die Hälfte arbeitete aber in Teilzeit mit durchschnittlich 20 Stunden in der Woche. Nur in den Niederlanden und in Österreich ist die Teilzeitquote höher. Dabei tragen die deutschen Mütter besonders wenig zum Haushaltseinkommen bei. Dafür übernehmen sie fast zwei Drittel der Hausarbeit und der Betreuung von Kindern und anderen Angehörigen.

350 Afrikaner haben Zaun an der Exklave Ceuta überwunden

Ceuta: Rund 350 Afrikaner haben heute früh den Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta in Marokko überwunden. Es gelang ihnen, die sechs Meter hohe, mit Stacheldraht bewehrte doppelte Barriere zu erklimmen. Das Rote Kreuz teilte mit, elf Menschen seien dabei verletzt worden. Die anderen seien in das Erstaufnahmezentrum in Ceuta gebracht worden und würden dort von Helfern versorgt. Erst am Freitag waren etwa 500 Migranten über den Zaun geklettert. Die Grenzanlage, die Ceuta von Nordafrika trennt, ist acht Kilometer lang. Seit Monaten gibt es immer wieder Massenanstürme, bei denen oft auch Sicherheitskräfte verletzt werden, die versuchen, die Menschen abzuwehren.

Dieb muss nach spektakulärem Kunstraub acht Jahre ins Gefängnis

Paris: Der spektakuläre Kunstraub im Museum für Moderne Kunst vor sieben Jahren hat nun auch ein juristisches Ende gefunden. Der Dieb wurde zu acht Jahren Haft verurteilt, zwei mit ihm zusammenarbeitende Hehler müssen ebenfalls ins Gefängnis. Außerdem verhängte das Pariser Gericht eine Geldstrafe von 104 Millionen Euro gegen das Trio. Der als Spinnenmann bekannt gewordene Kunstdieb Tomic hatte gestanden, bei dem Einbruch fünf Gemälde von Picasso, Matisse, Modigliani, Braque und Léger gestohlen zu haben. Die Kunstwerke im Wert von über 100 Millionen Euro sind bis heute verschollen.

Russlands UN-Botschafter Tschurkin stirbt im Alter von 64 Jahren

New York: Der langjährige UN-Botschafter Russlands, Tschurkin, ist überraschend im Alter von 64 Jahren gestroben. Wie sein Stellvertreter Safronkow mitteilte, wurde er in seinem Büro in New York krank und dann in eine Klinik eingeliefert. Die Todesursache ist noch unklar. Tschurkin war seit gut zehn Jahren Russlands Botschafter bei den Vereinten Nationen. In dieser Position hatte er die umstrittene Syrien-Politik Moskaus entschieden verteidigt.

Beckenbauer sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert

Zürich: Franz Beckenbauer ist erneut in den Fokus der Schweizer Justiz geraten. Er soll im Rahmen der WM-Vergabe an Südafrika bislang unbekannte Zahlungen vom Weltfußballverband FIFA erhalten haben. Das Honorar für Beckenbauer soll die FIFA in das Steuerparadies Gibraltar überwiesen haben. Weder die Beckenbauer beratende Agentur noch er selbst wollten sich zu den Vorwürfen äußern. Bekannt ist derzeit nur, dass Südafrika Beckenbauer und zwei weitere Fußball-Experten beauftragt hatte, das Land bei seiner WM-Bewerbung 2010 zu beraten. Die Honorare hatte die FIFA auf Bitten des südafrikanischen Verbands übernommen. Laut Bild-Zeitung sind rund 1,7 Millionen Euro an Beckenbauer und die beiden anderen Berater ausgezahlt worden.

1860 München gewinnt Derby gegen Nürnberg

Zum Fußball: In der zweiten Liga hat der TSV 1860 München das Derby gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:0 gewonnen. Die Treffer fielen in der 16. und 39. Minute. Damit vergrößern die Münchner den Abstand zu den Abstiegsrängen auf sieben Punkte. Nürnberg bleibt Tabellen-Achter.

Nachts windig und regnerisch, Tiefstwerte 2 bis 8 Grad

Das Wetter in Bayern: Am Abend und in der Nacht von Norden her zunehmende Regenneigung, dabei weiterhin windig. Tiefsttemperaturen zwischen 2 und 8 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen windig, trüb und regnerisch mit Höchsttemperaturen von 7 bis 11 Grad. Mittwoch und Donnerstag in Südbayern freundlicher, sonst wenig Änderung; nach wie vor windig; 9 bis 16 Grad.


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