Nachrichten


14611

02:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 24.07.2014

Ermittlungen zu Absturz der malaysischen Passagiermaschine gehen voran

Den Haag: Die Daten des Cockpit-Rekorders der in der Ost-Ukraine abgestürzten Passagiermaschine können offenbar ausgewertet werden. Die niederländischen Ermittler erklärten, das Gerät sei zwar beschädigt. Es weise aber keine Zeichen von Manipulation auf. Die sogenannte Black Box wurde inzwischen zur weiteren Analyse nach Großbritannien transportiert. Nach dem Absturz des malaysischen Passagierflugzeugs sollen heute weitere Todesopfer in die Niederlande gebracht werden. - Beim mutmaßlichen Abschuss der Passagiermaschine waren alle fast 300 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen waren Niederländer.

UN-Menschenrechtsrat beschließt Untersuchungen zum Gaza-Konflikt

Genf: Der UN-Menschenrechtsrat hat eine Untersuchung der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen beschlossen. Nach einer siebenstündigen Debatte stimmten 29 Mitglieder für eine von den Palästinensern eingebrachte Resolution. Es gab 17 Enthaltungen und nur eine Gegenstimme, die von den USA kam. - Wegen des Konfliktes setzen zahlreiche Fluggesellschaften auch heute ihre Flüge nach Israel aus. So unter anderem Lufthansa, Air Berlin sowie sämtliche US-Linien.

EU-Kommission will 30 Prozent Energie einsparen

Brüssel: Die EU-Staaten sollen ihren Energieverbrauch bis zum Jahr 2030 um knapp ein Drittel senken - im Vergleich zu 2007. Das hat die EU-Kommission in einem Strategiepapier vorgeschlagen. Damit will Brüssel zum Klimaschutz beitragen und Europa unabhängiger von Gaslieferungen aus Russland machen. Energiekommissar Oettinger sprach von einem ehrgeizigen Ziel. Haushaltsgeräte, Fahrzeuge, Industrieanlagen und Maschinen müssten nun stromsparender werden. Umweltschützern, aber auch Teilen des Europaparlaments geht das 30-Prozent-Ziel nicht weit genug. NABU-Präsident Tschimpke sagte, Oettinger sei wieder einmal vor der Atom- und Kohleindustrie eingeknickt.

Bundesregierung will künftig auch befreundete Geheimdienste überwachen

Berlin: Die Bundesregierung will offenbar künftig auch befreundete Geheimdienste in Deutschland überwachen lassen. Wie der Norddeutsche Rundfunk, der Westdeutsche Rundfunk und die "Süddeutsche Zeitung" berichten, haben Kanzleramt, Innen- und Außenministerium diesen Schritt beschlossen. So sollen künftig auch US-amerikanische und britische Agenten in Deutschland im Blick behalten und zum Beispiel die Kommunikation in den Botschaften und Konsulaten kontrolliert werden. Bisher hatte sich der deutsche Geheimdienst auf Russen, Chinesen und Iraner konzentriert. Die Bundesregierung regiert damit dem Bericht zufolge auf die jüngst bekannt gewordenen Spionagevorwürfe gegen die USA.

Weiter Krach um PKW-Maut

Berlin: Die Kritik an der PKW-Maut hält an. Die Chefs grenznaher Flughäfen haben vor möglichen wirtschaftlichen Folgen einer solchen Abgabe gewarnt. So sieht der Geschäftsführer des Airports Weeze in Nordrhein-Westfalen mehr als tausend Arbeitsplätze in Gefahr. Er verwies im "Handelsblatt" darauf, dass fast 40 Prozent seiner Fluggäste Niederländer seien. Eine PKW-Maut wäre aus Sicht des Flughafenchefs eine nationalstaatliche Verzerrung des Wettbwerbs. Sein Kollege vom Airport Köln/Bonn nannte die geplante Abgabe eine zweite Luftverkehrssteuer.

Bündnisse und Verbände begrüßen Verbot des Freien Netzes Bayern

München: Das Verbot der Neonazi-Vereinigung "Freies Netz Süd" wird allgemein begrüßt. So sprechen zum Beispiel die Bündnisse "Würzburg ist bunt " und "Schweinfurt ist bunt" von einem überfälligen Signal gegen rassistische Propaganda. Ähnlich äußerte sich der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern, Schuster. Er sagte, das "Freie Netz Süd" sei sowohl für jüdische Bürger als auch für die Demokratie insgesamt eine Bedrohung gewesen. Innenminister Herrmann hatte heute erklärt, dass er die Neonazi-Gruppierung verboten hat. Er sprach von einem empfindlichen Schlag gegen die Strukturen der bayerischen Neonazi-Szene.

Smartphone-Werbung macht Facebook reich

Menlo Park: Der häufige Griff der Facebook-Nutzer zum Smartphone füllt dem Sozialen Netzwerk die Kasse. Vor allem dank höherer Einnahmen aus mobilen Werbeanzeigen stieg der Umsatz im abgelaufenen Quartal um 61 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Diese Zahlen veröffentlichte Facebook-Chef Zuckerberg im kalifornischen Menlo Park und erklärte, seine Gemeinde sei weiter gewachsen. Ende Juni kam Facebook auf 1,3 Milliarden monatliche Nutzer.

Neutraublinger Fliegerbomben sind erfolgreich entschärft

Neutraubling: In der 13.000-Einwohner-Stadt nahe Regensburg haben Sprengstoffexperten am späten Abend drei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Rund 1.000 Anwohner mussten während der Aktion das Gebiet in einem Umkreis von einem halben Kilometer verlassen. Die Bomben waren unweit des BMW-Werks entdeckt worden. Das Gelände war früher ein Militärflugplatz, der während des Krieges immer wieder Ziel von Angriffen war. Es war der dritte Bombenfund binnen weniger Tage. Das Areal wird seit Wochen von Experten gezielt abgesucht, weil dort ein Park angelegt werden soll.

Ehemaliger KZ-Wachmann stirbt kurz vor Entscheidung über Auslieferung

Philadelphia: Der in den USA aufgespürte mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher Johann Breyer ist tot. Das hat sein Anwalt bestätigt. Er war am Wochenende mit Herzproblemen ins Krankenhaus gekommen. Zuvor hatte ein Richter einem Auslieferungsantrag stattgegeben. Morgen sollte die US-Regierung darüber entscheiden, ob der 89-Jährige tatsächlich an Deutschland überstellt wird. Breyer wird vorgeworfen, als Wachmann im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau an der Ermordung von Hunderttausenden Juden beteiligt gewesen zu sein. Vor einem Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Weiden einen Haftbefehl ausgestellt. Breyer hatte in der Oberpfalz gewohnt, bis er 1952 in die USA auswanderte. Vor einem Monat war der 89-Jährige in seinem Haus im Nordosten von Philadelphia verhaftet worden.    

Das Wetter in Bayern: zunehmend klar, Tiefstwerte 12 bis 16 Grad

In der Nacht wird der Himmel zunehmend klar. Bis zum frühen Morgen kühlt sich die Luft auf 16 bis 12 Grad ab. Am Tag ist es überwiegend sonnig, am Nachmittag und Abends kommt leichte Schauer- und Gewitterneigung auf; die Temperaturen erreichen 21 Grad im oberfränkischen Bergland und bis zu 26 Grad am Bodensee. Der Freitag bringt wenig Wetteränderung. Der Samstag beginnt freundlich, und endet mit Gewittern. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 15 Grad, die Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad.


14611