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04:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 26.10.2014

Poroschenko hofft durch Wahlen auf stabile Verhältnisse

Kiew: Der ukrainische Präsident Poroschenko hofft durch die heutige Wahl auf stabilere Zeiten. In einer Rede am Abend sagte er, die Abstimmung werde ein reformorientiertes Parlament ermöglichen. Poroschenkos Bündnis gilt als Favorit dabei. Die meisten Parteien haben der Korruption den Kampf angesagt und wollen die angekündigten Wirtschaftsreformen umsetzen. Poroschenko warb für seinen europafreundlichen Kurs. Im Osten der Ukraine werden einige Wahllokale wohl geschlossen bleiben. Aus Angst vor Gewalt wollen Wahlhelfer zu Hause bleiben. Die Vorsitzende einer Wahlkommission wurde entführt.

Armee und Kurden verdrängen IS-Kämpfer im Irak

Bagdad: Im Irak sind Kämpfer der Terrorgruppe IS offenbar aus zwei Städten vertrieben worden. Der irakischen Armee gelang es nach eigenen Angaben, eine Stadt südlich von Bagdad zurückzuerobern. Im Norden des Landes hatten Kurden davor die Stadt Sumar unter ihre Kontrolle gebracht. Um die Stadt Kobane im Norden Syriens wird weiter heftig gekämpft. Die USA und ihre Verbündeten flogen dort in dieser Woche 135 Luftangriffe.

Bei Gefechten im Libanon werden mindestens sechs Soldaten getötet

Tripoli: Im Norden des Libanons hat sich die Armee Gefechte mit Islamisten geliefert. Mindestens sechs Soldaten, ein Islamist und ein unbeteiligter Zivilist sollen dabei ums Leben gekommen sein. Ein Soldat wurde nach Angaben des Militärs verschleppt. Die Armee hatte Extremisten auf dem alten Markt der Stadt eingekesselt. Einigen von ihnen wurden festgenommen. Seit Beginn des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien kommt es auch im Libanon immer wieder zu Gewalt.

WHO geht von mehr als 10.000 Ebola-Kranken aus

Genf: Die Weltgesundheitsorganisation hat mittlerweile mehr als 10.000 Ebola-Kranke registriert. Mehr als 4.900 von ihnen sind gestorben. Die WHO geht davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist. Teilweise liegen keine aktuellen Daten vor. In den USA verschärft nach New York und New Jersey auch der Bundesstaat Illinois die Regeln für Ebola-Helfer. Wer aus dem Seuchengebiet zurückkommt, wird automatisch drei Wochen isoliert. In Illinois liegt mit Chicago der zweitgrößte Flughafen der USA.

Verfassungsschutz ist besorgt über Salafistenszene

Berlin: In Deutschland haben sich bereits mehr als 6.300 Menschen der radikal-islamischen Salafisten-Szene angeschlossen. Das gab das Bundesamt für Verfassungsschutz bekannt. Der Präsident des Bundesamtes, Maaßen erklärte, es sei besorgniserregend, dass diese Zahl in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen sei. Nachweislich seien bereits mindestens 450 Salafisten aus Deutschland in den Dschihad nach Syrien und in den Irak gezogen. Die Tatsache, dass im Irak und in Syrien auch immer wieder völlig unbekannte Salafisten auftauchten, deute auf eine hohe Dunkelziffer hin, so der Verfassungsschutzpräsident. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht davon aus, dass rund 150 aus Deutschland stammende Islamisten aus den Kriegsgebieten wieder zurück nach Deutschland gekommen sind. Deren Gefährlichkeit sei nicht in jedem Falle einzuschätzen, so Präsident Maaßen.

Linke, SPD und Grüne bereiten sich in Thüringen auf Koalition vor

Erfurt: In Thüringen bereiten sich Linke, SPD und Grüne auf eine Koalition vor. Ein Landesparteitag der Linken hat beschlossen, alle etwa 5.300 Mitglieder über den fertigen Koalitionsvertrag abstimmen zu lassen. Die Thüringer SPD wählte den Erfurter Oberbürgermeister Bausewein zum neuen Landeschef. Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Göring-Eckardt, sieht in einem rot-rot-grünen Bündnis die Chance, das Unrecht der DDR aufzuarbeiten. Keine andere Regierung hat nach ihren Worten die Erinnerungskultur und den Ausgleich mit den Opfern bisher so ernst genommen.

Bundeskartellamt verhängt 2014 Rekordsumme an Bußgeldern

Bonn: Das Bundeskartellamt hat in diesem Jahr schon so viele Bußgelder verhängt wie nie zuvor. Behördenchef Mundt nannte in der "Bild am Sonntag" eine Summe von über einer Milliarde Euro. Heuer seien viele lang laufende Untersuchungen beendet worden. So deckte das Kartellamt unter anderem Preisabsprachen bei Wurst, Zucker und Bier auf. Mundt erklärt den Erfolg seiner Behörde mit zusätzlichen Mitarbeitern und der Kronzeugenregel.

Die Sommerzeit endete um 3 Uhr

Berlin: In der Nacht endete in Deutschland die Sommerzeit. Um 3:00 Uhr morgens wurden die Uhren um eine Stunde von der Sommerzeit auf die Mitteleuropäische Zeit, 2:00 Uhr zurückgestellt. Die Zeitumstellung war 1980 in Deutschland eingeführt worden und sollte dazu beitragen, Energie zu sparen. Dieses Ziel wurde aber nie erreicht. Der Wechsel zwischen Sommerzeit und Normalzeit, die oft auch Winterzeit genannt wird, macht vielen Menschen körperlich zu schaffen. Aus der Landwirtschaft gibt es Klagen, weil Kühe sich angeblich nicht an geänderte Melk-Zeiten gewöhnen. Auch dieses Argument ist aber nicht beweisbar. Eine Mehrheit der Bevölkerung ist seit Jahren für die Abschaffung der Zeitumstellung. - In Russland ist es die erste Zeitumstellung seit drei Jahren. 2011 wurde eine ganzjährige Sommerzeit eingeführt. Bei den Bürgern stieß das aber auf wenig Gegenliebe. Deshalb sollen die Uhren jetzt ein letztes Mal zurückgestellt werden. Dann soll es dauerhaft dabei bleiben.

Fußball-Bundesliga: FC Augsburg schlägt SC Freiburg 2:0

Augsburg: In der Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg zu Hause 2:0 gegen den SC Freiburg gewonnen. Die Augsburger stehen damit auf Platz neun der Tabelle. Weiter vom Pech verfolgt ist Borussia Dortmund. Das Team von Trainer Klopp verlor daheim gegen Hannover 96 0:1. Die übrigen Ergebnisse: Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 4:5, 1899 Hoffenheim - SC Paderborn 1:0, Hertha BSC - Hamburger SV 3:0 und Leverkusen - Schalke 1:0. - Bundesligist Werder Bremen trennt sich von Trainer Dutt. Nachfolger wird der bisherige U23-Coach Viktor Skripnik.

Das Wetter: In Alpennähe freundlich, sonst bewölkt, 7 bis 15 Grad

Das Wetter in Bayern: Heute in Alpennähe etwas freundlich mit zeitweiligem Sonnenschein, sonst häufig stark bewölkt oder neblig trüb, je nach Sonnenanteil Höchstwerte zwischen 7 und 15 Grad. Die weiteren Aussichten. Von Montag bis Mittwoch in einigen Niederungen jeweils länger neblig-trüb, vor allem in höheren Lagen aber recht viel Sonnenschein. Insgesamt recht mild, selbst in den Nächten kaum Frost.


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