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23:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion Stand: 17.04.2014

Gabriel Garcia Marquez ist tot

Mexiko-Stadt: Der kolumbianische Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Mexiko-Stadt. Márquez war erst in der vergangenen Woche aus der Klinik entlassen worden, er war wegen einer Lungen- und Harnwegsinfektion behandelt worden. Márquez war der beliebteste spanischsprachige Schriftsteller seit Miguel de Cervantes im 17. Jahrhundert. Zu seinen bekanntesten Werken gehört "Hundert Jahre Einsamkeit" aus dem Jahr 1967, das rund 50 Millionen Mal verkauft und in mehr als 25 Sprachen übersetzt wurde. 1982 erhielt er den Literaturnobelpreis. Márquez wurde mit Schriftstellern wie Mark Twain und Charles Dickens verglichen. In Spanien wurde nur die Bibel häufiger verkauft als die Bücher von García Márquez.

Ukraine-Konferenz fordert Deeskalation

Genf: Nach langem diplomatischen Ringen gibt es einen vorläufigen Friedensfahrplan für die Ukraine. Die Außenminister Russlands, der USA, der Ukraine sowie die EU-Außenbeauftragte Ashton stimmten in Genf einer Grundsatzeinigung zu. Sie sieht unter anderem eine Entwaffnung bewaffneter Separatisten und eine Räumung der von ihnen besetzten Gebäude im Osten der Ukraine vor. Die Demonstranten, die sich daran halten, sollen straffrei bleiben. In dem Abkommen werden auch alle Seiten dazu aufgerufen, von Gewalt, Einschüchterung und Provokationen Abstand zu nehmen. Eine wichtige Rolle soll der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zukommen. Deren Beobachter sollen den Behörden der Ukraine und den Kommunen in den kommenden Tagen zur Seite stehen. US-Außenminister Kerry lobte die Übereinkunft, betonte aber, den Worten müssten nun Taten folgen.

25 Leichen der Unglücksfähre geborgen

Seoul: Am Wrack der gesunkenen südkoreanischen Fähre gehen die Bergungsarbeiten weiter. Die Helfer haben inzwischen 25 Leichen aus dem Meer geholt. Zugleich werden noch mehr als 250 Menschen vermisst. Die Hoffnung, dass einige von ihnen noch leben, ist gering. Fast 180 Menschen konnten gerettet werden. Die Unglücksursache ist weiter unklar. Unterdessen wurde Kritik an Kapitän und Besatzung der Unglücksfähre laut. Überlebende erklärten, es hätten mehr Passagiere gerettet werden können, wenn das Schiff früher evakuiert worden wäre. Außerdem soll nur eines von 46 Rettungsbooten zu Wasser gelassen worden sein.

Crystal Meth ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

München: In Deutschland nehmen immer mehr Menschen synthetische Drogen wie Crystal Meth. Das steht in der offiziellen Statistik, die Bundesregierung und Bundeskriminalamt am Mittag in Berlin vorgestellt haben. Mit Sorge beobachten die Behörden vor allem, dass die Zahl der Menschen, die zum ersten Mal synthetische Drogen konsumieren, deutlich gestiegen ist. Crystal Meth kommt größtenteils aus Tschechien nach Deutschland, was sich auch im bayerischen Grenzgebiet bemerkbar macht. Crystal Meth macht schnell abhängig, tötet Nervenzellen und führt zu Psychosen sowie Hirnschäden. Gestiegen ist vergangenes Jahr auch die Zahl der Menschen, die an einer Überdosis Drogen gestorben sind - und zwar um sechs Prozent auf rund eintausend. Die Drogenbeauftragte Mortler sagte, bei der Prävention und Suchthilfe dürfe nicht nachgelassen werden.

Amt warnt vor gefälschten Arzneimitteln

Bonn: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt vor gefälschten Medikamenten. Drei Produkte seien in Italien gestohlen und vermutlich verändert worden, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Es handelt sich demnach um das Krebsmittel Herceptin des Herstellers Roche sowie die Medikamente Alimta und Humatrope. Beides sind Präparate des US-Konzerns Eli Lilly. Alimta wird in Krankenhäusern und onkologischen Facharzt-Praxen zur Behandlung von Lungenkrebs verwendet. Humatrope wird zur Behandlung von Wachstumshormonstörungen eingesetzt. Ob und wie die Fläschchen verändert und in den Handel gebracht worden seien, sei bislang nicht bekannt. Fälschungen könnten aber beispielsweise in Krankenhaus-Apotheken auftauchen. Vorsorglich sollten daher Ampullen dieser Arzneien auf Manipulationen hin untersucht werden.

Türkischer Geheimdienst erhält mehr Kompetenzen

Ankara: Der türkische Geheimdienst erhält weitere, umfangreiche Befugnisse. Ein entsprechendes Gesetz hat das Parlament in Ankara nach turbulenter Debatte gebilligt. Das Gesetz gibt dem Geheimdienst praktisch freie Hand für Späh-Aktivitäten im In- und Ausland. Dazu zählt das Abhören privater Telefonate und verdeckte Operationen ohne richterliche Genehmigung. Journalisten, die vertrauliche Geheimdienstinformationen veröffentlichen, drohen künftig Gefängnisstrafen. Die Opposition kritisierte, die Regierung habe damit die letzten Reste von Recht und Gesetz in der Türkei zerstört. Regierungschef Erdogan steht wegen eines Korruptionsskandals derzeit stark in der Kritik.

Augsburg wird künftig von einem schwarz-rot-grünen Bündnis regiert

Augsburg: In Augsburg gibt es künftig eine schwarz-rot-grüne Koalition. CSU, SPD und Grüne verständigten sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf entsprechende Kooperationsverträge. Die drei Parteien werden nun auch die Bürgermeister- und Referentenposten in Bayerns drittgrößter Stadt unter sich aufteilen. Bei der Kommunalwahl im März wurde zwar CSU-Oberbürgermeister Gribl im ersten Wahlgang im Amt bestätigt, seine Partei kam im 60-köpfigen Stadtrat allerdings nur auf 23 Sitze. Gribl wollte daraufhin eine möglichst stabile Mehrheit bilden und holte die Grünen ins Boot, obwohl die Fraktionen der Christsozialen und der Sozialdemokraten zusammen rechnerisch keinen weiteren Partner bräuchten.

Weltraumteleskop entdeckt erdähnlichen Planeten

Washington: Forscher haben erstmals außerhalb unseres Sonnensystems einen Planeten entdeckt, der der Erde ähnelt und auf dem es Wasser geben könnte. Damit wäre die Voraussetzung für Leben gegeben. Wie die Wissenschaftler im US-Fachmagazin "Science" berichten, empfängt der Planet mit dem Namen Kepler-186f von einer Sonne das richtige Maß an Strahlung, damit Wasser - sofern vorhanden - flüssig bleiben könnte. Außerdem sei er nur etwa zehn Prozent größer als die Erde. Konkrete Hinweise auf Wasser oder gar Leben auf dem fernen Planeten haben die Forscher aber nicht gefunden. Entdeckt wurde er vom Weltraumteleskop "Kepler" der US-Raumfahrtbehörde NASA

Bundesliga: Hannover gewinnt in Frankfurt 3:2

Frankfurt: In der Fußballbundesliga hat Hannover am Abend 3:2 in Frankfurt gewonnen. Damit haben die Niedersachsen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. In der zweiten Liga gab es folgende Ergebnisse: Erzgebirge Aue - Dynamo Dresden 2:0 Energie Cottbus - FC St. Pauli 1:1 und SV Sandhausen - Fortuna Düsseldorf 0:3.

Das Wetter in Bayern: teils wolkig, teils klar, Tiefstwerte 6 bis 0 Grad

In der Nacht im Norden zunehmend bewölkt, im Süden klar; Tiefsttemperaturen zwischen 6 und 0 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Karfreitag oft bewölkt und von Norden her Regen, relativ kühl bei 6 bis 13 Grad. Am Osterwochenende vielerorts trocken und zögernd freundlicher. Tiefstwerte 8 bis 1 Grad; Tageshöchstwerte 9 bis 16, am Ostersonntag bis zu 20 Grad.


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