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13:32 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 10.12.2016 13:32 Uhr

Kolumbianischer Präsident Santos nimmt Friedensnobelpreis entgegen

Oslo: Der kolumbianische Präsident Santos hat den diesjährigen Friedensnobelpreis entgegen genommen. Geehrt wurde er für seine Aussöhnungspolitik mit der Farc-Guerilla. Seine Initiative habe erheblichen Mut und große Beharrlichkeit erfordert, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Nobel-Komittees, Reiss-Andersen, in der norwegischen Hauptstadt. Santos sei überzeugt, dass Verhandlungen der einzige Weg waren, um eine bessere Zukunft für das kolumbianische Volk zu schaffen. Seine Leistung könne ähnliche Prozesse in anderen Ländern inspirieren, sagte Reiss-Andersen. - Am Nachmittag werden in Stockholm die Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie, Wirtschaftswissenschaften und Literatur verliehen. Literaturnobelpreisträger Bob Dylan wird die Auszeichnung nicht persönlich entgegen nehmen. Er hat seine Teilnahme abgesagt.

Mehr als 18.000 Zivilisten fliehen allein heute aus Aleppo

Aleppo: Aus dem umkämpften Ostteil der syrischen Großstadt haben sich nach russischen Angaben heute mehr als 18.000 Zivilisten in Sicherheit bringen können. Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, legten außerdem über 1.200 Rebellen ihre Waffen nieder. Nach russischen Angaben kontrollieren die Truppen von Staatschef Assad inzwischen 93 Prozent der früheren Handelsmetropole. Die EU kündigte wegen der andauernden Offensive syrischer Regierungstruppen auf Aleppo weitere Sanktionen an. Die Strafmaßnahmen werden sich der EU-Außenbeauftragten Mogherini zufolge gegen verantwortliche Personen sowie Organisationen richten, die das Assad-Regime unterstützen.

Merkel räumt schleppende Umsetzung des EU-Türkei-Abkommens ein

Berlin: Das Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei hat nach Ansicht von Bundeskanzlerin Merkel bisher nicht die erhoffte Wirkung gebracht. In ihrem wöchentlichen Video-Podcast sagte die Kanzlerin, leider sei man bei der Umsetzung noch nicht so weit, wie sie sich das gewünscht hätte. Es sei noch sehr viel Arbeit zu leisten, um den Schleppern wirklich das Handwerk zu legen. Das EU-Türkei-Abkommen aus dem Frühjahr sieht vor, dass die Türkei illegal auf griechische Inseln gelangte Flüchtlinge zurücknimmt. Im Gegenzug sollen Syrer direkt aus der Türkei auf legalem und sicherem Weg nach Europa kommen dürfen. Ähnlich wie mit der Türkei muss laut Merkel auch mit den nordafrikanischen Ländern verfahren werden. Die Kanzlerin nannte dabei Libyen, Tunesien und Ägypten. Die Gespräche sind nach ihren Worten aber noch im Anfangsstadium.

Bause erobert bei Grünen-Parteitag neunten Listenplatz für Bundestagswahl

Augsburg: Die Landtagsfraktionchefin der Grünen, Bause, hat den neunten Listenplatz für die Bundestagwahl im kommenden Jahr erobert. Sie setzte sich im dritten Wahlgang knapp gegen ihre Gegenkandidatin durch. Bause war gestern im Wettbewerb um die Plätze fünf und sieben gescheitert. Die ungeraden Plätze sind bei den Grünen für weibliche Bewerber vorgesehen. Ob das für den Einzug in den Bundestag reicht, ist unklar. Derzeit stellen die bayerischen Grünen genau neun Bundestagsabgeordnete. Auf die ersten beiden Plätze hatten die Grünen gestern Abend wie schon 2013 Bundestagsvizepräsidentin Roth und dahinter den Fraktionschef der Bundestagsfraktion, Hofreiter, gewählt.

Nahles attackiert Union bei Landesparteitag der SPD in Nürnberg

Nürnberg: Bundesarbeitsministerin Nahles hat für den bevorstehenden Bundestagswahlkampf harte Auseinandersetzungen mit den Unionsparteien angekündigt. Sie warf CDU und CSU beim Landesparteitag der SPD in Nürnberg wörtlich vor, "inhaltlich nichts auf der Pfanne" zu haben. In den vergangenen Jahren habe in der großen Koalition vor allem die SPD den Ton angegeben. Die bayerische SPD wird bei ihrem Parteitag die Listenplätze für die Bundestagswahl festlegen. Dabei kommt es zu einer Kampfkandidatur der Juso-Bundesvorsitzenden Ueckermann. Sie will von Platz 22 auf Platz 20 vorrücken.

Frankreich verlängert Ausnahmezustand

Paris: Die französische Regierung will den Ausnahmezustand im Land bis Juli 2017 verlängern. Das Kabinett hat dafür die entscheidenden Schritte eingeleitet. Die anhaltende Bedrohung durch den Terorrismus mache die erneute Verlängerung notwendig, sagte der neue Pemierminister Cazeneuve. Außerdem finden im Frühjahr in Frankreich Präsidentschaftswahlen statt. Das Land befindet sich seit den Terroranschlägen von Paris im November 2015 im Ausnahmezustand. Das bedeutet, die Regierung kann Ausgangssperren erlassen sowie Durchsuchungen und Hausarreste ohne richterlichen Beschluss anordnen.

Zahl der Toten nach Zugunglück in Bulgarien steigt auf fünf

Sofia: Im Nordosten von Bulgarien sind bei einer Gasexplosion an Bord eines entgleisten Zugs fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben wurden mindestens 20 Personen verletzt. Auf Videoaufnahmen vom Ort der Explosion war zu sehen, dass viele Häuser in dem Dorf Hitrino mit seinen 800 Einwohnern in Flammen standen. Am Bahnhof des Ortes waren zwei Tankwaggons mit Gas am Bahnhof entgleist, hatten Stromleitungen entrissen und waren dann explodiert.

Bischof Oster sorgt sich über Verunsicherung der Gesellschaft

München: Der katholische Bischof von Passau, Oster hat sich gegen den Vorwurf von Bayerns Finanzminister Söder verwahrt, die Kirche mische sich zu sehr in die Politik ein. Im B5-Interview der Woche sagte Oster, wo es um Menschenrechte, Rechte auf Arbeit und Leben gehe, sei es die Pflicht der Kirche zu sagen, was sie denke. Der Gesellschaft attestierte der Passauer Bischof eine tiefe Verunsicherung. Er macht dafür auch den Verlust von Glauben verantwortlich. Wenn Fundamente des Glaubens in einer ursprünglich christlich geprägten Gesellschaft wegbrächen, halte man sich an allem Möglichen fest. Die Folge seien eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft und Aufwind für populistische Kräfte.

Sternstunden-Tag beim Bayerischen Rundfunk bringt Rekordergebnis

München: Beim Sternstunden-Tag des Bayerischen Rundfunks ist mit 6,53 Millionen Euro so viel Geld zusammengekommen wie nie zuvor. Die Spenden kommen Kindern in Not zugute. BR-Intendant Wilhelm sagte wörtlich: "Ich danke allen sehr herzlich, die auch in diesem Jahr wieder für die Benefizaktion ihr Herz und ihre Brieftasche geöffnet und zu diesem beeindruckenden Spendenergebnis beigetragen haben." Gestern hatten Hörfunk, Fernsehen und Online den ganzen Tag über Projekte berichtet, die von Sternstunden unterstützt werden. Online kann auf der Seite BR.de weiterhin für Sternstunden gespendet werden.

Schempp belegt in Biathlon-Verfolgung Platz 5

Pokljuka: Trotz guter Ausgangsposition hat Biathlet Simon Schempp beim Weltcup in Slowenien den Sprung auf das Podest verpasst. Nach einer Strafrunde belegte er in der Verfolgung Platz fünf. Sieger wurde der Franzose Martin Fourcade vor dem Norweger Emil Hegle Svendsen. Platz drei ging an Anton Schipulin aus Russland.

Das Wetter in Bayern: Meist sonnig, Höchstwerte 6 bis 12 Grad

Das Wetter in Bayern: Verbreitet sonnig und Temperaturanstieg auf 6 bis 12 Grad. In der Nacht im Süden klar, im Norden zunehmend bewölkt; Abkühlung auf -2 Grad. Morgen und auch die nächsten Tage meist bewölkt mit Regenfällen und lebhaftem Wind. Tiefstwerte der Nacht +3 bis -4 und Tageshöchstwerte 2 bis 9 Grad.


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