Nachrichten


23369

02:58 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 06.03.2015 02:58 Uhr

Bundestag will Einführung einer Frauenquote beschließen

Berlin: Der Bundestag will heute die Einführung einer Frauenquote in Aufsichtsräten beschließen. Eine Mehrheit für den lange umstrittenen Gesetzentwurf gilt als sicher. Damit müssen ab nächstem Jahr die Aufsichtsräte von rund 100 großen börsennotierten Unternehmen zu mindestens 30 Prozent mit Frauen besetzt sein. Gestern hatte der Bundestag die Mietpreisbremse beschlossen. Das Gesetz sieht vor, dass die neue Miete bei einem Mieterwechsel nicht mehr als zehn Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegen darf. Für neue oder umfassend modernisierte Wohnungen gibt es Ausnahmen. Maklerkosten sollen künftig vom Auftraggeber getragen werden.

Elektroautos sollen Busspur nutzen dürfen

Berlin: Neue Privilegien sollen in Deutschland mehr umweltschonende Elektroautos auf die Straße bringen. Der Bundestag hat am Abend ein Gesetz dazu verabschiedet. Darin wird den Städten und Gemeinden das Recht eingeräumt, kostenlose Parkplätze für Elektroautos zu reservieren. Außerdem sieht es vor, dass die Fahrer von E-Autos die Busspuren nutzen dürfen. Sie sollen auch spezielle Kfz-Kennzeichen erhalten. Aus den Kommunen gibt es allerdings Gegenwind. Die meisten Großstädte sind nicht bereit, ihre Busspuren für Elektroautos zu öffnen. Auch die Opposition hält das Gesetz für nicht ausreichend.

EU-Außenminister sprechen in Riga über Ukrainekonflikt

Riga: Die EU-Außenminister kommen heute zu Beratungen in der lettischen Hauptstadt zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens stehen vor allem die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekonflikts. Dabei soll es auch um die Frage gehen, wie lange die gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen noch aufrechterhalten werden sollen. Morgen beraten die Minister dann über die Partnerschaft der EU zu Ländern wie Georgien und Moldau.

ARD-Deutschlandtrend: Hilfsprogramm für Griechenland umstritten

Berlin: Die Deutschen sind geteilter Meinung über die beschlossene Verlängerung des Hilfspakets für Griechenland. Wie aus dem neuen ARD-Deutschlandtrend hervorgeht, halten 49 Prozent die Verlängerung für richtig, 47 Prozent sind der Meinung, sie sei falsch. Und nur jeder vierte Bundesbürger traut der griechischen Regierung zu, die Reformen umzusetzen. - In der Sonntagsfrage gibt es nahezu keine Bewegung: Laut Deutschlandtrend bleibt die Union bei 41 Prozent, auf die SPD entfallen 25, auf die Grünen zehn und auf die Linke neun Prozent. Die AfD würde mit sechs Prozent den Sprung in den Bundestag schaffen.

EZB startet am 9.März Aufkaufprogramm für Staatsanleihen

Nikosia: Die Europäische Zentralbank EZB will von Montag an massenhaft Staatsanleihen aufkaufen. Auf diese Weise soll das Risiko einer Deflation, also eine Spirale fallender Preise und sinkender Kauflust abgewendet werden. EZB-Präsident Draghi teilte nach einer Ratssitzung in der zyprischen Hauptstadt Nikosia ferner mit, das Ankaufprogramm werde gegebenenfalls auch länger laufen als vorgesehen. Draghi hatte vor gut vier Wochen bekannt gegeben, dass die EZB bis September nächsten Jahres jeden Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Wert von 60 Milliarden Euro erwerben werde. Insgesamt will sie auf diese Weise über 1,1 Billionen Euro in die Märkte pumpen. - Um die Unternehmen zu Investitionen zu ermuntern, beließ die EZB außerdem den Leitzins für die Eurozone auf dem historischen Tief von 0,05 Prozent.

Minister Herrmann begrüßt Urteil im Polizistenmordprozess

Augsburg: Bayerns Innenminister Herrmann hat das zweite Urteil nach dem Mord an dem Polizeibeamten Mathias Vieth begrüßt. Herrmann sprach von einer "kaltblütigen und hinterhältigen Tat" und von einer gerechten Strafe. Das Landgericht Augsburg hatte zuvor einen 61-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Dessen jüngerer Bruder war im vorigen Jahr ebenfalls zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und außerdem zu einer anschließenden Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Vieth wurde vor dreieinhalb Jahren nach einer Verfolgungsjagd im Augsburger Stadtwald mit zahlreichen Schüssen getötet, seine Kollegin verletzt.

Arbeitnehmer stecken 9,5 Milliarden in betriebliche Altersvorsorge

Wiesbaden: Die Beschäftigten in Deutschland haben nach letzten Erhebungen durchschnittlich 362 Euro im Jahr in ihre betriebliche Altersvorsorge gesteckt. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, waren das 0,9 Prozent der Bruttojahresverdienste. Hochgerechnet auf alle Beschäftigte wurden so insgesamt 9,5 Milliarden Euro investiert. Mitarbeiter in gut dotierten Branchen zahlten im Schnitt mehr in die betriebliche Altersvorsorge als die Erwerbstätigen aus Niedriglohnbereichen. Dieser Betrag fiel in der Finanz- und Versicherungsbranche doppelt so hoch aus wie im Durchschnitt. Die Opposition im Bundestag bemängelte, die betriebliche Altersversorgung reiche bei weitem nicht aus, um Armut im Alter zu vermeiden.

Harrison Ford bei Absturz von Kleinflugzeug verletzt

Los Angeles: Hollywoodstar Harrison Ford ist bei einem Flugzeugunglück schwer verletzt worden. Seine einmotorige Maschine war nach Angaben der Feuerwehr in der Nähe von Los Angeles auf einen Golfplatz gestürzt. Dabei zog sich der Schauspieler offenbar schwere Schnittwunden und Kopfverletzungen zu. Der 72-Jährige wurde noch an der Absturzstelle behandelt und dann in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand sei stabil, hieß es.

Eklat beim deutschen ESC-Vorentscheid: Ann-Sophie zur Siegerin erklärt

Hannover: Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest ist es zu einem Eklat gekommen. Der Sieger der Zuschauerabstimmung, Andreas Kümmert aus Unterfranken, erklärte nach seiner Wahl, dass er auf die Finalteilnahme verzichte. Er begründete das mit seiner gesundheitlichen Verfassung. Damit wird Deutschland beim ESC-Finale von der zweitplatzierten Sängerin Ann Sophie vertreten. Sie tritt im Mai mit dem Song "Black Smoke" in Wien an. Das Publikum reagierte mit Buh-Rufen auf die Entscheidung.

Deutsche Biathleten verpassen Medaille bei WM in Finnland

Kontiolahti: Die deutschen Biathleten haben zum WM-Auftakt in Finnland die Medaillenränge klar verpasst. Für die Mixedstaffel reichte es nur für Platz sechs. Gold ging an Tschechien, Silber an Frankreich und Bronze an Norwegen. Den bislang letzten deutschen WM-Titel hatte die Frauenstaffel um Magdalena Neuner vor drei Jahren in Ruhpolding gewonnen.

Das Wetter in Bayern: In Alpennähe einzelne Schneeschauer

Das Wetter in Bayern: In Alpennähe einzelne Schnee- oder Schneeregenschauer. In der Nacht teils wolkig, teils länger klar; an den Alpen letzte Schneeschauer. Tiefstwerte 0 bis minus 6 Grad. Morgen viele Wolken, nur im Süden Schwabens häufig sonnig. Maximal 9 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Wochenende überwiegend freundlich und trocken bei maximal 13 Grad.


23369