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08:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 23.11.2014

Grüne debattieren über Außen- und Sicherheitspolitik

Hamburg: Auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen soll heute über die Außen- und Sicherheitspolitik debattiert werden. Dabei geht es unter anderem um die Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat. Parteichef Özdemir hatte sich im Gegensatz zur Mehrheit der Bundestagsfraktion für Waffenlieferungen an die von den Islamisten bedrängten Kurden im Nordirak ausgesprochen. Es werden kontroverse Diskussionen erwartet. Am Abend hatten die Grünen einen Antrag verabschiedet, in dem sie auf verstärkte Anstrengungen beim Klimaschutz drängen. Zuvor hatte der Parteitag einen Beschluss für eine Agrarwende gefällt und sich für eine humanere Flüchtlingspolitik ausgesprochen.

Fertigstellung von Flughafen BER verschiebt sich wohl weiter

Berlin: Der neue Hauptstadtflughafen wird nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" frühestens Mitte 2017 eröffnen können. Möglicherweise sei das auch erst im Jahr 2018 möglich, heißt es unter Berufung auf interne Planungsunterlagen. Die Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg war bereits mehrfach verschoben worden. Wegen massiver technischer und baulicher Mängel ist bis heute unklar, wann das 2006 begonnene Großprojekt in Betrieb genommen werden kann.

Gabriel plant angeblich härtere Vorgaben für Energiekonzerne

Berlin: Bundeswirtschaftsminister Gabriel will die Stromkonzerne offenbar verpflichten, den Kohlendioxidausstoß ihrer Kraftwerke deutlich zu verringern. Er wolle per Gesetz dafür sorgen, dass die CO2-Emissionen von 2016 an um jährlich 4,4 Millionen Tonnen reduziert würden, berichtet der "Spiegel". Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf die Einladung zu dem für morgen in Berlin angesetzten Gespräch mit den Energieunternehmen. Praktisch laufe die Vorgabe darauf hinaus, Kohlekraftwerke abzuschalten. Gabriel hatte kürzlich noch erklärt, ein gleichzeitiger Ausstieg aus der Kohle und der Atomenergie sei nicht möglich.

Verfassungsschutz spricht von 60 getöteten deutschen Islamisten

Berlin: In Syrien und dem Irak sind bei Kämpfen bisher etwa 60 deutsche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" getötet worden. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Maaßen, sagte der "Welt am Sonntag", neun von ihnen hätten Selbstmordanschläge begangen. Das sei ein trauriger Erfolg für die islamistische Propaganda. Maaßen fügte hinzu, auch in Deutschland könne es Anschläge geben. Es bestehe eine gewisse Gefahr. Etwa 180 IS-Mitglieder seien nach Kampfeinsätzen im Ausland in die Bundesrepublik zurückgekehrt, so Maaßen.

Für Metz gibt es offenbar mehrere Interessenten

Zirndorf: Für den zahlungsunfähigen Fernsehgeräte-Hersteller Metz gibt es nach Angaben des Insolvenzverwalters Exner mehrere Interessenten. Die "Welt am Sonntag" zitiert Exner mit der Aussage, er habe ein intaktes Unternehmen vorgefunden, das sein Produktsortiment bereits erneuert habe. Metz habe in den Monaten vor der Insolvenz Schritte in die richtige Richtung gemacht. Die Firma in Zirndorf bei Nürnberg ist eine der letzten, die noch in Deutschland Fernseher produziert. Sie litt in den vergangenen Jahren zunehmend unter der Konkurrenz asiatischer Hersteller. - Am Mittwoch hatte Metz beim Amtsgericht Fürth Insolvenzantrag gestellt.

Tunesier entscheiden über Präsidenten

Tunis: Knapp vier Jahre nach der sogenannten "Jasmin-Revolution" stimmen die Bürger in Tunesien erstmals in einer freien Wahl direkt über ihren Präsidenten ab. Die Abstimmung soll den demokratischen Übergangsprozess in dem nordafrikanischen Land vollenden. Als Favorit gilt der 87-jährige Essebsi, dessen Partei bei der Parlamentswahl im Oktober stärkste Kraft vor der islamistischen Ennahda wurde. Tunesien war im Dezember 2010 das erste Land, in dem der sogenannte "Arabische Frühling" ausbrach.

In Frankreich kommt es weder zu Krawallen

Toulouse: In Frankreich ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. In Toulouse und Nantes hatten gestern jeweils etwa 1.000 Menschen gegen den Tod eines Aktivisten protestiert. Einige Demonstranten setzten unter anderem Mülltonnen in Brand. Die Polizei nahm mindestens 30 Personen fest. Ein 21-jähriger Aktivist war im Oktober bei Toulouse bei einer Demonstration gegen ein Damm-Projekt von einer Art Blendgranate der Polizei getroffen worden.

Bundesliga: Bayern siegt und baut Tabellenführung aus

München: In der Fußball-Bundesliga hat Rekordmeister FC Bayern seine Tabellenführung gefestigt. Die Münchner schlugen Hoffenheim 4:0. Damit haben die Bayern jetzt schon sieben Punkte Vorsprung auf Wolfsburg, das 2:3 bei Schalke verlor. Die weiteren Ergebnisse: Mönchengladbach - Frankfurt 1:3 Hannover - Leverkusen 1:3 Mainz - SC Freiburg 2:2 und Paderborn - Dortmund 2:2. Am Abend verlor Köln gegen Hertha BSC 1:2.

Formel 1: Rosberg holt in Abu Dhabi Pole vor Hamilton

Abu Dhabi: Nico Rosberg hat sich die Pole Position für das Formel-1-Finale in Abu Dhabi gesichert. Zweiter hinter dem Mercedes-Piloten wurde sein Teamkollege und Titelrivale Lewis Hamilton. Wenn Rosberg am Sonntag gewinnt und Hamilton nicht über den dritten Rang hinauskommt, ist der Deutsche zum ersten Mal Weltmeister.

Das Wetter in Bayern: Teils trüb, teils sonnig, Höchstwerte 6 bis 15 Grad

Heute hält sich in Bayern gebietsweise länger Nebel und Hochnebel, ansonsten scheint häufig die Sonne. Die Höchstwerte liegen zwischen 6 Grad bei zähem Nebel an der Donau und 15 Grad am westlichen Alpenrand. In der Nacht ist es an den Alpen klar, sonst zunehmend trüb und im Norden ziehen Wolken auf; es bleibt aber meist trocken. Tiefstwerte um 4 Grad. Die weiteren Aussichten: Morgen überwiegen im Norden die Wolken, örtlich kann es etwas regnen. Im Süden ist es nach örtlichem Nebel teils wolkig, teils sonnig. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 Grad im Raum Passau und 16 Grad im Allgäu. Am Dienstag und Mittwoch ist es vielerorts bewölkt oder trüb, längeren Sonnenschein gibt es in den Alpen und im höheren Bayerischen Wald. Die nächtlichen Tiefstwerte liegen zwischen 0 und 6 Grad, die Höchstwerte zwischen 4 und 12 Grad.


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