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02:55 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 24.06.2017 02:55 Uhr

London: Fünf Hochhäuser werden evakuiert

London: In der britischen Hauptstadt haben die Bewohner von fünf Hochhäusern ihre Wohnungen am Abend räumen müssen. Die Verwaltung des Stadtteils Camden teilte mit, es seien dringende Arbeiten zur Brandsicherheit nötig. Auslöser sind Bedenken hinsichtlich der Fassenverkleidung der Gebäude. Es handelt sich offenbar um ähnliches Material wie beim Grenfell-Tower, bei dessen Brand in der vergangenen Woche mindestens 79 Menschen ums Leben kamen. Von der Evakuierung sind mehr als 800 Haushalte betroffen. Die Behörden wollten die Menschen in Hotels unterbringen. Sie sollen in spätestens vier Wochen in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Quelle: ARD Nacht 24.06.2017 01:00

Saudi-Arabien: Laut Inneministerium geplanter Anschlag in Mekka vereitelt

Mekka: In Saudi-Arabien hat die Polizei offenbar einen Anschlag auf eine der heiligsten Stätten des Islam vereitelt. Nach Angaben des Innenministerium hatte ein Selbstmordattentäter geplant, sich an der Großen Moschee in Mekka in die Luft zu sprengen. Dort waren Millionen Muslime zum Ende des Fastenmonats Ramadan versammelt. Als die Polizei den Terrorverdächtigen in einem Gebäude in der Nähe der Moschee festnehmen wollte, habe er seinen Sprengsatz gezündet und das Haus zum Einsturz gebracht. Elf Menschen seien verletzt worden.

Quelle: ARD Nacht 24.06.2017 02:00

Einigung bei Gesetz zur Bekämpfung von Hetze im Internet

Berlin: Fachpolitiker von SPD und Union haben sich auf die Gesetzesdetails zur Bekämpfung von Falschmeldungen und Hass im Internet geeinigt. Internetkonzerne wie Facebook sollen damit verpflichtet werden, rechtswidrige Inhalte schneller zu löschen. Die ursprünglich dafür vorgesehene 7-Tage-Frist wird in dem überarbeiteten Entwurf gelockert. Bei Meinungsäußerungen soll bei der Überprüfung der Inhalte auch der Kontext verpflichtend einbezogen werden. Über strittige Fälle soll eine neu zu schaffende Einrichtung entscheiden.

Quelle: ARD Nacht 24.06.2017 02:00

Bund sieht im Etat Spielraum von 15 Milliarden Euro

Berlin: Die nächste Bundesregierung hat nach Berechnungen des Bundesfinanzministeriums einen zusätzlichen finanziellen Spielraum von rund 15 Milliarden Euro. Dies geht aus der Finanzplanung bis zum Jahr 2021 hervor, die nächste Woche gemeinsam mit dem Etatentwurf für 2018 vom Kabinett gebilligt werden soll. Demnach kann der Bund bis 2021 ohne neue Schulden auskommen. Für 2018 sieht die Planung das fünfte Jahr in Folge diese "Schwarze Null" vor. Über die Verwendung der 15 Milliarden Mehreinnahmen dürfte im Bundestagswahlkampf gestritten werden. Die Union pocht auf Steuersenkungen, während die SPD neben einer Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen mehr Investitionen fordert.

Quelle: B5 23.06.2017 21:15

EU präsentiert sich ein Jahr nach dem Brexit in Aufbruchstimmung

Brüssel: Ein Jahr nach dem Brexit-Referendum haben die Staats- und Regierungschefs der EU demonstrativ Geschlossenheit gezeigt. Besonders deutlich wurde dies bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Kanzlerin Merkel und dem neuen französischen Präsidenten Macron. Das Treffen habe einen Geist neuer Zuversicht ausgestrahlt, sagte Merkel nach dem zweitägigen Gipfel. Sie bekräftigte, dass die Zukunft der EU Vorrang vor den Austrittsverhandlungen mit Großbritannien haben müsse. Macron sagte, die deutsch-französische Zusammenarbeit sei die Bedingung dafür, dass Europa vorankommt. Merkel wie Macron vermieden es jedoch, bei schwierigen Themen wie bei der von Paris geforderten Reform der Eurozone schon ins Detail zu gehen.

Quelle: B5 23.06.2017 21:15

Gabriel hält Mays Vorschlag zu Bleiberecht für EU-Bürger für "das Minimum

Paris: Bundesaußenminister Gabriel hat den britischen Vorschlag zum Bleiberecht für EU-Bürger in Großbritannien als "das Minimum" bezeichnet. Nach einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Le Drian sagte er, alleine die Tatsache, dass man dort nicht rausgeschmissen wird, halte er jetzt noch nicht für einen überragenden Durchbruch. Die britische Premierministerin May hatte beim EU-Gipfel einen konkreten Vorschlag zum Bleiberecht vorgelegt. Danach dürfen EU-Bürger, die vor dem Brexit in Großbritannien leben und arbeiten, auch nach dem EU-Austritt im Land bleiben. Gabriel nannte dies eine Selbstverständlichkeit. Von der britischen Regierung verlangte er mehr Substanz wie etwa, welche Absicherung in der Krankenversicherung, in der Rentenversicherung, in ihrem Rechtsstatus" EU-Bürger künftig in Großbritannien hätten.

Quelle: B5 23.06.2017 21:15

Putin hat laut Washington Post Einmischung in US-Wahl angeordnet

Washington: Der russische Präsident Putin hat nach einem Bericht der "Washington Post" direkt angeordnet, in den US-Wahlkampf einzugreifen. Der Zeitung zufolge hatte die Obama-Regierung schon im vergangenen Sommer konkrete Hinweise darauf, dass Putin persönlich die russischen Hackerangriffe veranlasst hat. Sein erklärtes Ziel sei es gewesen, Hillary Clinton zu schwächen und Donald Trump zu stärken. Obama und seine Vertrauten hätten daraufhin lange darüber beraten, wie man auf die russische Einmischung in den Wahlkampf reagieren solle. Obama habe sich schließlich zu einem persönlichen Gespräch mit Putin getroffen. Daraufhin wurden 35 russische Diplomaten aus den USA ausgewiesen.

Quelle: B2/KL/Dig 23.06.2017 19:00

Verbraucher beschweren sich über Probleme mit Kontonummer IBAN

Bad Homburg: Die neue internationale IBAN-Nummer bereitet den Verbrauchern immer wieder Probleme. Nach Angaben der Wettbewerbszentrale gehen bei der zuständigen Beschwerdestelle jede Woche drei bis fünf Hinweise ein. In der Regel besteht das Problem darin, dass ausländische Konten von Versicherern oder Kreditkartenfirmen nicht zur Verrechnung anerkannt werden - obwohl das im grenzüberschreitenden SEPA-Zahlungsverkehrsraum vorgeschrieben ist. Betroffen sind etwa Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland, die in Deutschland tätig sind, aber weiter ihre Bankverbindung in der Heimat nutzen wollen. In diesen Fällen mahnen die Wettbewerbshüter die betroffenen Unternehmen ab. Die IBAN soll Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen im SEPA-Raum mit 34 Ländern vereinfachen.

Quelle: B2/KL/Dig 23.06.2017 16:00

Filmfest-Ehrenpreis für "Breaking-Bad"-Schauspieler Bryan Cranston

München: Das Filmfest München hat am Abend den US-Schauspieler Bryan Cranston mit dem undotierten CineMerit-Award geehrt. Der 61-Jährige ist vor allem bekannt für seine Rolle in der Erfolgsserie "Breaking Bad". Nach der Preisverleihung stellte Bryan Cranston zusammen mit der Regisseurin Robin Swicord den Film "Wakefield" vor. Cranston spielt darin einen Familienvater, der aus einer Laune heraus sein bisheriges Leben hinter sich lässt und untertaucht. Das Münchner Filmfest vergibt den CineMerit-Award seit 1997 für Verdienste um die Filmkunst. Preisträger in früheren Jahren waren unter anderem Geraldine Chaplin und Mario Adorf.

Quelle: B2/KL/Dig 23.06.2017 21:00

Das Wetter in Bayern: In der Nacht meist klar, Tiefstwerte 11 bis 19 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht in Alpennähe noch Gewitterneigung, sonst meist klar bei Tiefstwerten von 11 bis 19 Grad. Die Aussichten: Auch in den kommenden Tagen sonnig, nur in Alpennähe vereinzelte Gewitter. Tageshöchsttemperaturen 22 bis 31 Grad.

Quelle: B5 23.06.2017 22:15


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