Nachrichten


20173

06:00 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 18.12.2014

US-Jury spricht Angeklagten im Fall Diren schuldig

Missoula: In den USA ist der Todesschütze des Hamburger Austauschschülers Diren der vorsätzlichen Tötung schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen glaubten der Notwehr-Version des Angeklagten nicht. Nach dem Urteil brach im Gerichtssaal Jubel aus, die Mutter des Toten weinte. Das Strafmaß wird erst im Februar verkündet. Die Mindeststrafe beträgt zehn Jahre. Heute haben Direns Eltern Gelegenheit, sich vor Gericht zu äußern. Ihre Aussagen können bei der Festsetzung des Strafmaßes eine Rolle spielen. Der 30-jährige Todesschütze wurde nach dem Urteil in Handschellen abgeführt. Er hatte den unbewaffneten Austausch-Schüler im Frühjahr erschossen, weil er nachts in seine offene Garage eingebrochen war. Die Geschworenen folgten der Staatsanwaltschaft, die dem Angeklagten vorwarf, Diren in eine Falle gelockt und  hingerichtet zu haben. Die Verteidigung hatte dagegen auf Notwehr plädiert.

Annäherung zwischen Kuba und den USA sorgt für positives Echo

New York: Die Annäherung zwischen den USA und Kuba ist international begrüßt worden. UN-Generalsekretär Ban sprach von sehr positiven Schritten. Lob kam auch von Papst Franziskus. Für das Oberhaupt der katholischen Kirche handelt es sich um eine historische Entscheidung. Auch Russland begrüßte die Maßnahmen. Die USA und Kuba wollen nach mehr als 50 Jahren der offenen Feindschaft wieder diplomatische Beziehungen aufnehmen. Als erste konkrete Schritte wurden auf beiden Seiten Gefangene freigelassen. Nach Angaben aus dem Weißen Haus soll in den nächsten Monaten eine Botschaft in Havanna eröffnet werden.

Edathy stellt sich dem Untersuchungsausschuss in Berlin

Berlin: Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Edathy will sich am Vormittag erstmals seit Bekanntwerden der Kinderpornographie-Vorwürfe öffentlich äußern. Bevor sich Edathy dem Untersuchungsausschuss des Bundestags stellt, tritt er auf der Bundespressekonferenz auf, um seine Sicht der Dinge darzustellen. Seit Februar war der 45-Jährige abgetaucht, seitdem hatte er sich via Facebook geäußert. Nach Edathy will der Ausschuss den SPD-Abgeordneten Hartmann befragen. Edathy hatte kürzlich behauptet, Hartmann habe ihn Ende letzten Jahres vor Ermittlungen gewarnt. Hartmann bestreitet das.

Bundestag stimmt über verändertes Afghanistan-Mandat ab

Berlin: Der Bundestag entscheidet heute über das neue Afghanistan-Mandat der Bundeswehr. Vorgesehen ist, dass bis zu 850 Mann die afghanische Armee ausbilden und beraten. Der Einsatz ist zunächst auf ein Jahr befristet. Mit Beginn des neuen Jahres endet der NATO-geführte Kampfeinsatz in Afghanistan. Dabei sind 55 Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen, die meisten von ihnen bei Anschlägen und Gefechten mit den radikal-islamischen Taliban. Die Sitzung des Bundestag eröffnet Kanzlerin Merkel mit einer Regierungserklärung zum EU-Gipfel, der heute in Brüssel beginnt.

EU deckelt Gebühren beim Kreditkarten-Einkauf

Brüssel: Das Einkaufen mit Kredit- und EC-Karte wird in der Europäischen Union wahrscheinlich günstiger. Denn das Europaparlament hat sich nach eigenen Angaben mit Vertretern der 28 EU-Mitgliedsländer darauf geeinigt, Verwaltungsgebühren zu deckeln. Es geht um die Gebühren, die Banken untereinander festlegen und von den Einzelhändlern verlangen, wenn Kunden mit Karte zahlen. Die Händler schlagen diese Gebühren meistens auf die Preise auf.

Nur gut jedes zweite neue Medikament hat echten Mehrwert

Berlin: Wenn neue Medikamente gegen schwere Krankheiten auf den Markt kommen, helfen sie Patienten in vielen Fällen nicht mehr als die gewohnten Arzneimittel. Das zeigt eine aktuelle Bilanz des höchsten Gremiums im Gesundheitswesen, des Gemeinsamen Bundesausschusses. Er hat seit 2011 fast 100 neue Medikamente geprüft. Nur in gut jedem zweiten Fall waren die neuen Arzneimittel besser als die schon vorhandenen. Einen beträchtlichen Zusatznutzen hatte demnach nur jedes fünfte neue Medikament.

Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung bleiben stabil

Berlin: Für die meisten Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Beiträge im kommenden Jahr in etwa gleich bleiben. Gestern hat die zweitgrößte Kasse - die Barmer GEK - mitgeteilt, dass sie weiter einen Beitragssatz von 15,5 Prozent erhebt. Auch die DAK-Gesundheit verlangt diesen Satz, die Techniker-Krankenkasse bleibt einen Zehntel-Prozentpunkt darunter. Die Bundesregierung hatte den Pflichtsatz für die Kassen auf 14,6 Prozent festgesetzt - alles, was darüber hinausgeht, können die Unternehmen selbst festlegen. Die meisten wollen aber in der Nähe des auch jetzt geltenden Satzes von 15,5 Prozent bleiben. Alle gesetzlichen Kassen müssen ihre Mitglieder noch vor dem Jahresende über den künftigen Beitragssatz informieren.

Nigerianisches Gericht verurteilt 54 Soldaten zum Tod

Abuja: In Nigeria hat ein Militärgericht 54 Soldaten zum Tode verurteilt. Laut ihrem Anwalt hatten sie sich geweigert, gegen Terroristen von Boko Haram zu kämpfen. Die Soldaten wurden der Meuterei und Feigheit schuldig gesprochen. Ihnen war vorgeworfen worden, im August nicht aufmarschiert zu sein, um drei Städte von Boko Haram zurückzuerobern. Nigerianische Soldaten beklagen immer wieder, dass sie der Terrorgruppe waffentechnisch unterlegen seien.

Fußball-Bundesliga: Dortmund und Wolfsburg trennen sich 2:2

Dortmund: In der Fußball-Bundesliga kommt Vizemeister Dortmund nicht aus dem Tabellenkeller. Gegen Wolfsburg kam der BVB gestern Abend nur zu einem 2:2 und bleibt damit auf dem Relegationsplatz 16. Die übrigen Ergebnisse: Frankfurt - Hertha BSC 4:4 Paderborn - Schalke 1:2 Hoffenheim - Leverkusen 0:1. und Mönchengladbach - Bremen 4:1. Die Hanseaten sind jetzt das neue Schlusslicht in der Tabelle.

Das Wetter in Bayern: Stark bewölkt und zeitweise Regen, Höchstwerte 7 bis 13 Grad

Heute ist es bewölkt und windig, zeitweise regnet es. Es ist sehr mild mit Höchstwerten von 7 bis 13 Grad. Die Aussichten bis zum Wochenende: Auch morgen in Franken zeitweise Regen, südlich der Donau freundlicher und weiter mild. Am Wochenende vereinzelt Schauer und wieder kühler.


20173