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02:30 Die Nachrichten des Bayerischen Rundfunks

Von: BR-Nachrichtenredaktion

Stand: 25.08.2016 02:30 Uhr

Behörde: Zahl der Erdbebenopfer in Mittelitalien steigt auf 159

Rom: Nach dem schschweren Erdbeben in Mittelitalien finden die Bergungsteams in den zerstörten Dörfern immer mehr Opfer unter den Trümmern. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde ist die Zahl der Toten auf mindestens 159 gestiegen. Und es wird die ganze Nacht hindurch nach weiteren Verschütteten gesucht. Das Beben der Stärke 6,0 hat in den Regionen Latium, Marken und Umbrien mehrere Dörfer teilweise zerstört. Viele Menschen verbringen die Nacht in Zelten. Das Kabinett kommt heute zu einer Sondersitzung zusammen, um über den Wiederaufbau zu beraten.

Abzugspläne: Bundeswehr könnte Luftwaffenstützpunkt Incirlik verlassen

Berlin: Die Bundeswehr bereitet offenbar einen möglichen Abzug vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik vor. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, wird geprüft, ob Tornado und Tankflüge nach Jordanien oder Zypern verlegt werden können. Sollte es dazu kommen, müsste auch der Aufklärungseinsatz der Bundeswehr in Syrien unterbrochen werden. Aus dem Verteidigungsministerium heißt es, der Standort Incirlik sei nicht alternativlos. Das Bundestagsmandat für den Einsatz läuft im Dezember aus. Der SPD-Abgeordnete Arnold schloss eine Verlängerung wegen des anhaltenden Besuchsverbots deutscher Abgeordneter in Incirlik aus.

UN-Bericht: Syrische Regierung und IS setzten Chemiewaffen in Syrien ein

New York: Laut einem UN-Bericht sind im syrischen Bürgerkrieg mehrmals Chemiewaffen zum Einsatz gekommen. Das Assad-Regime soll zweimal Chlorgas eingesetzt haben, die Terrormiliz IS benutzte in der Nähe von Aleppo Senfgas. Andere Fälle konnten die Experten nicht sicher zuordnen. Der UN-Sicherheitsrat hatte Syrien schon 2013 dazu aufgefordert, seine chemischen Waffen zu vernichten. In dem Jahr trat das Land auch der Chemiewaffenkonvention bei. Sie verbietet Entwicklung, Herstellung, Besitz, Weitergabe und Einsatz solcher Waffen.

Uni-Angriff: Mindestens ein Toter und viele Verletzte in Kabul

Kabul: Bei einem Angriff mutmaßlicher Taliban-Kämpfer auf die Amerikanische Universität in der afghanischen Hauptstadt ist mindestens ein Mensch getötet worden. Etwa 22 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. Die Angreifer hatten am Tor der Universität offenbar eine Autobombe gezündet und waren so auf das gut gesicherte Gelände vorgedrungen. Dort verschanzten sie sich und lieferten sich Feuergefechte mit den Sicherheitskräften. Viele Studenten verbarrikadierten sich in ihren Unterrichtsräumen. Afghanische Elitetruppen - unterstützt von US-Soldaten - durchsuchen das Gelände, um möglicherweise noch versteckte Kämpfer zu finden. Weil der Strom ausgefallen ist, gestaltet sich die Aktion schwierig.

Würdigung: Gauck ordnet Staatsakt für verstorbenen Walter Scheel an

Berlin: Zum Gedenken an den gestorbenen früheren Bundespräsidenten Walter Scheel wird es einen Staatsakt geben. Bundespräsident Gauck habe dies angeordnet, hieß es aus dem Bundespräsidialamt. Über Ort und Termin ist noch nichts bekannt. Zuletzt hatte es diese besondere Würdigungen im April für den langjährigen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher gegeben. Scheel starb gestern im Alter 97 Jahren. Führende Politiker würdigten ihn als großen Staatsmann.

Entschädigung: Paris zahlt 400 Millionen Euro für Schließung des AKW Fessenheim

Paris: Die französische Regierung und der Energieversorger EDF haben sich offenbar auf die Höhe einer Entschädigung für die Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheim geeinigt. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, der Betreiber bekomme mindestens 400 Millionen Euro. In einem ersten Schritt würden 100 Millionen Euro ausgezahlt, um die Kosten zu decken, die mit der Stilllegung verbunden sind. Eine weitere, in der Höhe flexible Zahlung solle den Gewinnausfall des Unternehmens ausgleichen. Fessenheim liegt an der Grenze zu Baden-Württemberg. Über die Sicherheit des ältesten noch laufenden Atomkraftwerks Frankreichs gibt es seit langem Streit. Wann es geschlossen wird, ist noch unklar.

Erdähnlicher Planet: Forscher vermelden Durchbruch

London: Astrophysiker haben einen erdähnlichen Planeten entdeckt, der so nahe zu unserer Sonne ist, wie kein anderer Planet dieses Typs zuvor. Das hat die Europäische Südsternwarte jetzt offiziell bestätigt. Demnach könnte es auf dem noch namenlosen Himmelskörper auch flüssiges Wasser geben, was die entscheidende Voraussetzung für die Entstehung von Leben wäre. Auch andere Werte wie Größe oder Oberflächentemperatur scheinen der Erde zu ähneln. Der Planet umkreist den 4,2 Lichtjahre entfernten Stern Proxima Centauri, der zusammen mit Alpha Centauri ein Doppelsternsystem bildet und als direkter Nachbar unseres Sonnensystems gilt.

Champions League: Gladbach ist nach Sieg mit dabei

Mönchengladbach: Borussia Mönchengladbach hat das Ticket für die Gruppenphase der Champions League gelöst. Der Fußball-Bundesligist gewann auch das Play Off-Rückspiel gegen die Young Boys Bern - und zwar mit 6.1. Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen waren schon davor als Teilnehmer gesetzt. Wer gegen wen spielt, entscheidet sich heute Abend in der Auslosung.

Das Wetter in Bayern: In der Nacht klar bei 16 bis 11 Grad

Das Wetter in Bayern: In der Nacht sternenklar bei 16 bis 11 Grad. Am Tage von Frühnebel abgesehen sonnig mit Höchstwerten zwischen 26 und 32 Grad. Die weiteren Aussichten: Bis zum Samstag wenig Änderung.


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