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8 Tipps gegen Vermüllung So produziert ihr weniger Plastikmüll

Meere und Kontinente ersticken in Plastik. Und so gut wie jeder von uns hat seinen Anteil an der Vermüllung. Aber was können wir dagegen tun? Wir haben für euch die besten Tipps gegen unnötigen Plastikverbrauch gesammelt.

Von: Robin Köhler

Stand: 30.08.2019 | Archiv

Grafik: Eine Weltkugel, die eigentlich ein aufblasbarer Plastikball ist. | Bild: BR

Wer einmal die Bilder von einem aufgeschnittenen Walmagen voller Plastikmüll gesehen hat, weiß, dass Plastikmüll ein Problem für Tiere und unsere Umwelt ist. Aber Plastik ist überall – ob als Shampoo-Verpackung, an der Schuhsohle oder als Tragetüte. Das meiste davon nutzen wir nur kurz, bevor es im Müll landet. Laut Umweltbundesamt hat 2016 jeder Deutsche 220 Kilo Verpackungsmüll produziert.

Wer etwas dagegen tun will, muss nicht gleich auf jeglichen Spaß im Leben verzichten. Wir verraten euch, mit welchen Tipps ihr einsteigen und euch langsam steigern könnt.

Tipp 1: Klein anfangen!

Ja, es heißt ZERO Waste. Aber keiner verlangt, dass ihr von heute auf morgen wirklich NULL Müll mehr macht. Für den Anfang lohnt es sich, Einwegprodukte wie Plastikbesteck, Pappbecher und nicht nachfüllbare Feuerzeuge wegzulassen. Ab 2021 sind Strohalme, Trinkbecher und Grillbesteck aus Kunststoff sowieso in der EU verboten.

Auch beim Einkaufen muss es ja nicht gleich der verpackungsfreie Supermarkt sein. Einiges gibt’s auch im Discounter schon aus der Glasflasche oder ganz ohne Verpackung. Perfekt für den Einstieg: Obst und Gemüse ab sofort nur noch ohne zusätzliche Plastikfolien kaufen. Das ist meistens auch im normalen Supermarkt möglich und die besten Verpackungen kommen eh immer noch aus der Natur. Ich sag nur: Bananenschalen?!

Tipp 2: Buy Big mit Großverpackungen!

Viele Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Weizen und Kaffee lassen sich auch in großen Mengen kaufen. Das spart nicht nur Geld, sondern sorgt auch für weniger Einzelverpackungen. Zugegeben: Die günstige 30-Kilogrammpackung Spaghetti ist vielleicht weniger handlich und lässt sich auch nicht in jeder WG-Küche problemlos unterbringen. Dafür hält sich die Packung aber DEUTLICH länger. Und als Bonus lassen sich die Säcke für klassische Retro-Hüpfsack-Contests oder spontane Bastel-Ekstasen wiederverwenden.

Tipp 3: Regional und saisonal Einkaufen!

Wer beim Wochenmarkt oder dem Bauern um die Ecke einkauft, sorgt nicht nur für weniger CO²-Belastung. Schließlich reisen die Hühnereier von der örtlichen Bäuerin und der Saisonspargel vom nächstgelegenen Feld nicht erst um die ganze Welt und strapazieren unzählige Kühlgeräte. Darüber hinaus lässt sich das Essen meistens auch ohne unnötige Verpackungen kaufen. Win-win-win also…

Tipp 4: Selbst kochen statt Fertiggerichte!

Sehen wir der Wahrheit ins Auge: Tiefkühlpizza und 5-Minuten-Terrine wird’s auch in zehn Jahren nicht ohne Verpackungen geben. Das mag Aufback-Gourmets schockieren, kann aber auch der letzte Grund sein, das Kochen endlich wieder selbst in die Hand zu nehmen: also Schürze an, Rotweinflasche auf, Musik aufdrehen und ran an den Herd!

Selbst kochen dauert meistens länger, ist aber in der Regel gesünder und schmeckt (manchmal erst mit etwas Übung) auch besser. Wem das zu viel ist, kann ja gleich für mehrere Tage kochen oder sich auf die simplen Rezepte beschränken. Auch dann fällt deutlich weniger Müll an, wenn man beim Einkauf ein bisschen darauf achtet.

Tipp 5: Regionale Pfandflaschen und wie geil ist bitte Leitungswasser?!

Plastikflaschen sind nach dem Einkauf leicht nach Hause zu tragen, da hört es aber auch schon auf mit den Vorteilen. Milch, Saft und Limonade gibt’s oft auch im Glas, idealerweise sogar als Pfandflasche. Und ganz ehrlich: Wer Cola einmal aus der Glasflasche getrunken hat, will doch nie wieder zurück, oder? Geil ist außerdem Leitungswasser. Es ist sauber, gesund, direkt zu Hause und hat gar, also wirklich GAR keine Verpackung!

Tipp 6: Wenn Müll, dann bitte richtig trennen!

Mülltrennung gibt’s tatsächlich nicht zum Spaß oder weil bunte Mülltonnen einfach lustiger zusammen aussehen. Je sauberer wir trennen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass recycelbare Stoffe tatsächlich auch recycelt werden. Entgegen mancher Gerüchte können nämlich viele Kunststoffe wirklich ein zweites Leben erfahren, zum Beispiel, wenn aus der alten Käseverpackung eine Polyester-Jacke oder Gießkanne wird.

Deshalb in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne nur werfen, was da auch reingehört: Neben Plastiktüten, Folien und Getränkekartons sind das auch Tuben und Konservendosen aus Weißblech und Aluminium. Wer bei sich um die Ecke Wertstofftonnen stehen hat, kann sogar noch weniger falsch machen. Also einfach mal informieren, nach welchem System bei euch getrennt wird.

Außerdem macht es Sinn, verschiedene Materialien vor dem Wegschmeißen zu trennen, selbst wenn beides in den gelben Sack gehört: Die Sortieranlage kann den Aluminiumdeckel vom Joghurtbecher aus Plastik nicht mehr selbst abmachen, deswegen helft ihnen für das beste Recycling-Erlebnis!

Tipp 7: Immer noch nicht genug? Dann schau mal nach "Zero Waste"-Produkten!

Okay, ihr habt wirklich Bock den Planeten zu retten, oder? Wer Profi werden will, kann sich gerne noch weiter Richtung "Zero Waste" bewegen. Klassiker wie Haarseife, Zahnputztabletten und Zahnbürsten aus Holz gibt es manchmal schon in normalen Drogeriemärkten. In vielen größeren Städten bieten auch verpackungsfreie Supermärkte die ganze Palette an plastiklosen Alltagsgegenständen. Und noch ein Profitipp: Wer Putz- und Waschmittel einfach mal selber macht, spart nicht nur Geld, sondern noch mehr Müll.

Tipp 8: Mach dir keinen Druck und hab Spaß!

Kein Stress! Klar ist Plastikmüll scheiße für die Umwelt, aber ihr müsst ja nicht alleine die Welt retten. Schokolade ist zum Beispiel super schwer ohne Verpackung zu kaufen und wie scheiße wäre bitte ein Leben ohne Schokolade?! Deshalb: Die eine oder andere Verpackung ist immer okay. Vor allem, wenn es die Motivation zum Müllsparen hochhält.

Sendung: PULS am 31.08.2019 - ab 18 Uhr.