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Ruhmeshalle Weezer - The Blue Album

Herzzerreißend schöne Lieder mit einer Klarheit und Inbrunst vorgetragen, wie es bis dahin nur die Beach Boys hinbekommen hatten: Das ist das "Blaue Album" von Weezer.

Stand: 16.06.2008 | Archiv

Weezer | Bild: Sean Murphy

Wer will nicht so sein wie Rivers Cuomo: ein Bein zu kurz, ziemlich klein, Brille, für's Highschool Football Team selbst als Wasserträger untauglich. Und dennoch der absolute Mädchenschwarm. Nicht, weil er der muskulöse Sunnyboy ist und bei der Verbindungsparty die meisten Biere ext. Nein! Er schreibt Lieder.


Westcoast 1993: Ric Ocasek, Mastermind der New-Wave-Legende The Cars, zerrt fünf Nerds aus irgendeiner mit Kiss-Postern tapezierten Garage ins Electric Ladyland Studio nach New York. Und produziert mit ihnen sofort ein Jahrhundertwerk. Zehn wundervolle Songs, absolut lagerfeuertauglich, aber gepusht und getragen von den feistesten Gitarrenbrettern, die damals möglich waren. Pathetisch, witzig, wild, harmonisch.

Werbedeal, Musikvideo, Welthit

Weezer - The Blue Album (Cover)

Beatelesker Pop küsst Punk. College Rock, der so leicht und so gewaltig rollt wie die ultimative Welle. La ultima ola! Ein Video-Clip von Starregisseur Spike Jonze und eine Platzierung auf der CD-Rom zum brandneuen Betriebssystem eines weltweit agierenden Softwareunternehmens öffnet für Weezer alle Fenster. Die Single "Buddy Holly" wird zum Welthit und die dazu passende Hornbrille erlebt eine Renaissance.

Wir sind alle ein bisschen Weezer

Frontmann Rivers Cuomo wird zum Idol einer ganzen Generation von Nerds, Rockern, Gewinnern und Verlierern, in Amerika, Europa und Asien. Hört man das so genannte "Blaue Album" von Weezer, dann spürt man die Sonne auf der Haut. Man hört die Brandung an die kalifornische Küste rumsen. Freiheit und Lebensfreude. Und fühlt trotzdem die Zerrissenheit eines Sängers und Songwriters, der wohlmöglich seine Musik weit mehr liebt als sich selbst. Und damit sind wir alle ein bisschen Weezer.


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