06:51 Uhr Gimme Banks

Jetzt Song 32 Noname

Info Noname ist keine gewöhnliche Rapperin: Sie gibt kaum Interviews, ist ein Social-Media-Muffel und dreht nie Musikvideos. Jedem Plattenlabel hat sie einen Korb gegeben. Ihr Album "Room 25" (2018) ist mit Live-Auftritten finanziert.

07:01 Uhr Wetter PULS

Video-Roundup im Mai Die fünf besten Musikvideos aus Bayern

Eigentlich sind es diesen Monat nur viereinhalb Videos aus Bayern. Gurr, zur Hälfte aus Berlin, versauen uns den Schnitt. Dafür gibt sonst es alles zu sehen, was ihr diesen Sommer braucht!

Von: Matthias Scherer / Lili Ruge

Stand: 04.06.2018 | Archiv

EBOW – Queer Voguing Project

Sehen: Eine queere Crew, die tanzt was das Zeug hält – auf Hausdächern und in verlassenen Industriebauten. Choreographiert wurde das Ganze von der Wiener Tänzerin Karin Chen nach dem Vorbild der Voguing-Bewegung, einer Tanzart die von afroamerikanischen Drag-Queens erfunden wurde und durch Madonnas Song "Vogue" Anfang der 90er ihren Weg in den Mainstream fand.  Die Moves liegen irgendwo zwischen Club-Shakerei und moderner Kunstperformance.

Hören: Ebows Tracks “Punani Power” und “Bad Lan” von ihrem letzten, unbedingt anhörenswerten Album “Komplexität”.

Fragen: Gibt es irgendwo Voguing-Kurse?

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LAKEDAIMON – Walking on porcelain

Sehen: Sänger Jo, wie er, fly as fuck gekleidet, durchs Münchner Bahnhofsviertel spaziert, raucht, einsam auf einer Bank Mundharmonika spielt, und sich schließlich in den Menschenmassen auf einem Frühlingsfest verliert.

Hören: Eine wabernde, melancholische Nachtschwärmer-Ballade: "I have to find you / But I’m falling behind again". Schnüff. Ach ja, ein schmooves Trompeten-Solo gibt’s auch noch.

Fragen: Was passiert bitte in dem Table-Dance-Club, in den es Jo auf seinem Spaziergang verschlägt?

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Ringlstetter, Dicht & Ergreifend, Maniac, Rekless, Monaco F, BBou, Liquid - Fürchtet euch nicht


 

Sehen: Eine Schwarz-Weiß-Session mit Dicht&Ergreifend, Maniac, Rekless, Monaco, F, BBou und Liquid. Wo bei solchen Jams normalerweise nur ein Mikrophon ästhetisch arrangiert in einem Raum steht, ist hier ne ganze Band dabei. Nämlich die von dem Fernseh-Moderator Ringlstetter.

Hören: Gute-Laune-Gstanzl-Beats und deftige Texte zum Thema Angst. Ob nun vom Zahnarzt oder einem neuen bayerischen Überwachungsstaat. In die Hook singt Ringlstetter mit Rap-Support von Maniac.

Fragen: Und wenn ich trotzdem Monstern unter meinem Bett habe?

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Gurr - Hot Summer

Sehen: Die schönste Visualisierung von hitzebedingter Lethargie des Jahres, die gegen Mitte des Videos in immer irrer werdenden Bilder ausartet. Dabei wären schon die absoluten #goal Outfits von Andreya und Laura Lee ein Grund, das Video mindestens zehn Mal zu gucken. Wow.

Hören: Ein Garagen-Rock-Sommerhit inklusive Refrain zum Mitsingen. Eigentlich ist er aber natürlich eher eine Hymne für alle, die bei 30 Grad draußen lieber drinnen den Ventilator anschmeißen. Trotzdem oder gerade deshalb hat der Song Gurr bis ins Neo Magazin Royale gespült.

Fragen: Wer bring mir jetzt ein Eis?

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LUX - Ikigai (prod. by Cap Kendricks)

Sehen: Den Münchner B-Boy K-Hans-K, der einsam im verschneiten Wald an seinen Shaolin-Moves feilt. Alissa Kayser, die einsam in einer anonymen Großstadt unterwegs ist. Und LUX, der uns die Story der beiden erzählt.

Hören: Einen weiteren unfassbaren Cap Kendricks-Kopfnickerbeat und die Raps von LUX, der uns mir nichts dir nichts mit der Frage nach unserem Lebenssinn konfrontiert.

Fragen: Was ist denn nun ein Ikigai?

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Sendung: Plattenbau, 05.06.2018 - ab 19.00 Uhr