Innenminister Herrmann: "Niemand will ab morgen Syrer abschieben"

München: Der bayerische Innenminister Herrmann hat zu einem differenzierten Umgang mit geflüchteten Syrern gemahnt. Für eine Lagebeurteilung sei es noch zu früh, sagte er im Deutschlandfunk. Niemand habe gesagt, "dass morgen mit Abschiebungen begonnen werden sollte". Herrmann sprach sich außerdem dafür aus, jenen eine finanzielle Unterstützung zu geben, die nach Syrien zurückkehren wollen, wenn sich die Lage dort stabilisiert. Auf der anderen Seite seien eine ganze Reihe Geflüchteter in Deutschlands "bestens integriert". Sie hätten einen Arbeitsplatz und würden "dringend gebraucht". Selbstverständlich komme niemand auf die Idee, so jemanden wieder aus dem Land bringen zu wollen, so Herrmann. Hunderttausende waren wegen des Bürgerkriegs in Syrien seit 2011 aus dem Land nach Deutschland geflohen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums leben knapp eine Million Syrerinnen und Syrer in Deutschland.

Sendung: BR24 Nachrichten, 10.12.2024 09:15 Uhr

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