Hochwasserlage im Süden und Osten Bayerns bleibt kritisch
München: Für die Hochwassergebiete in Bayern gibt es nur vereinzelt Entwarnung. Vielerorts ist die Lage weiter kritisch, vor allem entlang der Donau und ihren südlichen Zuflüssen. Betroffen sind etwa Regensburg, Straubing, der Landkreis Deggendorf und Passau. Hier wird der Scheitel im Laufe des Tages erwartet. Entsprechend laufen Vorsichts- und Evakuierungsmaßnahmen. Im Landkreis Rosenheim wurden die Menschen am Abend aufgerufen, zuhause zu bleiben. Es bestehe akute Gefahr für Leib und Leben, hieß es. Rosenheim hatte zuvor als bisher letzte von insgesamt 17 Kommunen in Bayern den Katastrophenfall ausgerufen. Dieser gilt auch für Günzburg in Schwaben, wo an der Donau eine neue Hochwasserwelle registriert wurde. Im nahgelegenen Offingen wurden die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Dort gibt es vermutlich das inzwischen fünfte Hochwasseropfer zu beklagen: Wie die Polizei mitteilte, ist die Suche nach einem vermissten Feuerwehrmann eingestellt worden. Der 22-jährige sei vermutlich ertrunken, hieß es. - Wegen der schweren Überschwemmungen kommt es auch weiterhin zu Störungen im Nah - und Fernverkehr der Bahn - unter anderem beim privaten Anbieter Agilis. Laut einem Sprecher besteht zwischen Regensburg und Neustadt an der Donau nur ein Grundangebot, die weiteren Verbindungen entfallen. Nicht betroffen sind die Strecken Regensburg-Neumarkt sowie Plattling-Sünching.