Hilfsorganisationen beklagen Rekord bei getöteten Mitarbeitern

Genf: Am heutigen Welttag der humanitären Hilfe schlagen Entwicklungsorganisationen Alarm: Laut dem zuständigen UN-Büro wurden im vergangenen Jahr 280 Helfer in 33 Ländern getötet - so viele wie nie zuvor. Die Diakonie Katastrophenhilfe wies daraufhin, dass vor allem der Krieg im Gazastreifen zu einem sprunghaften Anstieg der Opferzahlen geführt hat. Den Preis für die Gewalt gegen Helfer zahlten auch die Menschen in Not, sagte der Leiter der Organisation, Keßler: Im schlimmsten Fall bleibe die Hilfe aus. Auch heuer kamen bereits 172 Beschäftigte von Hilfsorganisationen ums Leben. Die Organisation Care forderte unter anderem ein Ende der Gewalt gegen Nothelfer und konsequente Strafen gegen die Verantwortlichen. Generalsekretär Zentel sprach von einem schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht, jene Menschen ins Visier zu nehmen, die Leben retten.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 19.08.2024 06:00 Uhr

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