Scholz mahnt zur Zurückhaltung in Debatte um Rückführung syrischer Migranten

Berlin: In der Debatte um eine Rückführung von Migranten aus Syrien hat Bundeskanzler Scholz zur Zurückhaltung gemahnt. Die Lage in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes sei noch sehr gefährlich, sagte der Kanzler im "Ersten". Nach seinen Worten geht es darum, dass dort jetzt eine Demokratie entsteht und Menschen unterschiedlicher Religionen gut zusammenleben können. Wenn dies gelinge, würden vielleicht viele Syrer am Wiederaufbau ihres Landes mitwirken wollen. Auch Bayerns Innenminister Herrmann rief zu einem differenzierten Umgang mit Migranten aus Syrien auf. Dem BR sagte der CSU-Politiker, niemand käme auf die Idee, jemanden, der schon selbstständig geworden sei und einen Arbeitsplatz habe, wieder aus dem Land zu bringen. Wenn sich in Syrien die Lage aber stabil entwickle, sei es richtig, Menschen auch finanziell dabei zu helfen, in ihre Heimat zurückzukehren.

Sendung: BR24 Nachrichten, 10.12.2024 20:30 Uhr

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