Friedensnobelpreis geht an japanische Anti-Atomwaffenorganisation

Oslo: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an eine japanische Anti-Atomwaffenorganisation. Ihr Name ist Nihon Hidankyo. Gegründet wurde die Gruppe von Überlebenden der Atomwaffen-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Sie setzen sich für eine Welt ohne Nuklearwaffen ein. Laut dem Nobelkomitee hat Nihon Hidankyo in Japan Augenzeugen-Berichte über die Folgen des US-Einsatzes zusammengetragen. Der Komitee-Sprecher würdigte die Sammlung und sprach von einer Kultur der Erinnerung. Er unterstrich, dass Atomwaffen heutzutage wesentlich mehr Zerstörungskraft haben als vor 79 Jahren. Sie könnten die Zivilisation auslöschen. Er nannte es alarmierend, dass das Tabu zum Einsatz solcher Waffen immer mehr unter Druck gerate.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 11.10.2024 12:00 Uhr

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