Experten warnen nach Brückeneinsturz vor maroder Infrastruktur

Dresden: Nach dem Teil-Einsturz der Carolabrücke in Dresden wächst die Kritik am Zustand von Straßen, Schienen und Brücken in Deutschland. Der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Hüter, sagte in den Tagesthemen, das Infrastrukturproblem sei "grandios". Er spricht von 20-jährigen Unterlassungen. Viele der Infrastruktureinrichtungen seien von Mitte der 60er bis Mitte der 80er Jahre gebaut worden. Der Verkehr habe sich auf der Schiene seither verdoppelt, auf den Straßen um 40 Prozent zugenommen. Darauf sei nie reagiert worden. Verkehrsminister Wissing hatte erklärt, an dieser Brücke sehe man, wie gefährlich es ist, wenn in Infrastruktur nicht sorgfältig investiert wird. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Lange fordert eine Infrastrukturoffensive.

Sendung: BR24 Nachrichten, 12.09.2024 01:00 Uhr

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