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Medientage München 2016 BR präsentiert neues Antennenfernsehen DVB-T2 HD

Mehr Programmvielfalt und hochauflösende Fernsehbilder auch über Antenne – das bietet der neue Standard DVB-T2 HD. Ab 29. März 2017 geht das neue Antennenfern-sehen bundesweit in den Regelbetrieb. Auf den Medientagen in München, die morgen starten, informiert der BR rund um DVB-T2 HD: Was ändert sich, wer ist betroffen und was ist nötig, um das neue HD-Fernsehen empfangen zu können?

Stand: 24.10.2016

DVB-T2 HD-Flyer auf dem BR-Stand auf den Medientagen München 2016 | Bild: BR/Philipp Kimmelzwinger

Am 29. März 2017 wird das neue digitale Antennenfernsehen in vielen Regionen Bayerns auf Sendung gehen. Es löst das bisherige System "DVB-T“ ab und startet zuerst in den großen bayerischen Ballungsräumen München und Nürnberg sowie in Teilen Südbayerns und Mittelfrankens.

Ab diesem Zeitpunkt werden 16 öffentlich-rechtliche Programme zukunftsweisend in Full HD 1080p50 über Antenne frei empfangbar sein. Hinzukommen verschlüsselte HD-Programme der Privaten, die gegen eine Servicegebühr bei FreenetTV empfangbar sind.

Gemeinsam mit allen deutschen Fernsehsendern ist eine großangelegte Informationskampagne zu DVB-T2 HD angelaufen, um rechtzeitig über die bevorstehende Umstellung zu informieren: Zuschauerinnen und Zuschauer mit DVB-T-Receiver erhalten in den Fernsehprogrammen Hinweiseinblendungen zum Umstellungstermin und finden weiterführende Informationen zum Programmangebot und zum Empfang im Videotext und im Internet. Mit Hilfe des online verfügbaren DVB-T2 HD Empfangscheck lässt sich prüfen, welche Regionen als erstes betroffen sind. Von 25.-27.10.2016 ist DVB-T2 HD auch auf den Münchner Medientagen ein Schwerpunkt-Thema am BR-Stand und bei weiteren Ausstellern.

Öffentlich-Rechtliche Programme über DVB-T2 HD in Bayern ab 29.3.2017
ARD-BouquetZDF-BouqetBR-Bouqet
Das Erste HDZDF HDBR Süd/Nord HD (*)
*Splitting während der Regionalzeit
arte HDzdf-neo HDSWR HD
Phoenix HDKi.Ka HDhr HD
One HD3sat HDMDR HD
tagesschau 24 HDzdf info HDARD-alpha HD
rbb HD (**)
** nicht in der Regionalzeit BR Fernsehen

Die öffentlich-rechtlichen Programme werden allesamt kostenfrei und unverschlüsselt mit jedem DVB-T2 HD tauglichen Receiver zu sehen sein. Private HD-Programme können nach dem Start des Regelbetriebs nur mit geeigneten Empfangsgeräten und gegen eine zusätzliche Service-Gebühr empfangen werden. Nach der Umstellung funktioniert Fernsehen über Antenne nur noch mit den neuen DVB-T2 Empfängern. Mit den bisherigen DVB-T Empfängern bleibt der Bildschirm schwarz.

Die Umstellung auf den bereits in vielen europäischen Ländern eingesetzten DVB-T2 Standard ist notwendig, da die Bundesregierung entschieden hat, das 700 MHz- Frequenzband, das bislang von DVB-T genutzt wird, zugunsten des Mobilfunks zu räumen.

Grünes DVB-T2 HD Logo

Für den Empfang sind neue Empfangsgeräte erforderlich, die DVB-T2 und gleichzeitig die HEVC Videocodierung unterstützen - alte DVB-T-Empfänger und -Fernseher können das nicht. Zur leichteren Orientierung sollten Zuschauerinnen und Zuschauer beim Kauf auf das grüne DVB-T2 HD Logo achten. Geräte mit dieser Kennzeichnung sind in der Lage, alle in Deutschland verbreiteten Programme zu empfangen oder sich dafür nachrüsten zu lassen. 

In Bayern wird auf den neuen Standard schrittweise umgestellt. Am 29. März 2017 starten die öffentlich-rechtlichen Programmbouquets an den Standorten München / Olympiaturm, Wendelstein, Nürnberg, Dillberg und Büttelberg (keine Ausstrahlung des ZDF-Bouquets am Sender Büttelberg). Gleichzeitig endet dort die Verbreitung von DVB-T. Ab Herbst kommenden Jahres ist Unterfranken mit den Sendern Würzburg, Kreuzberg und Pfaffenberg an der Reihe. Alle weiteren Regionen folgen 2018 und 2019.

Schon jetzt ist DVB-T2 HD mit sechs HD-Programmen, darunter Das Erste HD und ZDF HD sowie einige Privat-Programmen, in München, Nürnberg und Teilen Südbayerns im Rahmen einer Testphase auf Sendung.

Gründe für den Umstieg

Für das Antennenfernsehen stehen in Zukunft weniger Frequenzen zur Verfügung. Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, schnelles Internet über Mobilfunk in vielen weiteren Regionen Deutschlands zur Verfügung zu stellen. Deshalb müssen alle Frequenzen über 700 MHz, auf denen bisher DVB-T gesendet wurde, bis Mitte 2019 geräumt werden.

Um das Antennenfernsehen in die Zukunft zu führen und den heutigen Qualitätsansprüchen der Nutzer bei der Bildqualität gerecht zu werden, haben sich alle Fernseh-Programmanbieter dazu entschlossen, das bisherige System auf DVB-T2 HD umzustellen.
Die moderne, sehr effiziente Technik von DVB-T2 in Kombination mit dem Videoformat HEVC ermöglicht – trotz des Verlusts von Frequenzen – ein attraktives und umfangreicheres Fernsehangebot in Full HD über Antenne. Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Empfangswegen, wie Kabel und Satellit, ist der mobile Empfang.


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