Das digitale Antennenfernsehen in Bayern
Die drahtlose terrestrische Übertragung war der erste und über Jahrzehnte auch der einzige Verbreitungsweg für Fernsehsignale. Erst in den 1980er-Jahren kamen Kabel und Satellit als alternative Empfangswege dazu und holten immer mehr Zuschauer weg vom klassischen Antennenempfang.
Durch den Umstieg von der analogen auf die digitale Übertragungsnorm DVB-T (Digital Video Broadcasting-Terrestrial) in Deutschland bleibt das Antennenfernsehen auch für die Zukunft als attraktive Empfangsalternative erhalten: Pro Fernsehkanal können jetzt nicht mehr nur ein Programm, sondern drei bis vier Mal so viele übertragen werden.
Flexiblere Nutzungsmöglichkeiten
Hinzu kommen flexiblere Nutzungsmöglichkeiten durch portablen und mobilen Empfang von Fernsehprogrammen in ausgewiesenen Versorgungsgebieten. Auch sind außer den TV-Programmen zusätzlich Dienste anderer Art möglich. Mit der Umstellung der letzten Grundnetzsender auf DVB-T in Bayern ging im November 2008 die 50-jährige Ära des analogen Antennenfernsehens zu Ende - zwei Jahre früher als von der Politik gefordert.
DVB-T in Bayern
Für über 90 Prozent der bayerischen Bevölkerung ist ein kostengünstiger digitaler Fernsehempfang über Dachantenne realisiert, dabei reicht für über 70 Prozent bereits eine kleine Außenantenne aus. In Sendernähe genügt in der Regel eine einfache Zimmerantenne. Neben einer Antenne ist ein Zusatzgerät (Set-Top-Box) für den DVB-T-Empfang erforderlich. Viele neue Fernseher und tragbare Geräte verfügen standardmäßig über einen eingebauten DVB-T-Empfänger.
Ein Dutzend öffentlich-rechtliche Programme
Zwölf öffentlich-rechtliche Programme bieten der BR und das ZDF in jeder bayerischen DVB-T-Region an. Die privaten TV-Anbieter verbreiten ihr Programmangebot dagegen nur über die Sender Wendelstein, München Olympiaturm und Nürnberg Funkturm. Der Umstieg von analog auf digital terrestrisch wurde in Bayern in dreieinhalb Jahren geschafft: Am 30. Mai 2005 fiel der Startschuss für die Regionen München/Südbayern und Nürnberg. Am 25. November 2008 ging der letzte analoge Grundnetzsender vom Netz. Am 4. November 2009 wurden schließlich die beiden letzten noch verbliebenen analogen Füllsendern stillgelegt. Die Ära der analogen terrestrischen TV-Ära in Bayern ist beendet.

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