Franken - Zeitgeschichte


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Über Nürnbergs Nazi-Vergangenheit

Von: Frank Staudenmayer

Stand: 14.09.2010 | Archiv

Dokumentationszentrum Nürnberg  | Bild: BR

Als Stadt der Reichsparteitage, der "Rassengesetze" von 1935 und der Nürnberger Prozesse nach dem Zweiten Weltkrieg sieht sich Nürnberg wie nur wenige andere deutsche Städte mit dem Erbe des Nationalsozialismus konfrontiert. Lange Zeit wusste man nicht so recht, wie man mit der historischen Last umgehen soll. Am Ende einer Jahrzehnte andauernden Diskussion stand die Eröffnung des Dokumentationszentrums auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände im Herbst 2001.

Eine Frau steht vor einem großformatigen Foto von Adolf Hitler auf dem Reichsparteitag | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie mit Informationen Reichsparteitagsgelände Zehn Jahre Dokumentationszentrum

Jahrzehnte lang überließ Nürnberg das braune Erbe am Rande der Stadt sich selbst und der Natur. Erst 1997 beschloss der Stadtrat die Errichtung des "Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände". Nun wird es zehn Jahre alt. [mehr]

Reichsparteitagsgelände mit Zeppelintribüne um 1937 | Bild: Museen der Stadt Nürnberg zum Artikel Vom Park bis zur US-Army Die Geschichte des Reichsparteitagsgeländes

Schon bevor die NSDAP den Luitpoldhain für ihre Zwecke entdeckte, war die Parkanlage ein beliebter Versammlungsort für politische Kundgebungen - beispielsweise der SPD. [mehr]

Lichtdom am Zeppelinfeld, 10.09.1937 | Bild: Museen der Stadt Nürnberg zum Artikel Nazi-Deutschland Nürnberg - Stadt der Reichsparteitage

Nürnberg war in den zwanziger Jahren eine Hochburg der Sozialdemokratie. Dennoch konnten die Nazis hier früh Fuß fassen - auch, weil die örtliche Polizeibehörde der NSDAP wohlwollend gegenüber stand. [mehr]

"Caesar" bei einer Anhörung in Washington | Bild: picture-alliance/dpa zum Thema Menschenrechtspreis Nürnberg Auszeichnung für Kampf gegen die Todesmaschinerie

Seit 20 Jahren stiftet Nürnberg den Internationalen Menschenrechtspreis. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird seit 1995 alle zwei Jahre vergeben – an Menschen, die gegen Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz kämpfen. [mehr]


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