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Interview // Wakeboarder Nico von Lerchenfeld "Plötzlich ist eine zwei Meter hohe Wand vor mir"

Nico von Lerchenfeld wagt etwas, das vor ihm noch niemand versucht hat: Er will in den künstliche Wellen eines Wave Pools wakeboarden und einen Actionclip für den YouTube Channel TEAM PLAYGROUND drehen. Fast geht es schief.

Von: Julia Schweinberger & Katharina Kestler

Stand: 26.10.2017 | Archiv

Wakeboarder sind eigentlich nicht in Wellen unterwegs. Sie benötigen einen Lift oder eine Seilwinde, die sie zieht. So etwas im Meer zu installieren – ein Ding der Unmöglichkeit. Für sein Vorhaben für den TEAM PLAYGROUND YouTube Channel einen fetten Wakeboard-Actionclip in Wellen zu drehen, ist Nico von Lerchenfeld deshalb ins Surf Snowdonia  nach Wales gereist, ein Surf Park in Wales, in dem Wellen von Maschinen erzeugt werden. Für das waghalsige Vorhaben musste ein so genanntes System 2.0, eine extra Liftanlage aufgebaut werden, um Nico durch die Wellen zu ziehen.

Wie war es das erste Mal auf dem Wasser?

Nico von Lerchenfeld: Wenn die Welle auf einen zurollt, denkt man sich schon: Wow, krass. Die ist ja riesig. Plötzlich ist da eine zwei Meter hohe Wand vor mir – das ist schon ungewohnt.  Aber als ich mich etwas eingefahren hatte und die ersten Turns geklappt haben, da hat es einfach nur mega viel Spaß gemacht. 

Ziel des Projekts war es, einen  fetten  Actionclip zu drehen. Wie schwer war das?

Ziemlich schwer. Vor allem, weil wir krass viel Pech hatten. Es fing an mit meinem Sturz. Ich wollte einen Wallride machen, aber mein Board verfing sich in einem Zaun, ich machte einen Überschlag und knallte mit dem Kopf auf eine Stange. Das war nicht ohne. Mein Brett war hinüber und ich hatte eine Platzwunde, die ich im Krankenhaus nähen lassen musste.

Das klingt heftig. Hast du da überlegt, das Projekt abzublasen?

Klar, ich habe mich gefragt: Warum mache ich das eigentlich? Ich war in Wales mit meiner Freundin und unserem kleinen Sohn Nalu. Jetzt als Papa habe ich ja eine ganz andere Verantwortung. Wenn ich mir vorstelle, was hätte passieren können... Vor der Session habe ich kurz überlegt, ob ich den Helm überhaupt aufsetzen soll. Ich dachte, ich fahre eh' nur über Wasser und mach' keine Tricks.

Gut, dass du den Helm aufhattest. Wie ging es dann weiter mit dem Projekt?

Unsere Pechsträhne hat leider nicht aufgehört. Erst mein Crash. Dann erwischt meinen Sohn der Norovirus. Wir mussten mit ihm ins Krankenhaus, weil er so dehydriert war. Da haben wir uns echt krasse Sorgen gemacht. Und dann plötzlich wurde ich krank und drei unserer Kameraleute ebenfalls. So schief laufen kann es fast eigentlich gar nicht.

Trotzdem habt ihr es geschafft.  Es ist ein fetter Actionclip entstanden. Wie gefällt er dir?

Ich bin super happy und dankbar, dass das ganze Team so angepackt hat. Wir haben etwas geschafft, dass man noch nie gesehen hat. Das Video ist superschön geworden.  Vielleicht motiviert es ja auch den ein oder anderen selbst aufs Wasser zu gehen. Denn dieses Gefühl, mit dem Wasser zu spielen, auf einer Welle zu surfen – das ist einfach unbeschreiblich.

Sendung: Filter, 26. Oktober 2017 - ab 15 Uhr.