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15:11 Uhr Blackout RIN


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Vorbild U.S.-Rap Das ist Trap Rap – und so kam er nach Deutschland

Trap gibt es im U.S.-Rap seit 2003. Doch erst seit kurzem flowen sich die Money Boys und Flers durch ratternde Snare-Rolls und dröhnenden Bässe. Zuerst waren es nämlich Blogs und Clubs, die den Sound nach Deutschland brachten.

Von: Vanessa Patrick

Stand: 07.10.2016 | Archiv

Traprap | Bild: BR

Der Signature Song:

Der Style:

Bei Trap-Rap geht es vor allem um den Beat: Ein schleppender Bass in düster-aggressiver Atmosphäre, stotternde Hi-Hats und ratternde Snare Rolls. Entstanden ist Trap in den Südstaaten der USA, der Region für neue Styles und Genres.

Der Ursprung:

Schon in den 90ern hat DJ Screw die Basis für Trap gelegt, indem er bei Remixen das Tempo auf 60-70 BpM verlangsamt hat. Vielleicht hatte das etwas mit seiner Lieblingsdroge Codein-Hustensaft zu tun, die vor allem in Houston auf Parties konsumiert worden ist. 2003 fängt Rapper T.I. dieses Lebensgefühl ein und gibt mit seinem Album "Trap Muzik" dem Genre schon früh einen Namen. Die "trap", zu Deutsch "Falle", ist der Ort, wo Drogen hergestellt werden und anschließend ihren Besitzer wechseln. Auf "Be Easy" kann man schon die ersten stotternden Hi-Hats entdecken.

Die Diry-South-Kollegen Young Jeezy und Gucci Mane verbreiteten wenig später das Lebensgefühl der "trap" in die Clubs von ganz Florida.

Der Mainstream:

Lil Wayne und Gucci Mane haben mit ihren gefühlt tausend Trap-Mixtapes dem Genre den Weg geebnet. Aber erst Gucci Manes Sprössling Waka Flocka Flame schafft mit seinem Debüt "Flockaveli" den Prototypen für alle heutigen Trap-Produktionen. Vor allem der Song "Hard In Da Paint" ist wie eine Bombe eingeschlagen und hat Waka Flocka Flame 2010 zum internationalen Trap-Phänomen gemacht.

Der Trend ist 2012 in Deutschland angekommen, weil:

... heimische Blogs und Clubs den Trap so langsam auf dem Radar bekommen haben. In dieser Zeit beginnt vor allem Fler sich für das Genre zu interessieren, das – seiner Meinung nach – im Deutschrap bislang fehlt. Kurz darauf baut er den neu aufgeschnappten Sound 2012 in sein Album "Blaues Blut" ein.

Den regelrechten Trap-Wahn löste aber erst 2013 der Über-Hit "Harlem Shake" aus. Kurze Zeit später stellte Money Boy richtigerweise fest: Die Trap ist am durchdrehen.

Der kommerzielle Durchbruch in Deutschland hat nicht lange auf sich warten lassen. Rapper Shindy adaptierte den neu entdeckten US-Stil und brachte Trap damit für mehrere Wochen auf Platz eins der deutschen Album-Charts.


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