Franken - Kultur


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Osterschau Schwabach Eine Reise rund ums Ei

Eier, so weit das Auge reicht: Zum Osterfest veranstaltet das Stadtmuseum Schwabach eine Osterschau. Die Ausstellung umfasst rund 10.000 Exponate. Höhepunkte sind ein Fabergé-Ei, Dinosaurier-Eier und ein versteinertes Vogelnest.

Stand: 12.04.2017

Die vielfältige Eiersammlung von volkskundlich bemalten Eiern und Natur-Eiern können Besucher das ganze Jahr bewundern. Sie ist seit ihrer Eröffnung 1987 um weit mehr als das Doppelte angewachsen. Inzwischen zählen 7.000 aufwendig verzierte, bemalte oder vergoldete Eier sowie 3.000 natürlich belassene Eier zu der Sammlung. Auch Exponate wie Post- oder Briefmarken mit Eiermotiven. Zu verdanken hat das Museum seine volkskundliche Sammlung einer Würzburgerin. Martha Heer-Maynollo hatte ihre 2.600 kunstvoll gestalteten und sehr wertvollen Eier dem Stadtmuseum überlassen. Die ältesten Exemplare stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Das Ei als Fruchtbarkeitssymbol

Ostereier aus der Ukraine

Die Vielfalt der Eier zeigt, welchen Stellenwert sie schon lange bei den verschiedenen Völkern besitzen. Das Ei ist in vielen Kulturen ein Symbol der Fruchtbarkeit. So schenkten sich etwa die Chinesen zur Geburt eines Sohnes ein rot bemaltes Ei.
Einer der kostbarsten Schätze ist das "Gorbatschow-Friedens-Ei" von Fabergé. Nur zwei der fünf vorhandenen Prachtexemplare sind weltweit ausgestellt: Gorbatschows persönliches Exemplar im Kreml-Museum in Moskau und das Werksexemplar, das 1993 dem Schwabacher Museum übergeben wurde.

Vom Kolibri zum Elefantenvogel

Eier in der unterschiedlichsten Größe gibt es in Schwabach zu bewundern.

Der naturkundliche Teil der kunterbunten Eiersammlung geht auf den Schwabacher Nadelfabrikanten Karl Wenglein zurück. Der streitbare Gründer des "Weltbunds für Natur- und Vogelschutz" sammelte Vogeleier aller Art. Seine Witwe überließ die Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg der Stadt Schwbach. So sind neben Dinosauriereiern und einem versteinerten Vogelnest auch ein winziges Kolibri-Ei und das riesige Ei eines Elefantenvogels Teil der Sammlung. Der Elefantenvogel ist ein Laufvogel, der auf Madagaskar und vor der Ostküste Afrikas lebte und vor rund 300 Jahren ausgestorben ist.

Vielfältige Osteraktionen für Kinder

Ein schlüpfendes Küken

Das museumspädagogische Team bietet von Karfreitag bis Ostermontag ein buntes Programm für Kinder an. Zu den verschiedenen Programmpunkten, wie zum Beispiel Bastelaktionen, können die Kinder jederzeit hinzukommen. Die Aktionen finden täglich zwischen 14.00 und 17.00 Uhr statt. Die Kinder dürfen natürlich alles, was sie gebastelt haben, mit nach Hause nehmen. In einem Brutkasten schlüpfen das Osterwochenende über Küken, die unter Aufsicht auch gestreichelt werden dürfen.

Ausstellung und Ostermarkt

Von Karfreitag bis Ostermontag können Besucher außerdem auf dem Kusnthandwerkmarkt des Museums Eier und Kunsthandwerk kaufen. Die Ausstellung und der Markt können beide zu den normalen Öffnungszeiten des Museums besucht werden. Zudem ist das Museum in diesem Jahr auch am Dienstag nach Ostern von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.


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Barbara, Sonntag, 16.April, 13:06 Uhr

1. Die goldenen Oster-Eier von Schwabach!

Der Patron der kath. Pfarrkirche von Schwabach ist der Hl. Sebald. Dieser ist angeblich im 8. Jh. mit den Hl. Geschwistern Willibald, Wunibald und Walburga vom Norden in das Frankenland eingewandert und ließ sich bei Nürnberg als Einsiedler nieder. Schon im Jahre 1072 ereigneten sich an seinem Grab, unterhalb der Burg, viele Wunder, weshalb eine Wallfahrt einsetzte und die Kirche oberhalb der Lorenzkirche das Patronat St. Sebald erhielt; auch Schwabach erwählte sich den Hl. Sebald zum Patron. St. Sebald entstammte einem "goldenen Adels-Geschlecht" und wirkte viele Wunder, weshalb er von Papst Martin V. im Jahre 1424 heiliggesprochen wurde. Von diesem "goldenen Heiligen" profitiert bis heute die Stadt Schwabach, denn dort befinden sich bekanntlich die "goldenen Oster-Eier", nämlich die sog. "Gold-Schläger"!