Franken - Kultur


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Bekannte Karfreitagsprozession Der Leidensweg führt durch Lohr

Seit mehr als 400 Jahren ist es Tradition: Am Karfreitag zieht in Lohr am Main eine Prozession durch die Altstadt. Der Leidensweg beginnt um 10.30 Uhr, und auch in diesem Jahr werden wieder Tausende Besucher die Straßen und Gassen säumen.

Stand: 13.04.2017 | Archiv

Rund 600 schwarz gekleidete Männer und Frauen tragen abwechselnd 13 lebensgroße Darstellungen des Leidens und Sterbens Christi durch die Altstadt. Der Zug endet an der Stadtkirche. Die Lohrer Karfreitagsprozession ist eine der letzten und größten ihrer Art in Deutschland. Ein beeindruckendes Schauspiel, das tausende Gläubige ergriffen verfolgen.

Feierlicher Schweigemarsch

Der Kreuzweg - mit Blumen geschmückte Holzpodeste mit den religiösen Figuren darauf - gilt als die letzte vollständig erhaltene Figural-Prozession in Deutschland. In den etwa eineinhalb Stunden verzichten die Lohrer bewusst auf Gebete und Gesänge - nur rhythmische Paukenschläge und Trauerchoräle der Musikkapellen sind während der Prozession zu hören. Der Marsch ist ein Schweigemarsch, erst im Anschluss wird auf dem Kirchplatz gebetet und gesungen.

Im 17. und 18. Jahrhundert war es noch vielerorts üblich, das Heilsgeschehen vom Sündenfall bis zur Auferstehung bei einer Prozession bildlich darzustellen. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die barocken Bilderprozessionen jedoch verboten. Die Lohrer hielten trotzdem an ihrer Tradition fest. Heute hält nicht die Kirche, sondern die Bürgerschaft die Karfreitagsprozession ab.

Handwerker tragen Bildnisse

Die Handwerksinnungen sind jeweils für eine Station zuständig. So tragen zum Beispiel die Schuhmacher die Figur der Geißelung, die Wagner- und Schlosserinnung die Gefangennahme Jesu und die Metzger das Bild "Ecce Homo". Alle Figuren werden von den Männern der Handwerksfamilien getragen - mit einer Ausnahme: Die Pietà, die trauernde Muttergottes mit dem toten Jesus, übernehmen die Frauen.

Zeit zur inneren Einkehr

Die Karfreitagsprozession in Lohr wurde vermutlich von Kapuzinern oder Jesuiten zur Zeit der Gegenreformation eingeführt und 1658 erstmals urkundlich erwähnt. Die Lohrer sehen sie heute nicht als Volksaufzug, sondern wollen damit einen religiösen Brauch pflegen.


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Deinlein Christine, Freitag, 29.März, 10:23 Uhr

1.

Diese Prozession finde ich sehr beeindruckend und möchte sie einmal sehen, falls mein Mann sich mal Zeit nimmt.

  • Antwort von heidi, Sonntag, 29.März, 12:00 Uhr

    Am Karfreitag hat man doch Zeit..........auch ein fleißiger Mann sollte seiner Frau diesen Wunsch erfüllen.
    Frohe Ostern

  • Antwort von Christine, Samstag, 04.April, 16:20 Uhr

    Seit fünfzehn Jahren, 15!, flehe ich meinen Mann an das er mich mal dort hin lässt!
    Doch er hält diese Prozession für "Schmarn" wie er es sagt...

    Deshalb freue ich mich natürlich besonders wenn ich die Bilder im Internet sehen kann!

  • Antwort von Ehefrau, Samstag, 04.April, 22:00 Uhr

    Danke lieber BR.....
    Mein Mann scheint recht zu haben und meine Meinung zählt eben nicht!

    Trotzdem noch mal Danke für die Bilder!

  • Antwort von ich, Freitag, 14.April, 18:03 Uhr

    Sehr geehrte Frau Deinlein,
    sagen Sie Ihrem Mann wenn er Sie liebt dann erfüllt er seiner Frau diesen Wunsch. Es ist doch kein großer Aufwand. Er muss nur wollen. Diesen Wunsch soll er seiner Frau nicht abschlagen. Auch wenn er von dieser Karfreitagsprozession nichts hält soll ihm seine Frau es wert sein ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
    Frohe Ostern verbunden mit dem Wunsch, dass Ihr Mann Sie zur nächsten Karfreitagsprozession begleitet.