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Anlagenmechaniker/-in für Sanitär- und Heizungstechnik Komfort in Bad und Haus

Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik planen, installieren und warten Anlagen und Systeme in der Versorgungstechnik von Gebäuden. Sie arbeiten überwiegend in Installationsbetrieben oder bei Heizungs- und Klimaanlagenbauern.

Stand: 21.05.2012

Anlagenmechaniker haben ein breites Aufgabenspektrum: Bäder sanieren, Solaranlagen aufbauen, Fußbodenheizungen verlegen. Anlagenmechaniker müssen handwerkliches Geschick, Interesse an Technik und Begabung beim Umgang mit Metall mitbringen. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Ausbildungsplätze zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik werden sowohl im Handwerk also auch in der Industrie angeboten. Grundsätzlich schreiben die Bestimmungen keinen bestimmten Schulabschluss vor. Allerdings überwiegen Auszubildende mit Hauptschulabschluss.

Volle Auftragsbücher

Kesselreinigung

Während der Ausbildung vertiefen die Azubis ihre Kenntnisse in mindestens einem der folgenden vier Schwerpunkte: Wassertechnik, Lufttechnik, Umwelttechnik und Wärmetechnik. Immer sauberer, immer energiesparender sollen die Heizungsanlagen werden. Die hohe Energiepreise und Umweltauflagen bescheren Anlagenmechanikern seit Jahren prall gefüllte Auftragsbücher. Düsen erneuen, Brenner reinigen, Ölfilter ersetzen - all das zählt zu den Routineaufgaben für Anlagenmechaniker. Angst vor Dreck, Öl und Staub darf man nicht haben. Dennoch überwiegen die positiven Seiten des Jobs: In kaum in einem anderen Handwerksberuf gibt es so viele verschiedene Facetten und abwechslungsreiche Aufgaben. Und: der Beruf gilt als zukunftssicher.

"Die Noten sind nicht so wichtig wie das persönliche Engagement, aber ein abgeschlossenener Hauptschulabschluss oder qualifizierter Hauptschulabschluss sollte schon vorhanden sein. Dann ein bissel Kreativität, verfroren darf man nicht sein, man ist ja im Winter auf der Baustelle und körperlich gut gebaut - weil man doch manchmal auf der Baustelle schwere Sachen heben muss."

Bernhard Keil, Meister

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Ausbildungsdauer: Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
  • Ausbildungsform: Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Die bundesweit geregelte Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten. Auch eine schulische Ausbildung ist möglich.
  • Prüfung: Die Abschlussprüfung am Ende der Lehrzeit besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Der praktische Teil A besteht aus einer Aufgabe, die einem (fiktiven oder realen) Kundenauftrag entspricht. Sie kann in bis zu 19 Arbeitsstunden durchgeführt werden. Der schriftliche Teil B besteht aus den drei Bereichen Arbeitsplanung, Anlagenanalyse sowie Wirtschafts- und Sozialkunde.
  • Ausbildungsorte: Überwiegend absolvieren Auszubildende ihre Ausbildung in Installationsbetrieben der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Meist sind sie in Werkstätten und Werkhallen und bei Montagearbeiten auf Baustellen tätig, zum Teil auch im Freien. Typische Einsatzgebiete sind Wohn- und Geschäftsgebäude, Betriebsgebäude, Funktionsgebäude und -anlagen, Infrastruktur- sowie auch Industrieanlagen, wo sie versorgungstechnische Anlagen und Systeme installieren, warten und instand halten. Da einige Handwerksbetriebe nicht alle Ausbildungsinhalte vermitteln können, verlagern sie Teile der Ausbildung in andere Betriebe oder auch in überbetriebliche Ausbildungsstätten.
  • Zugang: Grundsätzlich wird - wie bei allen anerkannten, nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung geregelten Ausbildungsberufen - keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung rechtlich vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend angehende Anlagenmechaniker/innen mit Hauptschulabschluss ein.
  • Eignung: Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik brauchen handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und sollten körperlich fit sein.
  • Perspektiven: Energie ist teuer. Deshalb modernisieren immer mehr Bauherren ihre Heizanlagen und investieren in Solaranlagen und Wärmedämmung. Auch im Trend: der altersgerechte Umbau von Bädern. Experten bewerten die Berufsaussichten für engagierte Anlagenmechaniker/innen im Allgemeinen als positiv.
  • Alternativen: Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerin, Mechatroniker/Mechatronikerin für Kältetechnik, Staatlich geprüfter Technischer Assistent/Staatlich geprüfte Technische Assistentin für Gebäudetechnik, Ofen- und Luftheizungsbauer/Ofen- und Luftheizungsbauerin, Rohrleitungsbauer/Rohrleitungsbauerin

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Geschicklichkeit

Anlagenmechaniker ein Händchen im Umgang mit Messinstrumenten und beim Einstellen der Steuersysteme bei Heizungs- und Lüftungsanlagen.

Genauigkeit

Beim Arbeiten mit Öl und Gas können Fehler fatale Folgen haben. Die Anlagenmechaniker stehen dafür gerade, dass alle Arbeiten an der Heizanlage nach Herstellerangaben durchführt werden.

Gefahr

Der Einsatz von Flex, großem Bohrhammer und Schweißgerät - all das ist nicht ohne. Anlagenmechaniker brauchen Geschick im Umgang mit den Maschinen und eine Portion Respekt vor der Gefahr.


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