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Virtual Reality Sexanzug Virtual Reality löst alle unsere Probleme

Der Sex der Zukunft ist gruselig. Ein Clip im Netz bringt gerade alle zum durchdrehen: Ein paar Männer testen da einen Virtual Reality Sexanzug. Trotzdem könnte VR aber einige unserer Probleme lösen.

Von: Anna Bühler

Stand: 08.04.2016 | Archiv

Kaum hat die japanische Firma Tenga ihren neuen Virtual Reality Sex Suit raus gebracht, dreht das Netz völlig durch. Unter dem Titel „Goodbye Real World!“ kursiert seit wenigen Tagen ein Clip im Netz, in dem Männer in den Genuss des VR-Sex-Anzugs namens "Illusion VR“ kommen. Ein junger Proband liegt da, in einem weißen, eng anliegenden Ganzkörper-Anzug. Auf dem Kopf eine Virtual Reality Brille, die ihn an den Sexy Beach entführt. Durch Gurte an Armen und Beinen sollen elektrische Impulse auf die Haut geleitet werden. Ein Gestell ist an seinem Oberkörper befestigt – daran Gummibrüste und ein Gerät, in dem wohl ein Penis Platz hat. Ab hier kann man nur vermuten was passiert, denn sehen kann man "den Akt" in dem Video zum Glück nicht. Man bekommt nur eine Ahnung, wie der Sex der Zukunft aussehen könnte und das ist tatsächlich sehr, sehr gruselig.

Glaubt man den Kommentaren zum Video, sind sich die User auch einig: Der VR-Sex-Suit ist japanischer Quatsch, völlig bescheuert, also so verzweifelt kann ja keiner sein… Funfact: Medienberichten zufolge ist das Wellness-Gimmick bereits ausverkauft.

Doch die kleine VR-Sex-Revolution wirft auch spannende Fragen auf. Bei reddit  fragen sich die User zum Beispiel: Könnte "Illusion VR" illegale Prostitution ausmerzen? Und wenn wir schon dabei sind – könnte Virtual Reality nicht noch mehr gesellschaftliche Probleme lösen? Immerhin: Ansätze gibt es schon.

Wie fühlt sich zum Beispiel eine Psychose an? In der virtuellen Realität kann man dank holländischen Forschern davon zumindest eine Idee bekommen. Im Militär werden schon posttraumatische Belastungsstörungen mithilfe der VR-Technik behandelt und generell zeigen Versuche, wie stark Virtual Reality unser Mitgefühl beeinflussen kann. Ein Beispiel: Bei einem Test waren Probanden, die einen Avatar mit dunklerer Hautfarbe gespielt haben, danach weniger rassistisch eingestellt. VR macht also mehr in unseren Köpfen, als man denkt, sagt auch Jeremy Bailenson, der an der Stanford Uni in den USA zu dem Thema forscht.

Ob der japanische Virtual Reality Sexanzug seine Träger nachhaltig verstört hat, ist nicht bekannt. Aber eine Welt, in der man am Sexy Beach abhängt, kann ja so schlimm nicht sein.


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