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Grüne Mode aus Bayern Korrekte Klamotte

Noch immer schwer zu finden: Ethisch einwandfreie Mode, bei der man auch in Sachen Style keine Kompromisse eingehen muss. Wir haben fünf spannende junge Labels aus Bayern für euch ausgegraben.

Von: Juliane Frisse

Stand: 14.10.2011 | Archiv

Bleed Organic Clothing

Ökologisch und sozial nachhaltige Skate- und Streetwear made in Oberfranken – das ist Bleed. 2009 gründete der Skater Michael Spitzbarth das Boardsport-Label im 9000-Seelen-Ort Helmbrechts. Die kleine aber feine Kollektion von Bleed kommt so gar nicht provinziell daher. Die Labelmacher setzen neben Bio-Baumwolle auf exotische, funktionale Materialien wie die ultraleichte Kapok-Faser oder recyceltes Silber, das dafür sorgt, dass die Klamotten nach schweißtreibender Halfpipe-Action nicht unangenehm müffeln.

Room to Roam

Wenn die Münchner Designerin Akela Stoklas eine neue Kollektion entwirft, lässt sie sich von gefährdeten Naturlandschaften inspirieren. Ihre lässig geschnittenen Klamotten, die sich durch überraschende Drapierungen auszeichnen, sehen trotzdem verdammt urban aus. Für ihre Mode verwendet Stoklas nur zertifizierte Ökomaterialien, produziert wird ausschließlich in Deutschland: Das sorgt für kurze Transportwege und eine prima Klimabilanz. Die sehr stylischen Klamotten sind dadurch auch nicht ganz billig.

Minga Berlin

Wer auch mit seinen Strümpfen ein Fashion-Statement setzen möchte, wird bei Minga Berlin fündig. Der Münchner Markus Lukasson hat schon immer gern bunte Socken getragen. Da es die aber fast ausschließlich in der Kinderabteilung mit zumeist ästhetisch fragwürdigen Motiven gab, gründete er vor eineinhalb Jahren sein eigenes Socken-Label. Ökologisch und fair zu produzieren ist für Lukasson, wie er sagt "eine Selbstverständlichkeit", die er gar nicht groß in den Vordergrund rücken möchte. Ob gepixelt, gestreift, oder im unkonventionellen Rautenmuster: Die Socke an sich soll überzeugen.

Inka Koffke

Couturig, aber entspannt und tragbar: So lassen sich die detailverliebten Entwürfe der Modedesignerin und Schneidermeisterin Inka Koffke wohl am besten beschreiben. Die Ingolstädterin verarbeitet edle Materialien wie Batist und Satin und verwendet nur zertifizierte Fasern – für eine Koffke-Klamotte muss man also ein bisschen mehr ausgeben. Bislang gibt‘s von ihr nur was zum Anziehen für die Damenwelt. Eine Herrenkollektion ist aber in Planung.

Thokk Thokk

Fair gehandelte und ökologisch produzierte T-Shirts und Sweater hat das Münchner Label Thokk Thokk im Angebot. Ausgefallene Prints einerseits, designt von Künstlern aus aller Welt und markantes Grafikdesign andererseits, zieren die Baumwoll-Teile. Labelgründer VFX Johow ist eigentlich Schreiner und Möbeldesigner, fing aber vor sechs Jahren an, mit Textilien zu experimentieren. Der Versuch ist geglückt.


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