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Info The Moonband geben sich nicht mit der Realität zufrieden, sie reisen lieber zum Mond oder in tiefe Märchenwälder, vertont mit Mandoline und Slidegitarre. Obendrauf sind die Münchner Experten im Verschmelzen von Widersprüchen.

Fünf Netflix-Alternativen Wieso ihr diese Streamingdienste kennen solltet

Netflix & Chill – kennen wir. Aber was ist mit Crunchyroll & Chill? Oder Pantaflix & Chill? Abseits vom Mainstream gibt's jede Menge Streaming-Dienste, die niemand kennt. Wir stellen fünf vor und machen den Check.

Von: Christian Alt

Stand: 26.07.2017 | Archiv

Streamingdienst Alternativen | Bild: BR

Netflix und Amazon Prime haben inzwischen viele. Manche nutzen noch Sky. Damit sollte es dann aber eigentlich getan sein, oder? Naja, nicht ganz. Gerade in der Nische tummeln sich jede Menge Streaming-Dienste. Diese drei Streaming-Dienste sind komplett unterschiedlich, haben aber eins gemeinsam: Die kennt kein Schwein. Wir haben sie uns genauer angesehen.

Nummer 1: Crunchyroll

Anime-Fans haben's nicht leicht. Neue Animes kommen erst nach langer Wartezeit in Deutschland an und selbst im Internet wird’s schwierig mit neuem Stoff aus Japan. Crunchyroll will das ändern.

Was ist gut?

Crunchyroll hat die neuesten Animes wirklich schnell im Programm. Die Folgen werden direkt am Tag nach der japanischen Ausstrahlung ins Netz gestellt. Hochauflösend und mit Untertiteln. Für einen Zehner im Monat kann man endlos streamen.

Was nervt?

Das Programm. Crunchyroll ist für krasse Anime-Nerds. Einsteigerserien wie Dragon Ball Z oder Death Note fehlen, stattdessen gibt es aktuelle Animes. Für Fans ist das geil, Normalos sind schnell überfordert.

Nummer 2: Blackpills

Blackpills will das grindige Netlix für die Hosentasche sein. Den Dienst gibt es nur als App, im Hochformat soll sich dann ordentlich gegruselt werden.

Denn Blackpills setzt auf Horror, Sex und Gewalt. Momentan gibt es auf Blackpills 16 Mini-Serien im Handyformat. Aber die Macher haben Großes vor. Jede Woche soll hier eine neue Serie starten.

Was ist gut?

Blackpills hat tatsächlich einige tolle Miniserien im Programm. Rund zehn Minuten dauert hier eine Folge. Die hat man schnell mal in einer Arbeitspause weggeguckt. Und viele Serien sind außerordentlich gut besetzt. Sogar James Franco ist dabei. Bisher ist Blackpills komplett kostenlos. 

Was nervt?

Die App. Für richtiges Binge Watching ist der Screen zu klein. Auf dem Fernseher kann man die Serien nämlich nicht schauen. Die App ist unnötig kompliziert - neue Serien entdecken ist schwierig.

Nummer 3: Pantaflix

Pantaflix ist der Streamingdienst von Matthias Schweighöfers Produktionsfirma Pantaleon. Anders als Netflix, Amazon und Co. produziert Pantaflix nichts selbst. Es ist einfach eine Plattform für Filmemacher.

Was ist gut?

Pantaflix ist fair! Während andere Anbieter enge Auflagen machen, gibt Pantaflix 75 % der Einnahmen an die Filmemacher zurück. Auch sind sie einer der wenigen Dienste, die sich voll auf deutsches Kino spezialisiert haben.

Was nervt?

Pantaflix ist kein klassischer Streamingdienst, sondern eine Video-on-Demand-Plattform. Jeder Film - Serien gibt’s keine - muss einzeln gekauft werden, das kann schon mal fünf Euro kosten. Und viele der Filme gibt’s auch auf Amazon.

Nummer 4: Netzkino

Vielleicht habt ihr schon mal einen Film auf Netzkino gesehen, ohne es mitzukriegen. Denn der Streamingdienst kostet nichts und stellt seine Filme nicht nur auf seine eigene Seite, sondern auch werbefinanziert auf YouTube.

Was ist gut?

Netzkino hat inzwischen über 2.500 Filme im Programm - kostenlos. Und klar, es gibt auch ein paar zu Unrecht gefloppte Hollywood-Titel, aber das meiste bei Netzkino ist wirklicher Edel-Trash. Obskure Filme, die sonst nur an der Baumarkt-Kasse stehen. Aber unter all dem Angebot gibt es dann ein paar richtige Perlen.

Was nervt?

Diese Perlen muss man erstmal finden und die Bildqualität schwankt total. Manchmal ist es astreine DVD-Qualität, ein anderes Mal sieht es aus als hätte man 1994 einen TV-Film auf Video aufgenommen. Aber einem geschenkten Gaul schaut man eben nicht ins Maul.

Nummer 5: Filmstruck

Eigentlich gehört Filmstruck nicht in diese Liste. Denn Filmstruck kann man offiziell noch gar nicht in Deutschland nutzen. Aber das Angebot ist so einzigartig, dass es sich lohnt, das mal auszuchecken. Filmstruck ist nämlich das Netflix für Arthouse und Filmklassiker.

Was ist gut?

Hier kann man sich die "Criterion Collection" ansehen, eine Filmsammlung mit den besten Filmen der letzten Jahrzehnte. Das sind Filme, die man sonst nirgendwo bekommt: Französische Nouvelle Vague, italienischer Neorealismus, New Hollywood. Die Filmauswahl ist handverlesen. Wirklichen Schrott findet man hier nicht.

Was nervt?

Bisher gibt es den Dienst nur in den USA. Wer also vor seinen Freunden mit krassem Film-Insiderwissen angeben und sich einmal quer durch die Filmgeschichte bingen will, der braucht ein VPN. Das gibt’s immerhin schon für wenig Geld.

Sendung: Filter, 26.07.2017 - ab 15 Uhr