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Empfang via Kabel Die Kabelnetzbetreiber

Stand: 13.01.2016

Illustration: Abstrahiertes Haus mit Kabelanschluss und Netzgitter im Hintergrund | Bild: BR

Begonnen hatte alles 1982 mit dem damaligen Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling, der Deutschen Bundespost und jeder Menge aufgerissenem Erdreich und Kabelgräben: Deutschland bekam eine neue Infrastruktur für TV und Radio. In den 1990er-Jahren, der großen Privatisierungs-Phase staatlicher Unternehmen wanderte das größte deutsche Kabelnetz in die Hände der Deutschen Telekom. Von dort wurde es Ende 1999 zur Kabel Deutschland GmbH (KDG) ausgelagert, die anfangs noch eine Tochtergesellschaft der Telekom war.

Verkauf des Kabelnetzes

Die Deutsche Telekom musste ihr Kabelnetz aus kartellrechtlichen Gründen aufgrund von Monopolgefahr verkaufen. Das Netz wurde dabei auf drei große Betreiber aufgeteilt: Kabel Deutschland, iesy (später Kabel Baden-Württemberg) und ish (später Unitymedia). Größter Kabelnetzbetreiber blieb dabei Kabel Deutschland, die in Folge allerdings nicht mehr der Deutschen Telekom gehörte, sondern an ein privates Investorenkonsortium verkauft wurde und seit 2010 ein börsennotiertes Unternehmen ist. 2014 wurde der Mobilfunkriese Vodafone Mehrheitseigner von Kabel Deutschland und nimmt jetzt auch die Marke "Kabel Deutschland" ganz vom Markt.

Vodafone betreibt Kabelnetze in 13 Bundesländern, unter anderem in Bayern. Zweitgrößter Kabelnetzbetreiber ist Unitymedia, die inzwischen auch KabelBW übernommen hat und in den übrigen drei Bundesländern das ehemalige Telekom-Kabel betreibt.

Auch kleine Netzbetreiber versorgen Bayern

Durch Zukäufe anderer regionaler Netzbetreiber (u.a. Primacom, Pepcom) ist die Tele Columbus Gruppe mittlerweile als drittgrößter Kabelnetzbetreiber hervorgegangen. Sie betreibt Kabelnetze in verschiedenen Regionen Deutschlands, sowie in Ballungsräumen wie München und Nürnberg.

Neben den großen Gesellschaften gibt es auch eine Reihe kleinerer eigenständiger Kabelnetzbetreiber, die selbst für die Programmeinspeisung sorgen. Andere wiederum übernehmen lediglich das Signal von den großen Betreibern und beliefern damit ihre Kunden. Bei welcher Kabelgesellschaft man Kunde ist, lässt sich aus der Kabelrechnung ersehen oder bei der Hausverwaltung erfragen. Dort erfährt man auch, welches Programm auf welchem Kanal zu finden ist.

Informationen zur Programmbelegung

In welcher Kabelanlage unsere Programme auf welchen Fernsehkanälen gesendet werden, kann Ihnen nur der Kabelnetzbetreiber, nicht aber der BR beantworten, denn das ist von Netz zu Netz verschieden. Für die Einspeisung der Programme in sein Netz ist der Kabelnetzbetreiber verantwortlich.

Wer einen Einzelanschluss hat, wendet sich direkt an seine Kabelgesellschaft. Alle anderen sind bei ihrer Hausverwaltung richtig. Programmbelegungen und Frequenzen halten die größeren Kabelgesellschaften im Internet bereit oder können bei den Servicestellen telefonisch abgefragt werden.

Kontakt zu den Kabelnetzbetreibern:

Falls Sie an eine Kabelanlage der großen Kabelgesellschaften angeschlossen sind und Fragen zu den Frequenzen oder Störungen im Kabel haben, finden Sie hier die Nummern:


Vodafone (ehemals Kabel Deutschland)
Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Kundenservice: 0800 / 27 87 000
Technischer Service: 0800 / 52 666 25

Unitymedia
Baden-Württemberg
Kundenservice: 0711 / 548 880 33

Nordrhein-Westfalen und Hessen
Kundenservice: 0221 / 466 190 81

Tele Columbus Gruppe
(bundesweit mit Schwerpunkt Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mechlenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen sowie Lokalangebote in verschiedenen Ballungsräumen)

Kundenservice: 030 / 3388 3000
Technischer Service: 030 / 3388 8000


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