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Empfang via Kabel Fernsehen & Radio im Digitalkabel

Die Kabelnetzbetreiber übernehmen weitgehend das digitale Programmangebot der ARD, darunter die BR-Programme, und speisen es in ihre digitalen Kabelnetze ein. Das gilt zumindest für die TV-Programme in Standardauflösung und trifft teilweise bei den HDTV-Programmen zu.

Stand: 15.12.2017

Illustration: Abstrahiertes Haus mit Kabelanschluss; Fernseher und Radio | Bild: BR

In welchem Umfang die Kabelnetzbetreiber von der Möglichkeit zur Weitersendung der HD-Programme Gebrauch machen werden, entscheiden die Netzbetreiber individuell. Kabelkunden sollten sich daher direkt bei ihrem Betreiber erkundigen.

Digitale Programmvielfalt und hochauflösende Qualität

Mit einem digitalem Kabelreceiver empfängt man über die Kabeldose deutlich mehr Fernseh- und Radioprogramme als mit einem Analogtuner. Die Signale für den Analog- und Digitalempfang werden auf verschiedenen Kanälen übertragen, sind aber über die gleiche Kabeldose abgreifbar.

Viele Flachbildschirme haben einen DVB-C Empfänger bereits eingebaut und sind so für Digitalempfang vorbereitet. Wer dagegen ein älteres Fernsehgerät weiter am Kabelanschluss nutzen möchte, benötigt einen zusätzlichen Kabel-Receiver (Set-Top-Box) für den Digitalempfang. Für die Wiedergabe von Programmen in hochauflösender Qualität (HDTV) müssen Receiver und Fernseher HD-tauglich sein.

Alle ARD- und ZDF-Programme einschließlich ihrer HD-Programme sind in Deutschland immer unverschlüsselt und frei empfangbar – auch im Kabelnetz. Dafür sind weder ein spezieller („Digital“-) Kabelvertrag noch eine Smartcard oder ein zusätzliches Abo erforderlich.

So kommen unsere Programme ins digitale Kabel

Die Kabelnetzbetreiber führen die Programme meist direkt vom Satelliten zu und bereiten sie an ihrer Kopfstation für die Weitersendung in die Kabelanlage auf. In der Regel werden die Signale vom DVB-S/S2-Standard der Satellitenübertragung anschließend in den DVB-C Standard für digitales Kabel gewandelt. Auch die Wandlung in ein analoges Fernsehsignal geschieht an der Kopfstation.

Im Grunde sind aber auch andere Signalverteilungen über eine Hausanlage möglich, zum Beispiel die Durchleitung von Satellitensignalen, von DVB-T/T2-Signalen oder auch IP-Signalen. Das hängt vom Betreiber und seinem Konzept beziehungsweise vom Aufbau der Kopfstelle ab. Zum Empfang sind dann jeweils entsprechende Receiver erforderlich.

Hinweis: Zum Ärger von Kunden und Programmanbietern werden nicht immer alle Signale vollständig eingespeist. So können Zusatzdienste oder auch einzelne Programme fehlen, wenn der Betreiber diese nicht durchleitet.


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