Bayern 2 - Hörspiel und Medienkunst


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Sound - Lecture - Performance

Jan St. Werner | Bild: Yves Krier

Eine Veranstaltungs- und Sendereihe von BR Hörspiel und Medienkunst in Kooperation mit dem Kunstverein München e.V.

Das Studio ist nicht nur ein Aufnahmeraum für Musikstücke, sondern auch eine Experimentalbühne, auf der disparate Elemente neu miteinander verkabelt werden können.

"Ein Schlachtfeld, ohne dass jemals jemand verletzt wird."

Jan St. Werner

So werden Klänge und Geräusche auch im Asymmetrischen Studio mit unterschiedlichsten Mitteln erforscht: In Live Performances sowie in Gesprächen mit Komponisten, Musikwissenschaftlern und Musikern, welche im Kunstverein München e.V. stattfinden und im Anschluss im hör!spiel!art.mix auf Bayern 2 gesendet werden.

Das Asymmetrische Studio 1: transaxélectroacoustique - Konzert

Den Auftakt bildet das Konzert und Radio-Hörstück transaxélectroacoustique, in dem Jan St. Werners abstrakte Kompositionen und die von Black Manual gespielte Percussion-Musik des Candomblé wechselwirken. Die Poetik und Ästhetik der Religion Candomblé wird der Autor und Herausgeber Thomas Knoefel dabei in einem Radiogespräch mit Jan Werner kommentieren.

Das Asymmetrische Studio 2: Helmut Lachenmann - Gespräch

An einem zweiten Abend widmen sich Jan St. Werner und der Komponist Helmut Lachenmann der Reflektion des eigenen Schaffens: Gemeinsam werden sie Schallplatten lauschen und sich über eine Ästhetik des Klangs und Geräuschs austauschen.

Das Asymmetrische Studio 3: Andrey Smirnov - Lecture

An dieses Nachdenken in Wort und Ton schließt eine Lecture des Wissenschaftlers und Künstlers Andrey Smirnov an: Ausgehend von dem Ausstellungs- und Buchprojekt Sound in Z zeichnet er materialreich die bislang nur unzureichend aufgearbeitete Geschichte der elektronischen Musik und akustischen Künste im Russland der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Ein besonderes Augenmerk richtet er dabei auf frühe Musiktechnologien: er berichtet von biomechanischer Klangproduktion, von Geräusch-Orchestern und graphisch gesteuerten Klangsyntheseverfahren.

Das Asymmetrische Studio 4: miscontinuum - Elektronische Oper

Die elektronische Oper miscontinuum, mit einem Libretto von Markus Popp sowie den Musikern Kathy Albercini und Taigen Kawabe, wird als begehbare Soundinstallation in den Räumen des Münchner Kunstvereins zu erleben sein. Zugleich ist sie als erste öffentliche Aufführung eines work-in-progress-Projekts zu verstehen, mit dem Jan St. Werner sich dem Zusammenhang von Zeit und Klang annähert. Auf vielfältige Weise entstehen im Asymmetrischen Studio dabei Wechselwirkungen und Querverbindungen, nicht zuletzt indem die Hörstückproduktion in den öffentlichen (Kunst-)Raum vor Publikum verlegt wird und Genregrenzen der Musik konsequent überschritten werden.

Das Asymmetrische Studio

Eine Sound - Lecture - Performance Reihe von BR Hörspiel und Medienkunst in Kooperation mit dem Kunstverein München e.V.
Von und mit Jan St. Werner

Veranstaltungen
k.m Kunstverein München
Galeriestraße 4, 80539 München
Eintritt frei

  • Montag, 18. März 2013, 20 Uhr
  • Mittwoch, 24. April 2013, 20 Uhr
  • Dienstag, 30. April 2013, 20 Uhr
  • Dienstag, 18. Juni 2013, 20 Uhr

Sendungen
hör!spiel!art.mix Bayern 2

  • Freitag, 22. März 2013, 21.03 Uhr
  • Freitag, 24. Mai 2013, 21.03 Uhr
  • Freitag, 31. Mai 2013, 21.03 Uhr
  • Freitag, 28. Juni 2013, 21.03 Uhr

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