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Gemüse lagern So bleiben Obst und Gemüse länger frisch

Der Trick mit den Pilzen ist einfach, aber efektiv. Worauf Sie noch achten müssen und wie selbst gewaschener Salat lange frisch bleibt.

Stand: 05.10.2017

Obst, Gemüse und Fleisch lagern durcheinander im Kühlschrank | Bild: mauritius-images

Gemüse mit Blättern und Salat lagern

Auch bei Karotten sollten Sie die Blätter entfernen.

Radieschen oder Bundmöhren halten sich länger, wenn Sie vor der Lagerung im Kühlschrank die grünen Blättern entfernen. Der Grund: "Die Blätter entziehen dem Gemüse Feuchtigkeit und Nährstoffe, deshalb verderben sie schneller", sagt Heidrun Schubert, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Frischer Salat sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden, idealerweise gut verpackt. Heidrun Schubert empfiehlt, den Salat zu waschen und zu zupfen und die trockenen Blätter in einem Beutel zu lagern. "Sie können den Salat auch einfach in der geschlossenen Salatschleuder in den Kühlschrank stellen, dann kommt auch kein Sauerstoff dran", sagt Schubert.

Kräuter aufbewahren

Kräuter verwelken in einem feuchten Papiertuch im Kühlschrank weniger schnell. Wenn Ihr Kühlschrank eine "Null-Grad-Zone" hat, ist das der perfekte Platz.

Kartoffeln lagern

Der ideale Platz für Kartoffeln: der Keller.

Die Knollen brauchen Sauerstoff, ideal ist deshalb ein Tontopf mit Löchern. Wer keinen Kartoffeltopf hat, kann auch auf eine perforierte Papiertüte zurückgreifen, durch die Luft an die Kartoffeln kommt. Weil Kartoffeln bei Zimmertemperatur schnell keimen ist ein dunkler und kühler Keller der beste Ort. Der Kühlschrank ist in Wohnungen ohne Keller leider keine Alternative - dort ist es den Knollen deutlich zu kalt.

Die gleichen Bedingungen wie Kartoffeln brauchen auch Knoblauch und Zwiebeln. Für die Lagerung sollten aber jede Sorte ihren eigenen Platz bekommen, die Zwiebeln lassen sonst die Kartoffeln schneller keimen.

Pilze getrennt im Kühlschrank lagern

Pilze sollten immer ohne Plastikverpackung in den Kühlschrank. Lose Pilze können Sie auch in einem sauberen Geschirrtuch aufbewahren. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt Heidrun Schubert von der Verbraucherzentrale die Pilze möglichst getrennt von Blattgemüse aufzubewahren, damit sie nicht dessen Feuchtigkeit aufnehmen.

Äpfel lagern

Sieht hübsch aus, verdirbt aber schneller: eine Obstschale mit Äpfeln.

Auch für Äpfel ist eine Lagerung im Keller perfekt. Wenn das nicht geht, können Sie die Früchte aber auch verpackt im Kühlschrank aufbewahren. "Verpacken Sie die Äpfel luftdicht in einen Gefrierbeutel, so halten sie länger", sagt Heidrun Schubert.

Eine Obstschale mit Äpfel ist dagegen keine gute Idee, die Früchte produzieren das Reifegas Ethylen, durch das andere Früchte schneller altern. Diesen Effekt können Sie aber auch nutzen, indem Sie einen Apfel neben eine harte Avocado oder eine unreife Kiwi legen, um deren Reifungsprozess zu beschleunigen.

Doch nicht nur Äpfel verströmen das Reifegas: Birnen, Pfirsiche, Tomaten und Avocados zum Beispiel auch. Allerdings in verschieden hoher Konzentration. Das ist die Rangliste der wichtigsten Ethylen-Ausscheider:

Auch Avocados lassen anderes Obst schneller verderben.

Sehr stark: Äpfel, Physalis (Kapstachelbeere, Andenbeere), Passionsfrüchte.
Stark: Aprikosen, Avocados, Birnen, Cantaloupe-Melonen, Feigen, Nektarinen, Papayas, Pfirsiche, Pflaumen
Mittel: Bananen, Blaubeeren, Kochbanenen, Mangos, andere Melonensorten, Tomaten

Mangold und Chicorée lagern im feuchten Handtuch

Mangold bleibt im Kühlschrank, in ein feuchtes Küchenhandtuch eingeschlagen, schön frisch.

Spargel sollte man bis zur Verarbeitung in ein feuchtes Küchenhandtuch wickeln und kühl aufbewahren, damit er nicht austrocknet. So kann man ihn auch noch gut einen bis zwei Tage nach dem Einkauf zubereiten. Das kennen wir.

Erstaunlich: Auch Mangold, Feldsalat und Chicorée halten länger, wenn wir sie in ein feuchtes Küchentuch wickeln. Beim Chicorée kommt hinzu, dass der es gerne dunkel hat. Sonst verfärben sich seine Blätter von gelb zu grün. Wichtig: Das Handtuch darf nur leicht feucht sein, muss also sehr gründlich ausgewrungen werden. Denn eines sollte nicht passieren:

"Wenn Wasser im Gemüsefach steht, ist das Nährboden für Schimmel."

Gabriela Tremp von der Verbraucherzentrale Bayern

Nicht jedes Gemüse darf in den Kühlschrank

Tomaten verlieren im Kühlschrank schnell an Geschmack.

Nicht nur Kartoffeln frieren im Kühlschrank. Auch Tomaten, Avocados, Zitronen oder Auberginen mögen wärmere Temperaturen und verlieren bei einer Lagerung im Kühlschrank ihren Geschmack. "Nachtschattengewächse sollten Sie generell nicht im Kühlschrank aufbewahren", empfiehlt Heidrun Schubert. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich auch an der Herkunft des Gemüses orientieren: Alles, was in warmen Regionen wächst, lagert besser außerhalb des Kühlschranks.

Gurken schmecken zwar im Sommer leicht gekühlt besonders gut, die Temperatur im Kühlschrank ist ihnen aber zu niedrig. Ideal wären 12,5 Grad Umgebungstemperatur, zum Beispiel auf der Kellertreppe.

Nicht jedes Obst ist im Kühlschrank gut aufgehoben

Heimisches Obst liebt es kühl, Exoten mögen es warm. Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Heidelbeeren, Weintrauben dürfen in den Kühlschrank. Mangos, Ananas, Bananen und Zitrusfrüchte sind kälteempfindlich und bleiben besser draußen.

Grundsätzlich gilt: Obst und Gemüse nicht zu lange im Kühlschrank lagern, damit es nicht an Geschmack verliert. Angeschnittenes Obst wie zum Beispiel Wassermelone immer abdecken, damit sich keine Keime auf der Oberfläche sammeln können.

Und ist das Obst doch zu reif geworden - nicht wegwerfen, sondern die Rezepte für überreifes Obst ausprobieren.


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