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Doku-Reihe "Unsere zweite Haut" Mode ist mehr als nur Kleidung

Für die einen ist Mode die schönste Nebensache der Welt, für andere überflüssiger Schnickschnack. Wozu brauchen wir sie? Was sagt sie über die gesellschaftlichen Verhältnisse aus? Eine sechsteilige Reihe auf ARD-alpha beschäftigt sich ab 13. Februar mit Stilfragen, Kleiderregeln, Geschlechterrollen sowie Modelabels und Modemärkten.

Stand: 15.01.2016

Dita Scholl in Folge 5 der Mode-Doku "Unsere zweite Haut" | Bild: BR/INTER/AKTION

Alle Folgen und Termine:

Samstag, 13. Februar 2016, 22.00 Uhr
Mode – Warum?

Mode ist eines der augenfälligsten Kommunikationsmittel des Menschen. „Noch bevor wir uns verbal mitteilen, kommunizieren wir über unsere Kleidung, wer wir sind – oder sein wollen“, konstatiert Roland Müller-Neumeister, künstlerischer Leiter der Meisterschule für Mode München. Selbst notorische Modeverweigerer wie Fleecejacken-Fetischisten signalisieren mit ihrer Anti-Mode eine Haltung. Warum sich über Geschmacksfragen, Stil, „Fashionistas“ und „Fashion Victims“ so trefflich diskutieren lässt, erklären unter anderem die Stilikonen Anna Dello Russo,Vivienne Westwood, die Chefredakteurin der deutschen „Vogue“ –Christiane Arp, und die Münchner Top-Designer Johnny Talbot und Adrian Runhof.


Samstag 20. Februar 2016, 22.00 Uhr
Mode und Kleiderregeln

Gibt es in einer Zeit, in der modisch gesehen alles erlaubt scheint, immer noch Regeln, wie wir uns kleiden sollten? Die zweite Folge der Reihe auf ARD-alpha zeigt, wie stark unser Alltag in Beruf und Privatleben noch immer von unausgesprochenen Kleidungsnormen und Dresscodes geprägt ist.

Samstag, 27. Februar 2016, 22.00 Uhr
Mode im Umbruch

Die einzige Konstante in der Mode ist ihr Wandel. Doch was kann die Modewelt heute noch radikal auf den Kopf stellen, wenn ein schnelllebiger Trend den nächsten jagt? Green Fashion aus nachhaltiger Produktion und sogenannte Wearables – Technik am Körper und in der Kleidung – haben momentan das meiste Potenzial, die Modeindustrie umzukrempeln. Ob blinkende LED-Jacken, raffinierte Tech-Couture oder Fasern aus Milch: Der Stoff wird zum Experimentierfeld.

Samstag, 5. März 2016, 22.00 Uhr
Mode und Individualität

Klassische und anlassbezogene Kleiderkonventionen haben in unserer individualisierten Gesellschaft an Bedeutung verloren. Mode ist vielmehr Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, ein Spiel mit der Identität. Auch die Modeindustrie bedient mit neuen Konzepten und Ideen den Drang nach Individualität. Wer sich modisch nicht festlegen möchte, kann Kleider leihen statt sie zu kaufen und sich so immer wieder neu inszenieren. Modeblogger helfen vor allem der jungen Zielgruppe bei der Orientierung im Dschungel der immer mehr werdenden Kollektionen. Was haben Hippies und Punks mit diesen Entwicklungen zu tun? Und woher kommt der Trend zum „Do it yourself“? 

Samstag, 12. März 2016, 22.00 Uhr
Mode und Geschlechterrollen

Über viele Jahrhunderte waren Frauen weitgehend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen und bestenfalls zum schmückenden Beiwerk degradiert, was sich auch in der Kleidung zeigte. Modehistorikerin Gundula Wolter zeichnet die Befreiung des weiblichen Geschlechtes in dieser Hinsicht nach. Indem sich Frauen das Recht erstritten, Hosen zu tragen, ließen sie die oft gesundheitsschädigende, auf jeden Fall aber bewegungshinderliche Kleidung früherer Zeiten hinter sich. Anhand von drei Prototypen – einer Frau, einem Mann und einem androgynen Schauspieler –und ihrer gendertypischen Kleidung spannt die Folge einen Bogen von Marie Antoinette bis zu Conchita Wurst.

Samstag, 19. März, 22.00 Uhr
Mode, Marken und Märkte

Modekampagnen vermitteln Lebensgefühle. Werbung macht aus einfachen Kleidungsstücken „Fashion-Items“, die in Blogs und Magazinen zum „It-Piece“ oder „Must-Have“ ausgerufen werden. Models, „It-Girls“, Bloggerinnen, Filmstars und andere Prominente sind die Zugpferde einer gigantischen Industrie. Welche Rolle spielen die großen Modeketten, die das Bild der Innenstädte prägen und Mode oft zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen? Wie reagiert die Luxusbranche auf den zunehmenden Verteilungsdruck im Modebusiness? Warum lohnt es sich, trotz höherer Kosten in Europa statt in Indien oder China zu produzieren? Die Modeproduzenten Johnny Talbot und Adrian Runhof, die Chefredakteurin der deutschen „Vogue“ –Christiane Arp, Chanel-Modedirektor Bruno Pavlovsky und der Wiener Kulturforscher Bernhard Hainzelmeier nehmen dazu kenntnisreich und witzig Stellung.


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