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Schüler-Start-up "Sociax" Facebook-Konkurrenz made in Germany

Ello hat es versucht, Diaspora auch und Google Plus versucht es immer noch: Alle wollen Facebook Konkurrenz machen. Jetzt starten drei Schüler aus Niedersachsen einen neuen Versuch. Wir haben mit Gründer Lennart Knisch gesprochen.

Von: Christian Orth

Stand: 27.05.2015 | Archiv

Diese Schüler wollen Facebook Konkurrenz machen | Bild: Sociax UG

PULS: Ihr geht alle noch zur Schule. Wie kommt man dann auf die Idee, Facebook den Kampf anzusagen?

Lennart Knisch: Im Vorfeld der CeBIT habe ich vor ein paar Jahren auf Facebook gepostet, dass ich noch Karten suche. Dabei habe ich überhaupt nicht auf die Rechtschreibung geachtet. Zwei Jahre später wollte ich mich für ein Praktikum bewerben, hab meinen Namen gegoogelt und da war dieser Beitrag in den Suchergebnissen ganz oben. Das fand ich nicht ganz so gut. Ich hab versucht, ihn zu löschen. Das hat aber nicht funktioniert. Da kam dann der Punkt, an dem ich mir dachte: Das muss auch anders gehen.

Viele andere soziale Netzwerke haben's bereits probiert: Wie soll "Sociax" es schaffen, eine kritische Masse zu überzeugen?

Wir erwarten von unseren Nutzern nicht, dass sie nur bei "Sociax" aktiv sind. Sie können auch in anderen sozialen Netzwerken registriert sein und dann zu Sociax wechseln, um sich im kleinen Freundeskreis privat zu unterhalten. Wenn sie sich öffentlich verbreiten möchten, können sie das in anderen Netzwerken machen. Unser Fokus liegt darauf, dass man seine realen Freunde in einer virtuellen Community hat.

Aber dazu muss die komplette Friendlist erst einmal zu "Sociax" umziehen. Glaubt ihr, dass das klappt?

Virtuell echte Freunde treffen ist das Ziel von Sociax. Aktuell befindet sich das soziale Netzwerk in der Beta-Phase.

Wir sind da relativ optimistisch. Im Moment bekommen wir sehr viel Feedback, darunter auch viel Positives. Irgendwann ist man ja auch einmal Facebook beigetreten, weil die Freunde das hatten. Daran müssen wir arbeiten, also Werbung machen und Investoren kriegen. Aber erst einmal liegt unser Fokus darauf, "Sociax" zu optimieren. Wir sind jetzt noch in der Beta-Phase und müssen da auch noch einiges aufarbeiten und dann können wir noch darüber nachdenken, wie wir Sociax noch besser vermarkten können.

Du sprichst von Werbung - dabei soll "Sociax" doch werbefrei sein, oder?

Sociax soll auf jeden Fall werbefrei bleiben. Im Moment ist auf der Login-Seite Werbung geschaltet, um die Serverkosten zu tragen. Wir analysieren aber keine Nutzerdaten und werden die auch nicht weitergeben. Später wollen wir auf ein Premium-Modell umsteigen, wenn das Produkt fertig ist. Das kostet dann einen geringen Betrag jährlich, aber dafür sind die Daten auch sicher.

Sociax gibt's auch schon fürs Smartphone.

"Mit Sicherheit privat" ist euer Motto. Wie gewährleistet ihr die?

Wir haben grundsätzlich immer eine SSL-Verbindung zum Server, d.h. die Daten werden verschlüsselt gesendet. Wir speichern die Chats und einige Informationen komplett verschlüsselt auf den Servern. In diesen Punkten arbeiten wir gerade noch an Verbesserungen und holen uns noch externe Experten an Bord.

Es gibt Leute im Netz, die euch belächeln: Wie geht ihr mit solchen Reaktionen um?

Naja, Neider gibt es immer. Feedback nehmen wir uns auf jeden Fall zu Herzen und lesen auch viele der Kommentare in Blogs, aber manchmal muss man auch einfach darüberstehen.

Na, dann sind wir mal gespannt, was aus euch wird!


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Ulf Mailänder, Sonntag, 31.Mai 2015, 12:25 Uhr

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