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Info NoSo steht für „North/South“ und bezieht sich auf die Wurzeln von NoSo: Die sind nämlich koreanisch. Damit werden auch implizit die Probleme von Asiat:innen in den USA thematisiert: immer dieselben Vorurteile und Fragen.

50 Nerds of Grey Diese Sprüche sind heißer als eure Prozessoren

Der Hype um "Fifty Shades of Grey" ist vorbei? Noch lange nicht! Mit diesem Twitteraccount habt ihr dreimal so viel Spaß wie im Kino, versprochen.

Author: Jasmin Körber

Published at: 24-3-2017 | Archiv

Popo | Bild: BR

Was haben Witze auf Twitter und Sadomaso-Sex gemeinsam? Damit es gut wird, muss es manchmal richtig weh tun. Und wenn das jemand begriffen hat, dann der Betreiber von "50 Nerds of Grey":

Jaja, schon klar, Parodien auf "50 Shades of Grey" gibt’s ungefähr so viele wie Peitschen im SM-Studio. Einfach weil es sich schon anbietet: kein Buch, kein Film hat es so dermaßen verdient, verarscht zu werden.

Und genau deswegen gab‘s schon kurz nach Start des ersten Films massig Satire-Accounts: "50 Shades of Black" dreht die Geschichte auf die schwarze Community in den USA, "50 Sheds of Grey" schreibt das Buch aus der Sicht von Christian Grey und "50 Shades of Hay" postet einfach nur fünfzig verschiedene Heuballen. Wirklich gehalten im Satiregame hat sich bis heute nur einer: "50 Nerds of Grey". Und das vollkommen zu Recht, bei so viel Wagemut:

"50 Nerds of Grey" erzählt die Erotikschmonzette um Christian Grey und Ana Steele neu und nerdig. Und das ist saulustig. 

Wer genau hinter dem Account steckt, weiß man nicht, nur dass das Konzept aufgeht: "50 Nerds of Grey" gibt es seit 2012. Seitdem hat der Account schon über 300.000 Follower an sich... gebunden. Und zwar auch, weil der Humor in den Tweets nicht nur saukomisch, sondern auch ziemlich wandelbar ist. Hier wird nicht nur pseudoschlüpfrige Erotika verarscht, nein! Politik und Religion ist natürlich genauso ein Thema wie IT-Security.

Klar, "50 Nerds of Grey" spielt mit den klassischen Nerd-Klischees. Das kann man gut finden oder nicht. Am Ende aber zieht der Account immer noch was Gutes aus einer Trilogie, die eigentlich in kein Bücherregal gehört. Allein dafür lohnt sich das Folgen schon.

Sendung: Netzfilter, 24.03.2017 ab 12 Uhr