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Blick hinter die Verpackung 5 Apps, die zeigen, was in euren Lieblingsprodukten steckt

Ist eure Gesichtscreme wirklich hautfreundlich? Welcher Konzern steckt hinter der No-Name-Schoki? Und sind Kondome eigentlich vegan? Diese fünf Apps helfen euch, den Durchblick beim Einkaufen zu behalten.

Von: Caroline Hoffmann

Stand: 17.01.2019 | Archiv

Smartphone mit gescannter Flasche auf dem Bildschirm | Bild: BR

Ohne Silikone, keine Tierversuche, faire Produktionsbedingungen – das liest sich gut, wenn es auf der Verpackung steht. Doch stimmt das wirklich? Und was steckt hinter all dem Fachchinesisch, das in Minischrift unter den Inhaltsstoffen aufgelistet wird? Denn selbst wenn Natur draufsteht, ist manchmal recht unnatürlicher Bullshit drin. Diese kostenlosen Apps für Android und iOS können das Rätselraten beim Einkaufen beenden.

1. CodeCheck

Mit dieser App könnt ihr Produkte innerhalb weniger Sekunden auf kritische Inhaltsstoffe überprüfen. Über den Barcode-Scanner oder die Suchleiste erkennt "CodeCheck" mehr als 27 Millionen Produkte und teilt deren Inhaltsstoffe in unbedenkliche, bedenkliche und sehr bedenkliche Stoffe ein. Der Nutzer sieht auf einen Blick, ob sich Kosmetik und Lebensmittel aus Palmöl, Mikroplastik oder Silikonen zusammensetzen und ob sie vegan, vegetarisch, gluten- oder laktosefrei sind. Die Informationen erhält CodeCheck laut eigenen Angaben von Experten wie Greenpeace, dem WWF oder dem BUND Naturschutz.

Gut:

  • übersichtlich und intuitiv
  • Infos über 27 Millionen Produkte abrufbar
  • Vorschläge für alternative Produkte
  • keine Registrierung notwendig
  • Angabe der Quellen

Naja:

  • mit (wenig) Werbung
  • einmalig 6,99 € für die werbefreie Version

2. Buycott

Wer steckt hinter dem No-Name-Produkt? Machen die Tierversuche? Wen unterstütze ich mit meinem Kauf? Die globalisierten Produktionsketten werden immer komplexer, die Vernetzungen multinationaler Konzerne immer undurchsichtiger. "Buycott" hilft, den Durchblick im Firmendschungel zu behalten. Per Strichcode könnt ihr ein Produkt einscannen. Anschließend verrät Buycott den Hersteller und zu welchem Mutterkonzern dieser gehört. Angegliederte Tochterunternehmen werden in einem leider etwas unübersichtlichen Firmen-Stammbaum dargestellt.

Gut:  

  • hilfreich, undurchsichtige Firmengeflechte durchblicken
  • keine vergleichbare Gratis App auf dem Markt
  • keine Werbung

Naja:

  • Umständlich zu bedienen
  • crowd-sourced: jeder Nutzer kann Inhalte angeben
  • für den US-amerikanischen Markt konzipiert, oft fehlen deutsche Firmen/Produkte
  • Registrierung per E-Mail oder Facebook notwendig

3. Der Saisonkalender

Frische Erdbeeren im Winter? Kein Problem. Irgendein Supermarkt wird sie verkaufen. Zwar wahnsinnig teuer, doch in unserer globalisierten Welt ist Mangel ja eher Mangelware. Wer sich und der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte lieber zu Obst und Gemüse greifen, das gerade geerntet werden kann, am besten aus der Region. Vorteile sind, dass die Produkte so oft frischer und optimal reif sind und man muss meistens weniger bezahlen. Außerdem sind die Transportwege kürzer. Doch wann haben Rhabarber, Pflaumen oder Spargel eigentlich Saison? Das verrät die App "Der Saisonkalender". Der Einkaufsberater listet für den aktuellen Monat automatisch alle Gemüsearten und Früchte auf, die gerade Haupterntezeit haben.

Gut:

  • übersichtlich und intuitiv
  • sichere Quelle: Eine App der Bundeszentrale für Ernährung
  • keine Registrierung notwendig

4. Findeling

Faire, nachhaltige und individuelle Mode shoppen. Ja gern, aber wo? Wer genau wissen möchte, welche Hände das neue Outfit genäht haben, wird möglicherweise ratlos in den großen Einkaufspassagen stehen. Die App Findeling ist ein Wegweiser durch die eigene Stadt, um mit gutem Gewissen von der Shoppingtour heimzukehren. Findeling zeigt, in welchen Vierteln eurer Stadt ihr faire Klamotten findet. In übersichtlichen Kategorien seht ihr außerdem, ob sich der Laden mit seinen Verkäufen sozial engagiert, ob die Mode handgemacht, regional, bio, vegan und vieles mehr ist.

Gut:

  • übersichtlich und intuitiv
  • keine Registrierung notwendig

Naja:

  • nur wenige deutsche Hauptstädte erfasst
  • in Bayern nur München

5. PETA ZWEI

Egal ob Fertiggerichte, Getränke oder Kondommarken – die App "PETA ZWEI" navigiert Veganer durch Supermärkte, Discounter und Bioläden, um ihnen den Einkauf zu vereinfachen. Der Guide hilft vegane Produkte zu finden und gibt Tipps zum veganen Leben. Nutzer haben in der App entweder die Möglichkeit, einen Markt wie ALDI, REWE oder DM auszuwählen und sich dort durch das vegane Sortiment zu scrollen. Oder sie wählen eine gezielte Kategorie, die ihnen von Brotaufstrichen bis zur Tiernahrung vegane Alternativen aufzeigt.

Gut:

  • übersichtlich und intuitiv
  • gute Unterstützung für vegan Neulinge
  • keine Registrierung

Naja:

  • crowd-sourced: jeder kann Inhalte angeben
  • nicht immer klar ersichtlich, wo die Produkte zu kaufen sind
  • PETA als Organisation umstritten

Sendung: Filter, 17.01.2019 - ab 15.00 Uhr