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BR schließt Beitragsperiode 2013-2016 mit positivem Ergebnis ab – Konsolidierungskurs zeigt Wirkung

Stand: 13.07.2017

Rundfunkgelände mit BR-Logo im Vordergrund | Bild: picture-alliance/dpa; Bearbeitung: BR

Der Bayerische Rundfunk schließt das Jahr 2016 mit einen Überschuss von 41,6 Mio. Euro ab. Diese erhebliche Verbesserung zum Vorjahr mit einem Fehlbetrag von 59,3 Mio. Euro ist insbesondere auf umfangreiche Sparanstrengungen im BR sowie eine gesetzliche Änderung des Bewertungszinssatzes für die Altersversorgungsrückstellungen zurückzuführen. Bei der Berechnung des Zinssatzes wird seit 2016 ein 10-jähriger, statt wie bisher, ein 7-jähriger Zeitraum zugrunde gelegt. Das hatte zur Folge, dass die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in 2016 weitaus geringer als 2015 ausfielen.

Die Gesamterträge in der Gewinn- und Verlustrechnung 2016 belaufen sich auf 1.077,3 Mio. Euro und liegen damit geringfügig über Vorjahresniveau. Die verwendbaren Erträge aus dem Rundfunkbeitrag stagnieren dagegen auf dem Niveau des Jahres 2009. Mehrerträge der Rundfunkanstalten müssen nach den Vorgaben der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) auf einem Sonderkonto zurückgelegt werden. Neben der Sperrung von Beitragsmehreinnahmen macht den Rundfunkanstalten zudem die fehlende Beitragsanpassung zu schaffen: So wurde der Rundfunkbeitrag nach sechs Jahren ohne Erhöhung am 1. April 2015 sogar um 48 Cent auf monatlich 17,50 Euro gesenkt.

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Teuerung musste der BR seinen eingeleiteten Sparkurs auch im vergangenen Jahr konsequent weiterführen, um den Kaufkraftverlust abzufedern. Dank weiterer Einschnitte konnten die Aufwendungen mit 1.035,8 Mio. Euro unter Vorjahresniveau gehalten werden. Während die Aufwendungen für die Pensionsverpflichtungen um 126,3 Mio. Euro oder 88,7 Prozent gesunken sind, erhöhten sich die Programm- und Sachkosten um 13,2 Mio. Euro oder 1,9 Prozent. Diese höheren Kosten zum Vorjahr sind vor allem auf die Lizenz- und Produktionsaufwendungen zur Übertragung der Sportgroßereignisse Fußball-Europameisterschaft und Olympische Sommerspiele zurückzuführen.

Das Ergebnis 2016 zeigt, dass der bereits 2014 eingeleitete Konsolidierungskurs Früchte trägt. Die Beitragsperiode 2013-2016 konnte folglich mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen werden.

Mit Blick auf die stagnierenden Beitragserträge und die anhaltenden Teuerungen bleibt die Lage allerdings angespannt: Für 2017 plant der BR deshalb weitere Einsparungen von rund 20 Mio. Euro. Ziel ist es, auch die neue Beitragsperiode 2017-20 trotz der gesperrten Mehrerträge mit einem ausgeglichenen Ergebnis abzuschließen – weitere Sparmaßnahmen wurden für die Folgejahre schon angekündigt.

Geschäftsbericht zum Download

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Geschäftsbericht des BR 2016 Format: PDF Größe: 3,01 MB


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