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BR schließt 2015 bei rückläufigen Beitragserträgen im Minus

Stand: 14.07.2016

Rundfunkgelände mit BR-Logo im Vordergrund | Bild: picture-alliance/dpa; Bearbeitung: BR

Die Gewinn- und Verlustrechnung des BR weist für 2015 einen Jahresfehlbetrag von 59,3 Millionen Euro aus. Dieser Fehlbetrag ist im Wesentlichen verursacht durch die erhebliche Zunahme um 55 Millionen Euro bei den Zuführungen zu den Pensions- und Beihilferückstellungen. Der Diskontierungssatz, mit dem diese Rückstellungen gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) zu bewerten sind, ist zum 31.12.2015 auf 3,89 % (Vorjahr: 4,53 %) gesunken. Die Absenkung des Rechnungszinses erhöht für den BR den (kalkulatorischen) Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, führt aber zu keinem Abfluss von Liquidität.

Deswegen schließt das Wirtschaftsjahr 2015 unter Berücksichtigung der Rücklagenveränderungen, der Erhöhung der Haushaltsreste gegenüber dem Vorjahr und insbesondere des Ergebnisses im Finanzplan sogar mit einem Überschuss von 7,9 Millionen Euro ab. Dieser Betrag erhöht den Finanzmittelbestand des Bayerischen Rundfunks.

Die Aufwendungen 2015 lagen insgesamt mit 1.133,9 Millionen Euro um 45,1 Millionen Euro bzw. 4,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Diese Erhöhung ist allein der Mehrung bei der Altersversorgung geschuldet, die mit 134,0 Millionen Euro um 55,0 Millionen Euro über dem Vorjahreswert liegt. Der BR hat in 2015 konsequent seinen Sparkurs fortgesetzt.

Die Gesamterträge des BR summierten sich in 2015 auf 1.074,6 Millionen Euro und lagen damit um 1,9 Prozent unter dem Vorjahr. Die Erträge aus den Rundfunkbeiträgen lagen dabei mit 927,6 Millionen Euro um 20,8 Millionen Euro bzw. 2,2 % unter denen des Vorjahres. Diese Minderung ist großteils der Senkung des  monatlichen Rundfunkbeitrags zum 1. April 2015 von 17,98 € auf 17,50 € geschuldet. Weiterhin müssen von den Beitragserträgen „Mehrerträge“ von 48,2 Millionen Euro, die sich rechnerisch als "Überschuss" über den von der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) ermittelten Bedarf ergeben, auf einem Sperrkonto zurückgelegt werden. Ein kleiner Teil davon, 0,5 Millionen Euro in 2015, erhöhte den Beitrag des BR zum ARD-internen Finanzausgleich. Über die Verwendung der Mehrerträge entscheiden die Länder.

Geschäftsbericht zum Download

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Geschäftsbericht des BR 2015 Format: PDF Größe: 4,37 MB


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