BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 7.05 Uhr auf Bayern 2 und um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Feiertagsprogramm

Montag, 1. Mai

Gegrüßet seist Du, Maria, Patrona Bavariae!
Seit 100 Jahren ist die Gottesmutter „offiziell“ Schutzfrau Bayerns

Von Andreas Estner

Bayern steht unter dem Schutz einer Frau. Nicht irgendeiner! Bayern steht unter dem Schutz der Mutter Gottes - und zwar genau seit 100 Jahren und das hochoffiziell. Auf die Bitte von König Ludwig III. hat Papst Benedikt XV. mitten in den Wirren des Ersten Weltkriegs die Gottesmutter zur Patronin Bayerns ernannt und sogar ein eigenes Fest mit besonderem Ritus erlaubt.

Zunächst war der 14. Mai der Festtag der „Patrona Bavariae“, der Schutzfrau Bayerns. Später wurde er dann auf den 1. Mai verlegt. Die große Liebe der Wittelsbacher und des bayerischen Volkes zu Maria begann allerdings schon viel früher. Der glühendste Verehrer war der spätere Kurfürst Maximilian. Ihm ist es zu verdanken, dass es mitten in München einen Marienplatz gibt, auf dem seit 1637 eine vergoldete Marienstatue steht. An seiner eigenen Residenz ließ Maximilian ebenfalls eine Madonna anbringen. Unter der Bronzefigur steht bis heute: „Patrona Boiariae“. Maximilian war es auch, der eine Rosenkranzpflicht einführte und verfügte, dass die Herzen der bairischen Herrscher fortan in edlen Gefäßen in der Kapelle von Altötting ruhen sollten. 

Die Beziehung zur Schutzfrau Maria ist in Bayern eine Besondere. Das zeigen die unzähligen Marienwallfahrtsorte, die Wallfahrten, die Andachten, die Votivgaben, die Figuren und Bilder. Begonnen hat diese Beziehung bereits in der Anfangszeit Bayerns, das belegen die ältesten Kirchen. Der Freisinger Dom oder die Marienbasilika in Würzburg, der Augsburger und der Eichstätter Dom sind Maria geweiht. 

Ein „Heimatspiegel extra“ von Andreas Estner zu einem ganz besonderen, ganz besonders bayerischen Jubiläum.

Donnerstag, 25. Mai - Christi Himmelfahrt

Grenz-Erfahrungen
"Moastoana" sind die Leidenschaft von Erich Wellisch aus Lohberg im Bayerischen Wald

Von Christoph Thoma und Stefan Frühbeis

Grenzenlos hören - das geht in dieser Stunde nicht. Dieser Heimatspiegel extra ist voller Grenzen, Grenz-Erfahrungen und Geheimnisse. Wir kennen Hunderte von Sagen, in denen der Teufel Grenzsteine versetzt. Und jede Sage trägt ein Körnchen Wahrheit in sich. So erfährt Erich Wellisch aus Lohberg im Bayerischen Wald fast täglich, dass der scheinbar bekannte und über Jahrzehnte überlieferte Grenzverlauf von Eigentum mit dem tatsächlichen, dem in Flurkarten, Liegenschafts- oder Katasterkarten eingetragenen Grenzverlauf, nicht übereinstimmt. Sein Hobby ist sein Lebens-Inhalt. Wann immer es seine Zeit erlaubt, geht Erich Wellisch mit seinem eisenbeschlagenen Stecken, der „Fluchtstange“, in den Wald und sucht nach alten, verschollenen Grenzsteinen, nach Mark-Steinen, "Moastoana", wie es bei ihm daheim heißt. Die Rekonstruktion von Eigentums-Grenzen in der Waldwildnis ist ihm ein Anliegen. Und siehe da: Abweichungen von 50 Meter und mehr von der "überlieferten" Grenzlinie sind keine Seltenheit. Und Grenz-Steine gibt es viele im Bayerischen Wald … Christoph Thoma hat den Wellisch Erich aus Lohberg nahe der bayerisch-böhmischen Grenze auf seinen Grenz-Gängen begleitet und ist mit spannenden Grenz-Erfahrungen zurückgekehrt.

Pfingstsonntag, 4. Juni

"Drum greifet froh zum Wanderstab und reiset nach Peru ..."
Auf musikalischen Spuren bayerischer und Tiroler Auswanderer in Pozuzo
Von Ulrike Zöller

Ortseingang von Pozuzu

Ein Lied, das die Autorin Mitte der 70er-Jahre in einer Sammlung historischer Volkslieder fand, ließ sie nicht mehr los. So viel war im Kommentar dazu zu erfahren: Das Lied handelte von Tirolern, die aus verschiedenen Gründen, die im Lied aufgezählt werden, nach Peru auswandern. Dieses Lied gab für die Musikwissenschaftlerin und Volkskundlerin Ulrike Zöller den Ausschlag auf Spurensuche zu gehen und nachzuforschen. Und tatsächlich: Es gibt ein Tiroler Dorf in Peru, wenn auch sehr schwer erreichbar, fast 500 Kilometer nordöstlich von Lima gelegen. Nach Pozuzo, vor 150 Jahren im Dschungel gegründet, gelangten die bayerischen und Tiroler Migranten nach einer abenteuerlichen einjährigen Reise. 
Als sie Auswanderer nach der beschwerlichen Seereise und der Wanderung über 5000 Meter hohe Bergpässe an ihrem Ziel ankamen, besaßen sie nichts mehr außer ihrer Sprache, ihren Geschichten und ihren Liedern - erklärt die aus Niederbayern stammende Leiterin des Heimatmuseums in Pozuzo, Eva Solleder.

Die älteren Einwohner von Pozuzo beherrschen noch einige der alten Lieder, ein später zugewanderter Priester ergänzte das Repertoire durch eigene Kompositionen - und einige Tiroler Musikanten aus der alten Heimat sorgten in den vergangenen Jahren dafür, dass das musikalische Erbe nicht in Vergessenheit gerät oder schenkten den Pozuzinern alpenländische Instrumente - wie beispielsweise die Diatonische Harmonika, auf der der Wirt Juan Köhle der Autorin Ulrike Zöller alte Tiroler Tänze spielte - bevor er ihr Tiroler Gröstl und Bananenstrudel servierte. Grenzenlos hören: im Heimatspiegel extra am Pfingstsonntag.

Pfingstmontag, 5. Juni

Auf der Roas
Das Reisen im Spiegel der Volksmusik

Von Regina Fanderl

Pfingsten ist Reisezeit. Volksmusikalisch stellt sich das Reisen in vielfältiger Weise dar. Während wir heute unter dem Begriff eine längere Fahrt in weiter entfernte Gegenden dieser Welt verstehen, ist in den überlieferten Liedern oft schon der Weg ins nächste Dorf eine Reise. Junge Männer „reisen zum Tor hinaus“, wenn sie in den Krieg ziehen müssen, Pilger begeben sich auf eine Fußreise zum Wallfahrtsort, und der Handwerksbursch reist von einem Meister zum anderen. Wenn die Not zu groß wird, denken die Betroffenen ans Auswandern: „Wir reisen ins Amerika“!
Freilich, das Reisen, das Sich-Aufmachen und das Wieder-Heim-Kommen spiegeln sich auch in der instrumentalen Volksmusik wieder. In böhmischen Polkas, ungarischen Csárdás, italienischen Canzones oder schwedischen Tänzen - gespielt auf Hackbrett, Geige oder Zither.
Warum und wohin reisen wir besonders gern? Auch dieser Frage ist Regina Fanderl im „Heimatspiegel extra“ am Pfingstmontag auf der Spur.

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Für Sie am Mikrofon

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Berge und Wandern

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Rückkehr der Wirtsleute in ihre fränkische Heimat | Bild: BR; Manfred Wöll zum Artikel Abschied vom Taubensteinhaus Rückkehr der Wirtsleute in ihre fränkische Heimat

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Am Mikrofon

Illu: Team | Bild: colourbox.com; Montage: BR zur Übersicht Unsere Moderatoren Die Gesichter zu den Stimmen

Wer spricht denn da? So sehen die Moderatoren der "BR Heimat" aus und das bedeutet "Heimat" für sie. [mehr]