BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 7.05 Uhr auf Bayern 2 und um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Feiertagsprogramm

Dienstag, 31. Oktober

"s’Dirndl is lutherisch worn…."
Protestantismus zwischen Bayreuth und Bozen

Von Ulrike Zöller

Vertreibung der Protestanten aus Salzburg

Bayern, Österreich und Südtirol - ein Stammgebiet des Katholischen Glaubens, so möchte man glauben. Ein zweiter Blick jedoch lässt mehr erkennen. Beispielsweise das meist friedliche Miteinander Oberpfälzer Katholiken und Protestanten, die sich sogar für ihre Gottesdienste eine Kirche teilten. Oder dass es sehr viel mehr Protestanten in Salzburg und Berchtesgaden gäbe, wenn sie nicht durch katholische Bischöfe aus ihrer Heimat vertrieben worden wären. In Südtirol erkannten die Protestanten ihre Konfessionsbrüder an bestimmten Darstellungen im Hausgang der Bergbauernhöfe.

Bekannter ist dagegen, dass die Augsburger sich im 17. Jahrhundert besonders tolerant zeigten und daher bis heute mit einem eigenen Feiertag, dem  Hohen Friedensfest, belohnt werden. In München erhält erst im Jahr 1801 der Pferdehändler Johannes Balthasar Michel als erster Protestant das Bürgerrecht. Viele Geschichten und auch Lieder ranken sich um die Lutherischen und das „Katholischmacha“ zwischen Bayreuth und Bozen.

Mittwoch, 1. November

"Den Todt betracht - die Welt veracht!"
Allerheiligen und Allerseelen im bayerischen Gedenken

Von Stefan Frühbeis

"Den Todt betracht - die Welt veracht / Du muest reisen fremde Straßen. / Hast Guets gethan - so trags darvon! / Sonst wird man Dir nichts lassen... "

An Allerheiligen gedenken die Katholiken den Heiligen

So steht es zu lesen auf einer Altarstufe in der Pfarrkirche im oberbayerischen Weyarn. Der katholische Feiertag "Allerheiligen" ist gewissermaßen ein Sammel-Feiertag. Nachdem in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten die Zahl der Heiligen schnell die Zahl der Kalendertage überschritten hatte, diente bald ein gemeinsamer Gedenk-Tag dem Andenken aller Heiligen. Papst Gregor IV. legte im Jahr 835 den 1. November als Datum für "Allerheiligen" fest. Hundert Jahre später wurde der Feiertag um einen Gedenktag für alle Verstorbenen ergänzt: "Allerseelen". Stilles Gedenken, Gräbergang und Gräbersegnung, brennende Kerzen in den Friedhöfen kennzeichnen diesen sogenannten "stillen" Feiertag, an dem zum Beispiel Tanzveranstaltungen oder laute Musik gesetzlich verboten sind. Im süddeutschen Raum hat sich der kulinarische Brauch von "Allerheiligen-Striezl", "Allerseelen-Zopf" oder "Seelen-Brot" bis in die heutige Zeit erhalten.

Im Kirchenjahr gilt der November als ein Monat der Besinnung und des Gedenkens, der "Heimatspiegel extra" von Stefan Frühbeis am Morgen des ersten Novembertags wird diese Stimmung aufgreifen.

Bayern natürlich

Eichelhäher | Bild: picture-alliance/dpa Heute | 06:05 Uhr BR Heimat zur Bildergalerie Der Natur auf der Spur Tier- und Pflanzen-Geschichten aus der Heimat

Der Eichelhäher frisst am liebesten Eicheln. Seinen Wintervorrat versteckt der Vogel im Boden. Und weil bei ihm oft die Augen größer sind als der Magen, bleiben einige Eicheln ungefressen liegen - aber das ist nicht schlecht ... [mehr]

Gerald Huber vor Sonnenuntergang mit Knödel | Bild: Bayern 2 zum Video Obacht Bairisch! Knödel kneten

Knödel werden mit den Händen geknetet. Knödel und kneten sind ein Wort. So bekloppt, einen Klops zu verlangen, sind nicht einmal die Preußen in der Lederhosen. [mehr]


Gerald Huber erklärt das Oktoberfest | Bild: Bayern 2 zum Video Obacht Bairisch! Oktoberfest und Olympia

Das Oktoberfest, das bayerische Volksfest schlechthin, ist gewissermaßen die Urmutter der heutigen olympischen Spiele. [mehr]

Buchempfehlungen

Bayerische Bücherschau Sommer 2017
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Ferienzeit ist Badezeit, Wanderzeit und für viele auch Lesezeit. Die Zahl der Neuerscheinungen ist groß an bayerischen Büchern. Um die Auswahl zu erleichtern, stellt Franz Bumeder seine Lieblingstitel aus und über Bayern vor. [mehr]

Für Sie am Mikrofon

Heimatspiegel-Moderator Markus Tremmel | Bild: BR zur Bildergalerie Bildergalerie Unsere Heimatspiegel-Moderatoren

Hier können Sie sich anschauen, wer Sie täglich von 6.00 bis 9.00 Uhr auf BR Heimat in den Tag begleitet. Unsere Heimatspiegel-Moderatoren! [mehr]

Bilder

Simultankirche Eschenfelden | Bild: BR/Margit Ringer zur Bildergalerie Simultankirchen in der Oberpfalz Zwei Konfessionen unter einem Kirchendach

50 Simultankirchen gibt's in der Oberpfalz. In neun davon feiern Katholiken und Protestanen noch heutzutage ihre Gottesdienste - abwechselnd, also "simultan". Ein Radweg verbindet die Gotteshäuser, die seit dem 17. Jahrhundert von beiden Konfessionen genutzt werden. [mehr]


Auer Dult unter der Maria Hilf Kirche | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Auer Dult Neuheiten, altes Graffl und viel mehr ...

Dreimal im Jahr findet die Auer Dult an der Mariahilfkirche in München statt. Dort gibt's alles, was das Herz begehrt: Geschirr, Bürsten, Lederhosen, Riesenrad, Schiffschaukel und gebrannte Mandeln. Aber sehen Sie selbst ... [mehr]



Denkmal für König Max I. Joseph in Rottach-Egern | Bild: BR/Kaufmanngrafik zur Bildergalerie Das königliche Tal Auf den Spuren der Wittelsbacher am Tegernsee

Als 1803 das Kloster Tegernsee aufgelöst wurde, fiel auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum weg. 1817 erwarb König Max I. Joseph die Gebäude. Damit kam wieder Leben ins Tal. Der Wittelsbacher und seine Familie sind dem Tegernsee bis heute verbunden. [mehr]


Andreas Pahler mit Holzstamm | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Volksmusik von A(horn) bis Z(arge) Das Holz, aus dem die Noten sind

„Tonholz“ braucht bestimmte Eigenschaften. Jeder Instumentenbauer und jeder Kulturkreis setzt auf spezielle Hölzer. Als Deckenholz für Streichinstrumente kommt häufig Fichte oder Tanne zum Einsatz, Boden und Hals sind aus Ahorn, Griffbretter aus hoch beanspruchbarem Ebenholz. [mehr]