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Themenwoche Toleranz Stellungnahme zu Kritik an Plakatmotiven

Die Plakatmotive zur ARD-Themenwoche Toleranz sind bei einigen auf Kritik und Unverständnis gestoßen. Der verantwortliche Koordinator der ARD-Themenwoche, Dr. Hans-Martin Schmidt, nimmt Stellung.

Stand: 11.11.2014

Logo der ARD Themenwoche Toleranz 2014 | Bild: ARD / BR

Dr. Hans-Martin Schmidt, verantwortlicher Koordinator der ARD-Themenwoche Toleranz:

„Die Kritik nehmen wir selbstverständlich ernst. Wir haben mit den Plakaten anscheinend einen Nerv getroffen.

An den Aussagen auf den Plakaten soll sich der Betrachter reiben. Intolerantes Verhalten wird oft von Äußerlichkeiten und Vorurteilen geprägt. Genau damit spielt die Kampagne. Wir wollen zur intensiven Diskussion anregen und zum Nachdenken über eigene Haltungen und Vorurteile. Eine gewisse Provokation haben wir dabei in Kauf genommen, jedoch sollte sich niemand persönlich verletzt fühlen.

Wir greifen existierende Themen und Debatten auf, beziehen aber mit der Plakatkampagne keine Position, sondern wollen Denkanstöße geben. Die vielfältigen Aspekte und Fragen zu Toleranz in unserer Gesellschaft werden in der Themenwoche ab dem 15. November in Fernsehen, Hörfunk und Online aufgegriffen und aus verschiedensten Blickwinkeln ausführlich aufbereitet.

Bereits im Vorfeld hatten wir zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter der gesellschaftlich relevanten Gruppen eingeladen, um uns intensiv auszutauschen und Anregungen aufzunehmen. In einer Reihe von Funkhausgesprächen wurde zum Beispiel die Frage gestellt: Wie tolerant sind wir wirklich? Die Gesprächsreihe behandelte unter anderem Toleranz gegenüber und Respekt vor unterschiedlicher sexueller Orientierung. Hier wurde gerade bemängelt, dass wir noch keine vollkommene  Normalität im Umgang mit dem Thema Homosexualität in Deutschland haben. Insofern greifen wir eine bestehende Debatte auf.“


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