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Bayerisches Fernsehen Ausbau barrierefreier Angebote

Mit der Einführung des neuen Rundfunkbeitrags ab 2013 werden auch Menschen mit Behinderung ihren Beitrag zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks leisten. Im Gegenzug baut der Bayerische Rundfunk seine bereits beträchtlichen barrierefreien Angebote für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen deutlich aus.

Stand: 20.12.2012

Logo | Bild: BR

20 Dezember

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Pressekontakt: pressestelle@br.de

Im Ersten werden schon ab Januar alle vom BR zugelieferten Erstsendungen zu 100 Prozent mit Untertiteln für Gehörlose, Ertaubte und Schwerhörige versehen sein, auch das „ARD-Mittagsmagazin“ gehört dann zum Angebot der untertitelten Sendungen. Im Bayerischen Fernsehen kommen „Die Abendschau“ um 18.00 Uhr sowie das „Rundschau-Magazin“ um 21.45 Uhr dazu. Dadurch wird die Untertitel-Quote im Gesamtprogramm durchschnittlich rund 50 Prozent betragen, im Hauptabendprogramm zwischen 18.00 und 23.00 Uhr sogar ca. 80 Prozent.

Zudem wird der BR alle fiktionalen Neueinbringungen ins Hauptabendprogramm des Ersten sowie die Natur- und Tierdokus am Montag mit einer Hörfilmfassung für Blinde und Sehbehinderte versehen. Im Bayerischen Fernsehen werden neben Spiel- und Fernsehfilmen im bisherigen Umfang auch die „Bayerische Serie“ am Freitagabend und ab April auch die bayerische Daily „Dahoam is Dahoam“ (Montags bis Donnerstag jeweils 30 Minuten) mit Audiodeskription angeboten.

Als einzige Landesrundfunkanstalt produziert der Bayerische Rundfunk zudem die wöchentliche Sendereihe „Sehen statt Hören“ mit Gebärdensprache, Untertiteln und besonders gut verständlichem Ton. Hörbehinderte, die als Erst- oder Zweitsprache die Deutsche Gebärdensprache nutzen, erhalten hier die Möglichkeit, in ihrer bevorzugten Kommunikationsform unmittelbar am gesellschaftlichen Geschehen teilzunehmen.

"Ich freue mich, dass wir in sehr sparsamen Zeiten durch eine besondere Kraftanstrengung unsere barrierefreien Angebote ausbauen können. Denn es entspricht nicht nur dem gesetzlichen Auftrag, sondern ist uns als Bayerischer Rundfunk Selbstverpflichtung und Herzensangelegenheit, auch Menschen mit Hör- und Seheinschränkungen eine möglichst umfassende Teilhabe zu ermöglichen an den gesellschaftlichen, politischen, religiösen und kulturellen Entwicklungen. Dies umfasst nicht nur die Informations- und Wissensformate, sondern schließt ausdrücklich auch die Kultur- und Unterhaltungsprogramme mit ein."

Bettina Reitz, Fernsehdirektorin des Bayerischen Rundfunks

Zudem, so Reitz, sollen als zusätzlicher Mehrwert Untertitelungen, Hörfilmfassungen und die Sendung "Sehen statt Hören" künftig auch Eingang in die neue BR-Mediathek finden.


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