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Bayerischer Fernsehpreis 2017 Freude über vier Fernsehpreise für BR-Produktionen

Am Freitag, 19. Mai 2017, wurde der Bayerische Fernsehpreis in München verliehen. Katrin Nemec, Regisseurin und Autorin des BR-Dokumentarfilms „Vom Lieben und Sterben“ wurde dabei mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet. BR-Kulturjournalist Lars Friedrich erhielt als Autor und Regisseur der Dokumentation „Schwermut und Leichtigkeit. Dietls Reise“ einen Bayerischen Fernsehpreis. Für die BR-Koproduktion „Katharina Luther“ wurden der Schauspieler Devid Striesow sowie die Kamerafrau Daniela Knapp jeweils mit einem Blauen Panther geehrt.

Stand: 19.05.2017

 Bayerischer Fernsehpreis,  Porzellanmanufaktur " Blauer Panther" | Bild: BR/ Foto Sessner, colourbox.com, Montage: BR

Die Preisträger im Überblick:

Nachwuchsförderpreis – gestiftet von der LfA Förderbank Bayern
Katrin Nemec als Regisseurin und Autorin der Dokumentation „Vom Lieben und Sterben“ (BR)

Inhalt
Knapp ein Jahr nachdem der Weltklasse-Gitarrist Robert Wolf (Quadro Nuevo) und Angelika sich öffentlich zu ihrer Liebe bekennen, hat Robert einen schweren Verkehrsunfall. Seitdem ist er querschnittsgelähmt und völlig von fremder Hilfe abhängig. Sechs Jahre lang arbeitet das Paar vergeblich an einer Verbesserung von Roberts Zustand. Schließlich entscheidet sich Robert zu sterben. Doch Angelika weigert sich, diesen Weg mitzugehen.

Filminfos
Buch und Regie: Katrin Nemec
Redaktion: Petra Felber (BR), Christian Baudissin (BR)
Produktion: Tangram International (Produzentin: Dagmar Biller) und Hochschule für Fernsehen und Film München in Koproduktion mit dem BR, gefördert von FFF Bayern

Auszug aus der Jurybegründung
„(…) Man kann es kaum glauben, dass dies ‚nur‘ der Abschlussfilm einer Filmstudentin sein soll. Reif und stilsicher, wie eine ganz erfahrene Autorin, erzählt Katrin Nemec diese tragische Geschichte vom Sterben, aber auch vom Lieben. Ein einfühlsamer, immer wieder poetischer Dokumentarfilm, der große Nähe schafft, aber nie voyeuristisch wird.“

Bayerischer Fernsehpreis 2017
Lars Friedrich als Autor und Regisseur der Dokumentation „Schwermut und Leichtigkeit. Dietls Reise“

Inhalt
Ein persönliches Porträt des großen Filmemachers und Dialogkünstlers Helmut Dietl. Im Juni 2014, wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag, gab er dem Fernsehautor Lars Friedrich ein letztes langes Fernsehinterview. Dieses Gespräch war Rückblick, Bilanz und Vermächtnis. Dietl erzählt darin von seiner Kindheit, seinen Sehnsüchten und dem Scheitern. Er tut dies, gezeichnet von seiner Krankheit, mit großer Offenheit – melancholisch, ehrlich, selbstironisch. Außerdem zu Wort kommen u.a. sein Jugendfreund Herbert, seine Witwe Tamara und Produzent Günter Rohrbach, mit dem Dietl eine enge Freundschaft verband.

Filminfos
Buch und Regie: Lars Friedrich
Kamera: Paul-Georg Busse / Harald Schulze / Ralph Zipperlen / Michael Ackermann
Ton: Marc Steinel
Schnitt: Xenja Kupin
Redaktion: Anke Mai
Produktion: BR
Dokumentation 2016, 45 Minuten
Ausstrahlung: 22. Oktober 2016, 22.20 Uhr, BR Fernsehen

Jurybegründung
„Lars Friedrichs Portrait des großen Filmemachers, Regisseurs und Autors Helmut Dietl umfasst alle Facetten dieses unvergessenen Dialogkünstlers. Eingebettet in das letzte Interview zum 70. Geburtstag von Dietl zeichnet Lars Friedrich das Leben und das künstlerische Schaffen dieses Ausnahmekünstlers nach mit historischem Bildmaterial, Einblicken von Freunden und Weggefährten sowie mit wunderbaren Werkausschnitten. Neben der sensiblen Gesprächsführung überzeugt die Dokumentation durch eine außergewöhnliche Bildsprache und poetisch-humorvolle Texte. Entstanden ist ein Film, der liebevolle Hommage ist – und eine psychologische Annäherung an einen der wichtigsten bayerischen Film- und Fernsehregisseure der vergangenen Jahrzehnte.“

Bester Schauspieler in den Kategorien „Fernsehfilme / Serien und Reihen“
Devid Striesow u.a. für seine Rolle in „Katharina Luther“ (ARD)

Bayerischer Fernsehpreis 2017
Daniela Knapp als Kamerafrau des Fernsehfilms „Katharina Luther“ (ARD)

Inhalt
Katharina von Bora wurde als Kind in einem Kloster abgegeben. Als sie als junge Nonne mit Martin Luthers (Devid Striesow) Schriften in Berührung kommt, wagt sie das Undenkbare: Sie entflieht den Klostermauern und trifft in Wittenberg auf den 16 Jahre älteren, mit dem Kirchenbann belegten Reformator. Sie wird seine Ehefrau, die Mutter seiner Kinder, angesehene Wirtschafterin und gleichberechtigte Gesprächspartnerin. Als durch den frühen Tod einer Tochter Martin Luther in eine tiefe Krise stürzt, ist es Katharina, die ihn zum Glauben und zu neuem Lebensmut zurück führt.

Filminfos
Regie: Julia von Heinz
Drehbuch: Christian Schnalke
Darsteller: Karoline Schuch (Katharina von Bora), Devid Striesow (Martin Luther), Ludwig Trepte (Philipp Melanchthon), Martin Ontropp (Lucas Cranach), Claudia Messner (Barbara Cranach), Mala Emde (Ave von Schönfeld) u.a.
Redaktion: Jana Brandt, Johanna Kraus (MDR), Christine Strobl (ARD Degeto), Claudia Simionescu (BR), Manfred Hattendorf (SWR)
Produktion: EIKON Süd (Mario Krebs) mit Cross Media (Ernst Ludwig Ganzert und Martin Choroba) und Conradfilm (Marc Conrad) in Koproduktion mit MDR, ARD Degeto, BR und SWR, gefördert von Mitteldeutscher Medienförderung, FFF Bayern

Auszug aus der Jurybegründung – Devid Striesow
„(…) Auch durch seine vielschichtige Darstellung des Luther in dem Film ‚Katharina Luther‘ gelingt es Striesow mit einer Lausbubenhaftigkeit, aber auch mit einer Schüchternheit ein so beeindruckendes, ungewöhnliches Bild des Reformators zu zeichnen, dass man mit ihm gebannt durch die Ereignisse der damaligen Zeit geht. (…)“

Auszug aus der Jurybegründung – Daniela Knapp
„(…) Die konsequente Kameraführung von Daniela Knapp ist dabei ungewöhnlich und faszinierend zugleich. Daniela Knapp arbeitet elegant mit Licht, ob in Räumen oder in der Natur, ohne jemals die Figuren zu verlieren. Die Grenzen zwischen den Figuren und den Räumen scheinen aufgehoben. Selten konnte man durch Details so viel Hintergrund, durch Nähe so viel Ferne mitbetrachten. Dass die Farben mit der Malerei der Lutherzeit spielen und gleichzeitig einen zeitgemäßen, fast zeitlosen Ansatz bieten, ist die große Kunst dieser wunderbaren Bildgestalterin. Die Bilder des Fernsehfilms ‚Katharina Luther‘ bleiben dank der großartigen Kameraarbeit von Daniela Knapp in Erinnerung.“

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