ARD-alpha - Ich mach's!


16

Verkäufer/-in Lächeln für den Umsatz

Ob Familienbetrieb oder internationaler Konzern - überall sind Verkäufer im Einsatz. Es gibt fast nichts, was Verkäufer nicht an den Kunden bringen. Höflichkeit, Fachwissen und Freundlichkeit zeichnen jeden guten Verkäufer aus.

Stand: 02.04.2013

Fußball, Schwimmen, Volleyball: Philipp liebt Sport. Deshalb hat er sein Hobby einfach zum Beruf gemacht. Im einem Sport-Fachgeschäft lernt er Verkäufer. Zwei Jahre dauert die Ausbildung, der 17-Jährige ist fast fertig mit dem 1. Lehrjahr. Als Verkäufer muss er aber viel mehr können als nur Ware anpreisen. Morgens geht es zum Beispiel los mit dem Auspacken der gelieferten Ware. Philipp sorgt dafür, dass die richtigen Preise drauf kommen. Dann gleicht er die Artikel mit dem Lieferschein ab: stimmen Anzahl, Farbe, Größe? Zu seinen Aufgaben gehört auch die Dekoration der Schaufenster und des Ladens. In größeren Geschäften machen das oft Dekorateure - in kleinen helfen meist die Azubis mit bei der Präsentation. Auch das Kassieren gehört dazu: Wer in der Schule schon gut in Mathematik ist, hat hier Vorteile.

Auf Kundenwünsche eingehen

Kundenberatung

Die wichtigste Aufgabe eines Verkäufers ist natürlich das Verkaufen. Die Kunden wünschen eine gute Beratung. Ganz wichtig dabei: Immer höflich und freundlich sein, und auf die Kundenwünsche eingehen. Als Verkäufer braucht man viel kommunikatives Talent. Die negativen Seiten am Job: Immer höflich und nett sein - das fällt nicht immer leicht, wenn es stressig zugeht. Auch das Ausladen der Waren ist anstrengend. Die Arbeitszeiten sind lang: Der Arbeitstag im Lebensmitteleinzelhandel beginnt oft schon morgens um 6 Uhr  mit der Lieferung der Ware. Viele Geschäfte schließen abends erst um 20 Uhr, in Großstädten auch um 22 Uhr. Samstagsarbeit gehört zum Job, auch Überstunden können anfallen.

"Reden ist mit das Hauptwerkzeug eines Verkäufers, und da wird man mit der Zeit immer besser, wenn man kurz nach der Schule runter kommt, ist man erst schüchtern, aber auch hier haben wir die Erfahrung gemacht, je länger sie da sind, desto professioneller und selbstsicherer werden sie im Umgang mit den Kunden."

Markus Voß, Geschäftsführer

Wer als Verkäufer anfangen will, hat meist den Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife. Die Aufstiegsmöglichkeiten sind gut: Nach der zweijährigen Lehre hängen viele Azubis noch ein Jahr dran - und machen den Abschluss zum Einzelhandelskaufmann. Damit hat man später bessere Karrierechancen und wird auch besser bezahlt. Viele große Unternehmen bieten Fortbildungen für Verkäufer an - ein erster Schritt, um in der Firma nach oben zu kommen - als Verkaufsleiter oder Filialleiter. Gerade im Einzelhandel ist eine schnelle Karriere gut möglich.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Verkäufer/-in
  • Ausbildungsdauer: 2 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Zugang: Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben. Viele Betriebe wünschen aber mindestens einen qualifizierten Hauptschulabschluss mit guten Noten in Deutsch und Mathematik.
  • Prüfung: Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Fachgeschäfte im Einzelhandel (z.B. Bekleidungsgeschäfte, Sportwarengeschäfte, Gartencenter, Einrichtungshäuser), Supermärkte, Elektronikmärkte, Tankstellen, Kaufhäuser)
  • Eignung: Jugendliche, die kontaktfreudig sind, Spaß am Umgang mit Menschen haben, reden können und ein sympathisches Auftreten haben, sind richtig in dem Job.
  • Perspektiven: Gute Azubis können ein Jahr Ausbildung dranhängen und den Einzelhandelskaufmann machen. Ein Aufstieg im Betrieb als Filial- oder gar Gebietsleiter ist auch möglich. Gerade im Handel kann man schon jung viel Verantwortung übernehmen.
  • Weiterbildung: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Handelsfachwirt/-in, Aufstieg innerhalb einer Firma, Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel, Fachverkäufer/Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Drogist/Drogistin

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Mathematik

Ein Verkäufer sollte gut mit Zahlen umgehen können - an der Kasse ist er für den korrekten Umgang mit Geld zuständig.

Genauigkeit

Abgleichen von Lieferscheinen, Kontrolle der Ware, Preise sorgfältig eintippen - ein Verkäufer muss genau arbeiten, damit im Lager, im Laden und abends in der Kasse alles stimmt.

Info

Verkäufer haben oft lange Arbeitstage - abhängig vom Betrieb, in dem sie arbeiten. Samstagsarbeit bis in den Nachmittag gehört oft dazu, oft gibt es auch Überstunden. In vielen Geschäften geht es auch schon früh morgens los, mit der Anlieferung der Ware.


16