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Eine Rodel-Wanderung im Villnösstal Outdoorspaß auf der Gampenalm im Naturpark Puez-Geisler

In den Bergen haben die Bauern einst Heu und Holz auf den Almen gelagert und im Winter auf Schlitten ins Tal gebracht – eine harte und gefährliche Arbeit! Heute dagegen dient eine Rodelpartie - verbunden mit einer schönen Wanderung - dem reinen Vergnügen und verspricht ein herrliches Naturerlebnis, zum Beispiel im Villnösstal in Südtirol.

Von: Ulrike Nikola

Stand: 01.03.2024

Rodeln Gampenalm: Rodeltour zur Gampenalm mit Zendleser Kofel im Hintergrund | Bild: BR/Ulrike Nikola

Am Fuße der imposanten Geislerspitzen im Naturpark Puez-Geisler gibt es mehrere Naturrodelbahnen und gut zu erreichende Hütten zur Einkehr, bevor es dann flott hinab ins Tal geht.

Wander- und Rodelspaß für Jung und Alt

Dort treffen insgesamt fünf Naturrodelbahnen aus allen Richtungen zusammen. Besonders schön sind die Wege zur Kaserillalm, Gampenalm und Geisleralm, immer mit Blick auf die im Sonnenlicht silbergrau schimmernden, markanten 3000 Meter hohen Felsen der Geislerspitzen. Nach gut eineinhalb Stunden und rund 400 Höhenmetern bergauf ist die Gampenalm erreicht. Zunächst führt der Winterwanderweg durch den Wald und dann über die weitläufige Gampenwiese mit dem malerischen Zendleser Kofel im Hintergrund. Vor dem Berggasthaus auf der Gampenalm parken schon zahlreiche Schlitten, auch einen Rodel-Verleih gibt es hier. Drinnen ist es gut voll, die Bedienungen tragen dampfende Teller und Platten vorbei, auch einen Hirschrücken. Die Ausflügler lassen es sich schmecken, bevor sie anschließend mit dem Rodel ins Tal sausen.

Schlittenverleih an der Zanser Alm

Was heute ein Vergnügen ist, war selbst im vergangenen Jahrhundert noch harte Arbeit. Damals holten die Bauern im Winter mit großen Schlitten das Heu von den Almen und das Holz aus dem Wald. Johann Fischnaller vom Ranuimüllerhof erinnert sich noch, wie er als Bub mit seinem Vater zur Gampenalm oder in den Raschötzer Wald loszog - mit einem Holzschlitten, den er noch immer besitzt. Auf diesem so genannten Halbschlitten wurde das Heu oder Holz mit einem Strick gebündelt, dann ging die Höllenfahrt los. Wurde der Schlitten zu schnell, gab es einen Eisenhaken als Bremse. Die Schlitten wurden mit bis zu 200 Kilogramm Heu oder Holz beladen, die Sicht war oft schlecht und der Schnee hoch. Ende der 1970er-Jahre hat die Familie Fischnaller dann den ersten Traktor gekauft. In der Folge wurde alles motorisiert schon im Sommer vom Berg ins Tal geschafft. Der Schlitten hatte als Transportmittel ausgedient, taugt heutzutage aber für ein Rodelvergnügen umso mehr.

Mehr Informationen gibt es unter www.zans.it

Karte: Gampenalm

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Karte: Gampenalm


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