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Info Mit dem "ø" sollten es Slutface etwas leichter haben im Biz. An der Aussprache hat sich allerdings nichts geändert, genauso wenig wie an der Aussage. Die Norweger machen immer noch feministischen Punk-Rock, der einfach Spaß macht.

Mehr Speicherplatz Fünf Alternativen zu Dropbox und Google Drive

Wir nehmen immer neue Fotos und Videos auf, speichern uns Dokumente ab und löschen nie. Die Daten werden mehr, unser Speicher aber nicht. Wir zeigen euch fünf Filehosting-Anbieter, bei denen ihr eure Daten auslagern könnt.

Von: Cosima Weiske

Stand: 07.10.2019 | Archiv

Filehosting-Alternativen | Bild: BR / Max Fesl

Filehosting ist längst nicht mehr nur eine Sache von dubiosen Streamlords. Je besser unsere Handy-Kameras werden, desto größer auch die Daten, die wir verschicken und backupen wollen. Dropbox und Google Drive kennen wahrscheinlich die meisten als Lösung für dieses Problem. Aber es gibt auch Alternativen, die zum Teil deutlich mehr zu bieten haben. Wir haben fünf davon für euch ausgecheckt.

Tresorit – sicher ist sicher

Ihr wollt es so richtig sicher? Dann ist Tresorit vielleicht etwas für euch. Die Server stehen in der Schweiz – einem Land, in dem Datenschutz, ebenso wie in der EU, großgeschrieben wird. Die Firma gibt regelrecht damit an, wie sicher ihre Systeme sind und hat sogar einen Contest ausgeschrieben, bei dem man 50.000 Euro gewinnen konnte, wenn man sich in ihre Systeme hacken konnte. Das hat bisher keiner geschafft. Die Daten sind hier nach dem Zero-Knowledge-Prinzip gesichert. Das heißt, dass nicht einmal Tresorit auf eure Daten zugreifen kann. Der Nachteil: Solltet ihr mal euer Passwort vergessen, ist auch der Account weg. Für dieses Sicherheitspaket bezahlt ihr neun Euro pro Monat in der Basisversion und erhaltet dafür 200 GB.

Für alle,... die es so richtig sicher haben wollen.

Mega viel Speicher mit Mega

Erinnert sich noch jemand an Kim Dotcom? Dieser Typ hatte mal einen richtig großen Streamingdienst namens Megaupload. Ganz legal war das Ding allerdings nicht, weshalb er richtig Ärger am Hals hatte – inklusive einer fetten Razzia auf seinem Anwesen auf Neuseeland. Eben dieser Kim Dotcom hat einen Filehosting-Dienst namens Mega gestartet. Bei Mega kriegt ihr bis zu 50 Gigabyte gratis, wenn ihr zum Beispiel die App auf dem Handy installiert oder Freunde dazu einladet. Die Server stehen auf Neuseeland. Euer Account ist zwar unter anderem mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung gesichert, ansonsten sollen die Daten aber nicht sonderlich gut geschützt sein. Das sagt zumindest Kim Dotcom selber. Der hatte die Firma Mega nämlich schon vor einiger Zeit an chinesische Investoren verloren und meint jetzt, dass die Daten dort nicht mehr sicher sind. Allerdings sind 50 Gigabyte for free wirklich viel.

Für alle,... die richtig viel Speicher brauchen.

Sync – der Backup-Dienst

Sync ist der richtige Dienst für alle, die ihren Computer regelmäßig backupen wollen. Die Plattform funktioniert ähnlich wie Dropbox, hat aber immerhin fünf Gigabyte in der kostenlosen Version. Einmal installiert, könnt ihr die Inhalte verschiedener Ordner automatisch mit dem Cloudspeicher synchronisieren. Das ist echt praktisch, wenn ihr an einer längeren Hausarbeit schreibt und Angst habt, dass der Rechner abraucht. Die Server von Sync stehen in Kanada, sind also nicht vom US-amerikanischen Patriot Act betroffen. Das ist ein Gesetz, das US-Strafverfolgungsbehörden recht großzügig Zugriff auf Servern in ihrem Land erlaubt. Außerdem habt ihr bei Sync die Möglichkeit auszuwählen, ob ihr euch ein Zero-Knowledge-Passwort wünscht oder im Ernstfall das Passwort wiederherstellen lassen wollt.

Für alle,... die zu faul sind, regelmäßig Backups zu machen.

WeTransfer – zum Verschicken

Da will man mal eben ein paar Fotos oder ein kurzes Video versenden – schon ist die maximale Größe für Mail-Anhänge überschritten. WeTransfer bietet für diesen Fall schnelle und unkomplizierte Hilfe. Bis zu zwei Gigabyte könnt ihr gratis hochladen und durch das Eintippen der Mailadressen werden die Dateien direkt beim Upload an alle Empfänger geschickt. Das hat den Vorteil, dass es richtig schnell geht, allerdings werden die Daten nach sieben Tagen gelöscht. Durch das direkte Versenden des Download-Links per Mail können die Daten leichter von Dritten abgefangen werden. Sollte man also etwas Vertrauliches versenden, könnte es sich lohnen, einen extra Verschlüsselungsdienst zu verwenden. Auch die Tatsache, dass die Server von WeTransfer in den USA stehen, weckt nicht eben Vertrauen. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich die mobile Version auch ganz gern mal aufhängt, was recht mühsam ist, wenn man den Dienst regelmäßig für Handy-Dateien wie Fotos und Videos verwenden will.

Für alle,... die mal eben schnell größere Datenmengen verschicken wollen.

Filehosting.org – richtig große Dateien verschicken

Für Hobbyfilmer und alle, die richtig große Dateien verschicken, könnte Filehosting.org die Lösung sein. Bei diesem Dienst gibt es nach Angaben des Betreibers keine Einschränkung bei der Filegröße. Allerdings werden die Daten hier nur 20 Tage lang gespeichert. Zum Versenden ist der Dienst also ganz praktisch, zum dauerhaften Speichern muss man sich nach einer anderen Lösung umsehen. Der Dienst hat seinen Server in Deutschland und bietet eine https-Verschlüsselung. An einer End-to-End-Verschlüsselung wird laut Auskunft des Betreibers gerade noch gebastelt.

Für alle,... die richtig viele Daten verschicken wollen.

Sendung: PULS am 07.10.2019 - ab 15 Uhr.