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Neuer Skandal Zara bietet "Sklaven-Sandalen" an

Zara sorgt mal wieder mit einem Produkt für Ärger. Auf ihrer Website hat die Kette jetzt "Sklaven-Sandalen" im Angebot. Eigentlich normale Riemchensandalen - aber der Name bringt den Konzern in Erklärungsnot.

Stand: 08.04.2015 | Archiv

Zara bietet Sklaven-Sandalen an | Bild: Screenshot Zara

Zara hat sich in den letzten Jahren so einige Fehltritte geleistet. Erst die Handtasche, auf der kleine bunte Hakenkreuze waren. Dann das Kinder-T-Shirt mit dem gelben Stern, das an die Kleidung von KZ-Häftlingen erinnerte. Und jetzt also die Sandalen, die im Online-Shop von Zara als "dreifarbige Sklaven-Sandalen" angepriesen werden. Riemchen-Sandalen, die es wahlweise in den Tönen grün, blau und braun oder pink, rot und braun gibt.

Sklaven-Sandalen? Und das in Zeiten, in denen immer wieder die Produktionsbedingungen der großen Bekleidungsketten in der Kritik stehen? Der Shitstorm kam prompt.

Zara Deutschland spricht von "Übersetzungsfehler"

Schon bei der Hakenkreuz-Tasche und dem Shirt mit dem gelben Stern hat Inditex, der Mutterkonzern von Zara, die Verantwortung von sich gewiesen. Die Hakenkreuz-Tasche stammte offenbar von einem externen Zulieferer. Beim gestreiften Shirt mit dem gelben Stern hieß es, das Design sei ausschließlich von Sheriff-Sternen aus klassischen Western-Filmen inspiriert gewesen.

Und was hat es mit den "Sklaven-Sandalen" auf sich? Auf Anfrage von Spiegel Online gab Zara Deutschland die Auskunft, es handle sich um einen Übersetzungsfehler. Inzwischen sind die Sandalen auf der Website nicht mehr zu finden. Tatsächlich versteht man auf Spanisch unter "sandalias esclavas" Sandalen mit Riemchen. In der direkten Übersetzung bedeutet "esclaves" allerdings nicht nur "Armreifen", sondern auch "Sklaven".

Übersetzung hin oder her, für das Image des Konzerns bedeuten die "Sklaven-Sandalen" sicher nichts Gutes. Ein User bei Twitter resümiert: "Wieder ein Grund, weshalb man bei #Zara nicht kaufen sollte".


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anonymus, Mittwoch, 08.April 2015, 19:43 Uhr

1.

Das klingt alles nach einer perfiden Masche, mit der ZARA versucht, auf sich aufmerksam zu machen und Presse zu bekommen. Und diese Strategie geht ja perfekt auf, wie dieser Artikel zeigt.