Jetzt Pleasure Feist

Info Feist ist bekannt für flockige Songs und eine unvergleichlich zarte Stimme. Die kanadische Sängerin ist 2017 nach jahrelanger Stille zurückgekehrt. Ihre bekannte Stimme ist gleich geblieben, ihr Sound dafür etwas verschwurbelter.

Hilfe für "Generation Indoor" Fünf Tipps, um öfter draußen zu sein

Aufstehen, mit Bus oder Bahn in die Uni, danach kurz einkaufen und abends noch ein bisschen Netflix gucken. Wir verbringen viel zu viel Zeit drinnen – und das macht krank und traurig. So kommt ihr öfter mal raus!

Von: Joanna Baban

Stand: 28.05.2018 | Archiv

Kellerkind kriecht aus einem dunklen Erdloch raus in die Natur.  | Bild: BR

Viele unserer täglichen Aktivitäten passieren (wenn auch unfreiwillig) zwischen vier Wänden: Arbeiten, Lernen, Einkaufen, Zocken. Da ist man ganz schnell bei mehr als 21 Stunden ohne frische Luft. Eine Studie vom YouGov-Institut hat jetzt gezeigt, dass viele von uns fast 90 Prozent ihrer Zeit drinnen verbringen. Für unsere Gesundheit hat das leider mehr Nachteile als Vorteile: Die Luft in Gebäuden ist bis zu fünfmal schmutziger als draußen – auch in Großstädten. Das liegt zum Beispiel an den giftigen Partikeln von Putzmitteln, Möbeln und Plastik, die in der Luft rumschwirren. Wer die ganze Zeit drinnen sitzt und arbeitet, kann sich ohne bestimmten Grund bis zu 15 Prozent trauriger fühlen, einfach weil eine ordentliche Dosis Tageslicht fehlt. Wir schlafen schlechter, sind unkonzentrierter und auch vergesslicher.

Manchmal macht es einem der Alltag aber auch nicht so leicht, einfach mal mehr draußen zu sein. Deswegen gibt's hier fünf Tipps, wie ihr täglich ein bisschen mehr raus kommt.

1. Zu Fuß oder mit dem Rad zu Job, Schule oder Uni

Frische Morgenluft fühlt sich gerade im Sommer so viel besser an als stickiger U-Bahn-Mief. Wer in der Früh gleich eine ordentliche Dosis Tageslicht tankt, hat den ganzen Tag was davon: Wir werden besser wach, haben den ganzen Tag über mehr Energie und am Abend schlafen wir besser ein.

Aber auch für alle, die mit Bus und Bahn unterwegs sind, lohnt sich ein kleiner Umweg durch eine Grünanlage oder einen Wald. Spaziergänge in der Natur senken nämlich Blutdruck und Stress-Level. In Japan ist das "Wald-Baden" – also ein Spaziergang durch einen Wald – sogar eine Wellnesstherapie.

2. Mit dem Essen ab nach draußen

Besonders in der Arbeit oder beim Lernen sind Essenspausen oft unsere einzigen Pausen. Statt vor dem PC, in der Kantine oder vor dem Fernseher zu futtern, könnte man sich aber auch einfach mal raus setzen. Eine gemütliche Wiese, Bank oder Treppenstufe findet sich doch immer. Nach dem Essen tut auch ein kleiner Spaziergang gut: 15 Minuten reichen, um die Verdauung zu unterstützen und den Blutzuckerspiegel zu senken. Ordentlich Vitamin D bekommen wir auch noch ab. Das stärkt das Immunsystem und schützt uns vor Erkältungen.

3. Draußen Sporteln statt im Fitnessstudio

Bye bye Laufband im muffigen Pumper-Studio und ab in die Natur! Das hilft vor allem gegen Langeweile beim Sporteln. Die andere Umgebung lenkt ab, deshalb kommt uns der Sport weniger anstrengend vor und wir sind unterbewusst leistungsstärker. Der Wind ist außerdem ein perfektes natürliches Widerstandstraining – und wenn's draußen warm ist, verbrennen wir sogar noch schneller Kalorien.

4. Nächstes Urlaubsziel: Natur!

Segeln, Wandern und ganz besonders: Campen in der Wildnis! Je mehr Natur im Urlaub, desto besser. Die Pflanzen liefern frischen Sauerstoff und die Sonne am Morgen bringt unseren natürlichen Biorhythmus wieder in Takt. Für alle, die keine Camping-Fans sind: Es gibt auch sogenannte "Glamping"-Spots. Dort könnt ihr in extravaganten Zelten glamourös Campen gehen – und seid trotzdem in der Natur.

5. Den Alltag nach draußen bringen

Natürlich verbringen wir trotzdem den Großteil des Tages in geschlossenen Räumen. Man kann aber auch Dinge, die man aus Gewohnheit eher drinnen macht, einfach nach draußen verlegen: ein gutes Buch im Park lesen, sich eine ruhige Ecke zum Lernen oder Arbeiten suchen, oder einfach mal das Gemüse auf der Terrasse schneiden, wenn später noch gekocht wird. Wer aber gezwungenermaßen drinnen sein muss, sollte möglichst nah an großen Fenstern sitzen und vor allem eines: lüften, lüften, lüften.

Sendung: Filter, 28.05.2018 - ab 15.00 Uhr