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DVB-T2 HD in Bayern Attraktives Programmangebot

Mehr Programmvielfalt und hochauflösende Fernsehbilder über Antenne bietet künftig DVB-T2 HD. Mit dabei sind 16 öffentlich-rechtliche Programme in Full HD, die frei empfangbar sind. Am 29. März wurde zunächst in den großen Ballungsräumen München und Nürnberg sowie in Teilen Südbayerns und Mittelfrankens von DVB-T auf DVB-T2 HD umgestellt.

Stand: 29.03.2017

DVB-T2 HD Senderlogos | Bild: BR

Die Umstellung auf den bereits in vielen europäischen Ländern eingesetzten DVB-T2 Standard ist notwendig, da die Bundesregierung entschieden hat, das 700 MHz- Frequenzband, das bislang von DVB-T genutzt wird, zugunsten des Mobilfunks zu räumen.

Neben zwei Programmbouquets, die jeweils ARD und ZDF mit ihren Haupt- und Gemeinschaftsprogrammen beinhalten, umfasst das BR-Bouquet das BR Fernsehen Nord und Süd, den Bildungskanal ARD-alpha sowie die Dritten Programme der Nachbarbundesländer, HR, MDR und SWR. Ebenfalls enthalten ist das rbb Fernsehen, außer zu jenen Tageszeiten, in denen das Programm des BR Fernsehens für Regionalsendungen geteilt wird. Alle Programme werden zukunftsweisend in Full HD 1080p50 übertragen.

ARD-BouquetZDF-BouquetBR-Bouquet
Das Erste HDZDF HDBR Süd / Nord HD (*)
arte HDzdf_neo HDSWR BW HD
Phoenix HDKiKa HDhr HD
One HD3sat HDMDR Thüringen HD
tagesschau 24 HDzdf info HDARD-alpha HD
rbb Berlin HD (**)

Tabelle: Öffentlich-Rechtliche Programme über DVB-T2 HD in Bayern
(*) BR Fernsehen Süd/Nord HD wird in der Regionalzeit gesplittet
(**) rbb Berlin HD läuft außerhalb der Regionalzeiten des BR Fernsehen

Die 16 öffentlich-rechtliche HD-Programme werden allesamt kostenfrei und unverschlüsselt mit jedem DVB-T2 HD tauglichen Receiver zu sehen sein. Die Programme von ProSieben, SAT1, RTL & Co sind dagegen verschlüsselt und können nur mit geeigneten Empfangsgeräten (mit Entschlüsselungsmodul) gegen eine Jahresgebühr von 69 € über den Plattformbetreiber Freenet TV empfangen werden.

In Bayern ist DVB-T2 HD am 29. März an den Standorten München/Olympiaturm, Wendelstein, Nürnberg, Dillberg und Büttelberg (Büttelberg: nur ARD/BR-Bouquet) gestartet. Gleichzeitig endete die Verbreitung von DVB-T an diesen Standorten. Die nächste Umstellung wird am 8. November in Unterfranken durchgeführt. Alle weiteren Regionen folgen 2018 bis Mitte 2019.

In der ersten Stufe ist DVB-T2 HD mit sechs HD-Programmen, darunter Das Erste HD und ZDF HD sowie einigen Privaten, in München, Nürnberg und Teilen Südbayerns im Rahmen einer Testphase schon jetzt zu sehen. Im Raum Aschaffenburg ist DVB-T2 HD auch aus dem Rhein-Main-Gebiet empfangbar. 

Grünes DVB-T2 HD Logo

DVB-T2-HD Logo

Für den Empfang sind neue Empfangsgeräte erforderlich, die DVB-T2 und gleichzeitig die HEVC Videocodierung unterstützen - alte DVB-T-Empfänger und -Fernseher können das nicht.

Zur leichteren Orientierung sollten Zuschauerinnen und Zuschauer beim Kauf auf das grüne DVB-T2 HD Logo achten.

Geräte mit dieser Kennzeichnung sind in der Lage, alle in Deutschland verbreiteten Programme zu empfangen oder sich dafür nachrüsten zu lassen.

Gründe für den Umstieg

Für das Antennenfernsehen stehen in Zukunft weniger Frequenzen zur Verfügung. Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, schnelles Internet über Mobilfunk in vielen weiteren Regionen Deutschlands zur Verfügung zu stellen. Deshalb müssen alle Frequenzen über 700 MHz, auf denen bisher DVB-T gesendet wurde, bis Mitte 2019 geräumt werden. Der bisherige Standard, den in Bayern rund 6,8 Prozent der Haushalte nutzen, ist nicht weiter ausbaubar.

Um terrestrisches Antennenfernsehen in die Zukunft zu führen und den heutigen Qualitätsansprüchen der Nutzer bei der Bildqualität gerecht zu werden, haben sich alle Fernsehanbieter dazu entschlossen, das bisherige System auf DVB-T2 HD umzustellen.

Die moderne, sehr effiziente Technik von DVB-T2 in Kombination mit dem Videoformat HEVC ermöglicht – trotz des Verlusts von Frequenzen – ein attraktives und umfangreicheres Fernsehangebot in Full HD über Antenne. Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Empfangswegen, wie Kabel und Satellit, ist der mobile Empfang.

Tipp: Empfangsgerät sollte HbbTV-fähig sein

HbbTV im BR Fernsehen

Auch mit dem neuen Antennenfernsehen DVB-T2 HD können Sie die HbbTV-Angebote der Sender nutzen. Voraussetzung ist, dass Ihr DVB-T2-Empfänger auch HbbTV-fähig ist und mit dem Internet verbunden ist.

Hinweis: Falls Sie als DVB-T-Nutzer bisher über einen Smart-TV HbbTV aufgerufen haben, funktioniert der Dienst mit der Umstellung auf DVB-T2 nicht mehr am TV-Gerät. Achten Sie daher beim Kauf eines neuen DVB-T2-Receivers auf die HbbTV-Funktionalität und verbinden Sie diesen mit dem Internet! Mehr zu HbbTV


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