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Carl Orff-Witwe ist tot Trauer um Liselotte Orff

Die 1930 geborene Witwe des Komponisten Carl Orff starb in der Nacht zum Mittwoch in Murnau im Alter von 82 Jahren. Liselotte Orff hatte lange Jahre den Nachlass des Komponisten verwaltet und die Gründung des Orff-Zentrums in München mit angestoßen.

Stand: 19.09.2012

Liselotte Orff | Bild: picture-alliance/dpa

Liselotte Orff war die vierte und letzte Frau des Komponisten Carl Orff, der unter anderem durch seine Vertonung mittelalterlicher Gedichte weltberühmt wurde. Liselotte und Carl Orff waren von 1960 bis zum Tod des Komponisten im Jahr 1982 verheiratet; sie war von ihrem Mann testamentarisch als Vorsitzende der Carl-Orff-Stiftung berufen worden und hatte bis 2008 den Vorsitz der Stiftung inne.

24 Jahre für die Carl-Orff-Stiftung

In ihrer 24-jährigen Amtszeit prägte Liselotte Orff die inhaltliche Arbeit der Institution und setzte sich in besonderer Weise für die Verbreitung des musikdramatischen Schaffens von Carl Orff und des Orff-Schulwerks in aller Welt ein, wie es auf der Internetseite der Stiftung heißt. Seit 2008 war Lieselotte Orff Ehrenvorsitzende der Stiftung. 2010 war ihr von ihrer Heimatgemeinde Dießen der Goldene Ehrenring verliehen worden.

"Persönlich bescheiden und von wunderbarem bajuwarischen Humor, hat sich Frau Orff in vielfältiger Weise um die Musik und das Kulturleben in Bayern verdient gemacht. Mit Liselotte Orff verliert Bayern eine große authentische Persönlichkeit der bayerischen Kultur, vor deren Lebenswerk wir uns verneigen."

Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch


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