Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Liebeserklärung an den Walchensee Gewässer mit Tiefgang

Kein bayerischer See liegt so hoch und ist dabei so tief: 192 Meter geht es auf den Grund des Walchensees hinab, während es an weiten Strecken des Ufers steil die Berghänge der bayerischen Voralpen hinaufgeht. Ein Porträt des Sees, seiner Nutzung und der Menschen, die ihn lieben.

Von: Julie Metzdorf

Stand: 15.08.2013 | Archiv

Der Walchensee in Oberbayern | Bild: Julie Metzdorf/BR

Kein bayerischer See liegt so hoch und ist dabei so tief: 192 Meter geht es auf den Grund des Walchensees hinab, während es an weiten Strecken des Ufers steil die Berghänge der bayerischen Voralpen hinaufgeht.

Die wechselnde Farbe des Wassers von hellem Türkis über Grün bis zu Tiefschwarz, das schnell wechselnde Wetter mit teils heftigen Gewittern und die oft unruhige Seeoberfläche taten ihr Übriges und beflügelten seit uralten Zeiten die Fantasie der Menschen: Am Grund des Sees lebe ein riesiger Waller heißt es in einer alten Sage, er halte seinen eigenen Schwanz im Maul. Lässt er den aber einmal los, könnte er den Kesselberg zerschlagen und das Wasser des Sees würde sich bis übers sündige München ergießen.

Heute denkt man eher an die elektrische Energie, die vom Walchenseekraftwerk aus in die Ebene strömt. Surfer, Kiter und Paraglider freuen sich über den zuverlässig wehenden Wind und Hobbyangler über die enormen Seeforellen.

Im Sommer kann es an den schmalen Seeufern schon einmal gesteckt voll werden, im Winter aber ist es erstaunlich ruhig. Dann versteht man all die Maler und Musiker, die Nobelpreisträger und anderen Schöngeister, die sich hier in erstaunlicher Anzahl niedergelassen haben. Julie Metzdorf hat sich auf die Suche gemacht nach den Seeliebhabern heutiger Zeit und ist mit ihnen gemeinsam den Schönheiten und Eigenarten des Walchensees auf den Grund gegangen.


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