Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Heimat 2.0 Die neue Sehnsucht nach Herkunft

Was macht die bayerische „Heimat“ im 21. Jahrhundert aus? „Die schöne Natur“, sagen die einen. „Der Dialekt und die Leute die ihn sprechen“, meinen die anderen. Ausprägungen der „Heimat“ gibt es soviele wie Menschen. Der „Heimatbegriff“ ist vielfältig. Und er wird heute wohl auf so unterschiedliche Art und Weise individuell mit Bedeutung gefüllt wie nie zuvor in der Geschichte.

Von: Thomas Kempe

Stand: 30.05.2013 | Archiv

Dialekt und Tracht erleben eine ungeheure Renaissance, Urlaub in der Heimat kommt in Mode, sogar Tätowierungen mit bayerischen Heimatbezügen sind in. Dirndl, Lederhosen, Trachtenvereine: Vor ein paar Jahren galten sie nicht unbedingt als cool. Heute ist der Grat zwischen „sich mit der Heimat verbunden fühlen und es auch zu zeigen“ und „heimatfolkloristischem Trachtenfasching“ manchmal erstaunlich schmal.

"Design-Trachten" aus Hochschwang im Allgäu

Sicher ist: Ein Dirndl macht noch keine Heimat und ein rosarotes Hirschgeweih im Wohnzimmer löst nicht automatisch bei jedem das wohlige Gefühl aus „daheim“ zu sein. Sicher ist aber auch, dass Heimat immer da ist, wo man sich wohl fühlen kann unabhängig von tatsächlicher Herkunft, von Kleidung oder den passenden Wohnaccessoires.

Bayerische Rapper und Kulturwissenschaftler berichten

Zeit für Bayern macht sich auf die Suche nach den verschiedenen „Lebens-Arten“ der „Heimat“. Junge Musiker erzählen, warum sie in ihrem Dialekt singen und rappen, gleichzeitig Volksmusik spielen und warum man dabei trotzdem kein „weiß-blauer Spießer“ sein muss. Kulturwissenschaftler beleuchten die „Heimat“ im Spiegel der Geschichte und zeigen, dass der Begriff längst von Belastungen und dunklen Stellen der Geschichte befreit ist.


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