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Download-Service Einsatz im Unterricht

Stand: 07.01.2013 | Archiv

Vorarbeit

  • Lernziele: Zunächst soll ein grundlegendes geographisches Verständnis des heutigen Beschreibungsmodells der Plattentektonik erarbeitet werden. Darüber hinaus soll am Beispiel von Alfred Wegener und seiner Theorie der Kontinentaldrift bewusst werden, dass es auch in der Naturwissenschaft nicht genügt, "Recht zu haben", sondern dass Theorien in Wissenschaftskreisen akzeptiert werden müssen. Es muss zudem sorgfältig unterschieden werden zwischen Beobachtungen und Interpretationen. Fächerübergreifend bietet sich als Abschluss eine Diskussion um die kulturelle Einordnung und Problematik von Erdentstehungstheorien an.

Einsatz im Unterricht:

  • Hinführung zum Thema / Impuls: In den meisten Kulturen gibt es Schöpfungsmythen. Die Schüler werden in einer ersten Anregung aufgefordert, zusammenzutragen, welche überlieferten Erklärungsmodelle für die Gestalt der Erde sie kennen: Wie hat die Erde ihre Form erhalten? Warum gibt es Meere und Berge? Ziel an dieser Stelle: einerseits ein möglichst buntes Spektrum an Erklärungen zu erhalten, andererseits zu erkennen, dass Naturkatastrophen wie Erdbeben oder große Fluten in den Mythen eine wichtige Rolle spielen. (Am Ende der Unterrichtseinheit wird es einen Rückbezug auf dieses Brainstorming geben.)

Nachbearbeitung

  • Nacharbeit: Die Schülerinnen und Schüler hören Ausschnitt 1: Kontraktionstheorie, der über erste wissenschaftliche Erklärungsversuche ins Thema führen soll. Fragen hierzu:

- Wer kann sich vorstellen, dass das stimmt? (Wieso? Wieso nicht?)
- Was spricht gegen diese Theorie? (z. B.: Vulkanismus. Oder: Warum wirft die Erde dann nicht gleichmäßigere Falten?).
Nun sollte Arbeitsblatt 1 ausgeteilt werden, auf dem die Schüler/innen die wichtigsten Teile der Erdkugel benennen, während gleichzeitig mit einem weiteren Tonausschnitt die Theorie der Plattentektonik angesprochen und erklärt wird: Ausschnitt 2: Alfred Wegener und die Kontinentaldrift. Die anschließende Besprechung dieses Erklärungsmodells sollte auf die Frage hinauslaufen, warum die Bewegung nicht einfach anhält, sondern weiterläuft - was also der Motor der Plattentektonik ist: Ausschnitt 3: Der Motor hinter der Plattentektonik. Das Verständnis der Funktionsweise der Plattentektonik kann nun im Lückentext in Arbeitsblatt 2 geprüft und gefestigt werden. Es bietet sich im Fächerübergriff (NaTe, Ethik, Religionslehre) nun eine Diskussion um die Frage an: "Was ist eine wissenschaftliche Theorie?" Mögliche Fragen:
- Welche anderen wissenschaftlichen Theorien kennt Ihr?
- Was ist der Unterschied zwischen Hypothese, Modell und Theorie?
- Kann man Theorien beweisen?
- Kann man sie widerlegen?
- Was kann eine Theorie leisten? Was kann sie nicht leisten?
- Was ist der Unterschied zwischen Theorie und Mythos?
Will man jedoch enger beim geographischen Thema bleiben, kann man optional mit der Klasse auch spekulieren, wie sich die Erde in den kommenden Jahrmillionen verändern wird und dazu Tonausschnitt 4 Die Zukunft der Erde hören. Abschließend können als Auflockerung die neu eingeführten Begriffe in Arbeitsblatt 3 mit einem Kreuzworträtsel gefestigt werden.

Lehrplanbezug

Lehrplan für die bayerische Realschule
Geografie; Natur und Technik
Ab 9. Jahrgangsstufe

Lehrplan für das bayerische Gymnasium
Geografie; Natur und Technik
Ab 9. Jahrgangsstufe


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