Bayern 2

     

Zeit für Bayern Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Eine Kasperlfigur sitzt  im Puppentheatermuseum Augsburg neben Sägespänen vor einem Foto der Puppenkistenwerkstatt.  | Bild: picture-alliance/dpa

Samstag, 15.09.2018
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

20 Jahre Comödie Fürth
Von Petra Nacke

Nicht totzukriegen
Der Kasperl im 21. Jahrhundert
Von Brigitte Kohn

Wiederholung um 21.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

20 Jahre Comödie Fürth
Von Petra Nacke

Seit genau zwanzig Jahren residiert das Quartett der Comödie jetzt im ehemaligen Berolzheimerianum in Fürth - zwei Protagonisten agieren hauptsächlich auf der Bühne, zwei andere überwiegend hinter den Kulissen. Zwanzig Jahre, in denen es künstlerisch kontinuierlich bergauf ging. Die Spaßmacher um die beiden Protagonisten Volker Heißmann und Martin Rassau haben sich zu einem überregionalen Exportschlager in Sachen Humor gemausert, zum deutschlandweit gefeierten Show-Act.
Trotzdem ist die Comödie Fürth ihren Wurzeln treu geblieben - und die stecken nun einmal fest im Boden der Kleeblattstatt.
Wir begeben uns auf eine Spurensuche, machen Stippvisiten bei Förderern, Fans und Wegbegleitern und lernen die Comödien-Macher von einer eher privaten Seite kennen.


Nicht totzukriegen
Der Kasperl im 21. Jahrhundert
Von Brigitte Kohn

Bayernland ist Kasperlland - nicht erst seit dem berühmten "Kasperlgrafen" des 19. Jahrhunderts Franz von Pocci. Kasperl, Großmutter, Seppl, Gretl und Wachtmeister auf der einen, Krokodil, Hexe, Teufel, Zauberer, Räuber auf der anderen Seite, hier die Guten, dort die Unberechenbaren aus Wildnis, Wald und Unterwelt: ein überschaubarer Kosmos mit klaren Spielregeln. Mag der bayerische Kasperl auch im 20. Jahrhundert immer wieder für tot erklärt worden sein - er erlebt nach wie vor seine spannenden Geschichten, dem Medienangebot unterlegen, aber nicht wehrlos ausgeliefert. Denn so interaktiv und lebendig wie ein Kasperl ist so schnell keine elektronische Gestalt aus Fernsehen oder Internet. Die Kinder lieben ihn immer noch, und viele bayerische Puppenspieler auch. Sie spielen Kasperl auf Volksfesten und im Kindergarten, sie behaupten sich im nicht ganz so einfachen Spannungsfeld zwischen Publikum, Erziehern und Kunst. Sie spielen ihn auch für Erwachsene, entdecken seine wilden und traurigen Seiten wieder.

Brigitte Kohn begleitet in ihrem "Zeit für Bayern"-Feature alte und junge Kasperlspieler aus unterschiedlichen Gegenden Bayerns, die von ihrer Liebe zum Kasperl erzählen. Mit dabei: Andreas Kilger, Knuth-Theater, Willibald Meyer, Theater Juppheidi, beide aus Eppisburg bei Augsburg, Dr. Döblingers geschmackvolles Puppentheater, München, Egon Blädel von der Starnberger Marionettenbühne und Tristan Vogt von den Thalias Kompagnons, Nürnberg.
(Wiederholung vom 20.05.2012)

Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Zeit für Bayern zeigt das Land im Herzen Europas in seiner ganzen Vielfalt. Eine unterhaltsame Heimatkunde für alle, ob alteingesessen oder neuzugezogen, ob aus Kempten oder Köln, Nürnberg oder Neapel, Berlin, Bagdad oder Berchtesgaden. Denn Heimat ist da, wo man sich kennt und auskennt. Zeit für Bayern bietet die Gelegenheit, die Landstriche und die Menschen Altbayerns, Frankens und Schwabens näher kennen zu lernen und neu zu erfahren - bayerisches Leben und bayerisches Lebensgefühl abseits aller Klischees.

"Zeit für Bayern" ... sollte jeder haben!