Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Nicht totzukriegen Der Kasperl im 21. Jahrhundert

Bayernland ist Kasperlland – nicht erst seit dem berühmten "Kasperlgrafen" des 19. Jahrhunderts Franz von Pocci.

Von: Brigitte Kohn

Stand: 28.04.2013 | Archiv

Kasperl, Großmutter, Seppl, Gretl und Wachtmeister auf der einen, Krokodil, Hexe, Teufel, Zauberer, Räuber auf der anderen Seite, hier die Guten, dort die Unberechenbaren aus Wildnis, Wald und Unterwelt: ein überschaubarer Kosmos mit klaren Spielregeln. Mag der bayerische Kasperl auch im 20. Jahrhundert immer wieder für tot erklärt worden sein – er erlebt nach wie vor seine spannenden Geschichten, dem Medienangebot unterlegen, aber nicht wehrlos ausgeliefert. Denn so interaktiv und lebendig wie ein Kasperl ist so schnell keine elektronische Gestalt aus Fernsehen oder Internet

Allein "Räuber Hotzenplotz" wanderte 1,5 Millionen Mal über die Buchhandelstische und wurde in 34 Sprachen übersetzt.

Die Kinder lieben ihn immer noch, und viele bayerische Puppenspieler auch. Sie spielen Kasperl auf Volksfesten und im Kindergarten, sie behaupten sich im nicht ganz so einfachen Spannungsfeld zwischen Publikum, Erziehern und Kunst. Sie spielen ihn auch für Erwachsene, entdecken seine wilden und traurigen Seiten wieder.

Brigitte Kohn begleitet in ihrem "Zeit für Bayern"-Feature alte und junge Kasperlspieler aus unterschiedlichen Gegenden Bayerns, die von ihre Liebe zum Kasperl erzählen. Mit dabei: Andreas Kilger, Knuth-Theater, Willibald Meyer, Theater Juppheidi, beide aus Eppisburg bei Augsburg, Dr. Döblingers geschmackvolles Puppentheater, München, Egon Blädel von der Starnberger Marionettenbühne und Tristan Vogt von den Thalias Kompagnons, Nürnberg.


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