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PR-Selbstversuch Wie leicht lässt sich Wikipedia manipulieren?

Ein Beitrag von: Natalie Hermann

Published at: 4-4-2014 | Archiv

Was ist Kuhblasen? Wie alt ist Ryan Gosling? Klar, wir fragen Wikipedia. PR-Profis versuchen die Popularität der freien Enzyklopädie für ihre Zwecke auszunutzen. Wir haben getestet, wie leicht sich Artikel manipulieren lassen.


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Peter Steinberg, Mittwoch, 28.Mai 2014, 23:28 Uhr

7. Stell dich Feigling!

Lustig, wie der ertappte Betrüger hier in den Kommentaren versucht, seinen eigenen Bockmist schönzureden. Und dann ist er nicht einmal Mann genug offen dazu zu stehen und sogar so feige hier nur als mysteriöser Unbekannter über sich selbst anzumerken, dass er "die interviewte Person kennt". Wie schafft es überhaupt solch ein wenig kompetenter Marketing-Fuzzi Aufräge zu bekommen, wenn man seine Märchen 100 Meter gegen den Wind riecht und jeder sofort erkennt, dass er hier schon wieder getürkte Beiträge schreibt?

Falsche Darstellung, Montag, 14.April 2014, 13:33 Uhr

6. Ich schlage ein Interview vor

@ Matthias Dachtler:

"Später schreibt er uns, dass er nichts falsch gemacht hat."

Als Zuschauer bekomme ich dank solcher Aussagen einfach nur den Eindruck, dass der Herr X, welcher angeblich weggelaufen ist tatsächlich etwas falsch gemacht hat, obwohl die geänderten Informationen der Wahrheit entsprochen haben. Es wurde beispielsweise nicht nur Kritik, sondern auch Lob eines vermeintlichen Experten zur Band entfernt. Was bitte ist daran falsch: Meinungen haben auf Wikipedia nichts zusuchen.

Die Gegendarstellung, hätte man im Artikel etwas genauer behandeln können. Außerdem sollte man als Journalist auch mal ehrlich sein, wenn man jemanden einfach überrascht und mit Kameramann, Redakteurin und vermeintlicher Kunden vor einem steht, dann sind viele Menschen aufgeregt. Ihr seit Medienprofis und konntet euch darauf vorbereiten. Es ist aber nicht jeder im Umgang mit der Kamera geschult worden.

Ich würde einfach mal vorschlagen, dass Sie den Herren erneut aufsuchen und um ein Interview bitten. Vielleicht kommt nämlich dann die ein oder andere Information ans Tageslicht. Das würde ich als "objektiv" bewerten.

Der Herr X wird hier als skrupelloser Wikipedia-Spezialist dargestellt, dabei hat er selbst moralische Ansprüche. Sie hätten ihn ja mal fragen können, ob er die Opferzahl vom zweiten Weltkrieg versucht zu manipulieren oder die Atomlobby in ein besseres Licht zu rücken versucht. Die Antwort wäre "NEIN" gewesen.

Matthias Dachtler, PULS, Donnerstag, 10.April 2014, 17:16 Uhr

5. @Was soll das?

@User57:
"Der von ihm in eurem Auftrag erstellte Artikel wurde geprüft und online gestellt..."
Die Änderungen wurden von einem Wiki-Admin nach erneuter Prüfung mit dem Hinweis "Quellenfälschung revertiert" rückgängig gemacht.

"...und wird ja nun auch von euch bezahlt"
Natürlich haben wir bezahlt. Wir wollten testen, wie leicht man PR-Infos in einen Wikipedia-Artikel schleusen kann. Ein PR-Agent hat uns dafür ein Angebot gemacht und die Leistung erbracht.

Matthias Dachtler, PULS, Donnerstag, 10.April 2014, 17:05 Uhr

4. @Falsche Darstellung

@Mit der Sache vertraut:
Zum "Interview": Ja, die Person auf der Parkbank hat ein Gespräch mit unserer Moderatorin geführt. Und: Die Person hat es abgelehnt, dass dieses Interview ausgestrahlt wird.
Zur "Gegendarstellung": Ja, wir haben ein mehrseitiges Dokument erhalten und gelesen. Wir haben dieses Dokument im Beitrag mit einem Satz zusammengefasst: "Später schreibt er uns, dass er nichts falsch gemacht hat."
Zur "Warped Tour": Ja, Captain Capa haben auf dem "Vans Warped Tour"-Festival in den USA gespielt. Deswegen sagen wir im Beitrag auch: "Und Captain Caps Auftritte auf einem Festival in den USA und in einer Kneipe in Tokio blasen wir zur ausverkauften Welttournee auf."

User57, Dienstag, 08.April 2014, 18:11 Uhr

3. Was soll das?

Wer einen solchen Beitrag macht und sich selbst nicht mit richtigem Namen vorstellt, erst verdeckt filmt und versteckt Tonaufnahmen macht sollte dann - nach dem Outen - den ganzen Artikel senden! Der angeblich das Weite suchende Gesprächspartner hat nämlich durchaus vernünftig und rechtlich richtig informiert und zu seiner Tätigkeit gestanden. Der von ihm in eurem Auftrag erstellte Artikel wurde geprüft und online gestellt und wird ja nun auch von euch bezahlt... - übrigens: die Welttour der genannten Gruppe fand statt. Guckt in die eigenen Recherchen!