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BR in Zahlen Rundfunkbeitrag

Haushalte zahlen seit 1. April 2015 monatlich 17,50 Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Beitrag wurde damit um 48 Cent gesenkt. Der BR setzt gleichzeitig seinen Sparkurs fort.

Stand: 02.04.2015

Illustration: Die Zahl 17,50 neben einem Säulendiagramm | Bild: BR

Welcher Anteil des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf Bayern entfällt und wie der Bayerische Rundfunk diese Summe für die eigenen Programme und Aufgaben verwendet, sehen Sie in der folgenden Grafik. Außerdem, welchen anderen Leistungen hiermit finanziert werden.

Infografik: So wird Ihr Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro ausgegeben

Verbraucherpreise gestiegen, Rundfunkbeitrag reduziert

Der Rundfunkbeitrag wird von einer unabhängigen Kommission, der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten), vorgeschlagen und von den 16 Landesparlamenten beschlossen. Zum 1. April 2015 wurde der Rundfunkbeitrag erstmals in der Geschichte der Rundfunkfinanzierung gesenkt. Zuvor betrug die Rundfunkgebühr bzw. (ab 2009) der Rundfunkbeitrag gleichbleibend 17,98 Euro. Die Kosten für Personal, Technik und Energie sowie die Rechtekosten sind jedoch gestiegen. Der Verbraucherpreisindex verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein im Zeitraum 2009 bis 2012 einen Anstieg um 5,3 Prozent.

Programmschonender Sparkurs

Mit dem Wirtschaftsplan 2016 führt der BR den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fort. Einsparmaßnahmen in Höhe von 20 Millionen Euro über alle Direktionen hinweg sollen mit Blick auf den Programmauftrag möglichst programmschonend umgesetzt werden. Der Haushalt wird "unter den bestehenden Rahmenbedingungen von weiterhin stagnierenden Einnahmen einerseits und tariflich sowie teuerungsbedingten Aufwandssteigerungen andererseits" als unabdingbar bezeichnet.

Zu den Aufwandssteigerungen kommen 2016 die beiden Sportgroßereignisse Fußball-Europameisterschaft in Frankreich und die Olympischen Sommerspiele in Brasilien hinzu. Nur durch die eingeleiteten Einsparmaßnahmen können diese zusätzlichen Belastungen abgemildert werden. Die Umsetzung wird so programmschonend wie möglich gestaltet. Der BR setzt dabei auch auf interne Synergieeffekte. Mit dem Abbau von 25 Stellen in 2016 kommt der BR auch der KEF-Forderung zum Personalabbau nach.


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