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BR in Zahlen Rundfunkbeitrag

Haushalte zahlen seit 1. April 2015 monatlich 17,50 Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Der Beitrag wurde damit um 48 Cent gesenkt. Der BR setzt gleichzeitig seinen Sparkurs fort.

Stand: 22.11.2017

Illustration: Die Zahl 17,50 neben einem Säulendiagramm | Bild: BR

Welcher Anteil des monatlichen Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro auf Bayern entfällt und wie der Bayerische Rundfunk diese Summe für die eigenen Programme und Aufgaben verwendet, sehen Sie in der folgenden Grafik. Außerdem, welchen anderen Leistungen hiermit finanziert werden.

Infografik: So wird Ihr Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro ausgegeben

Verbraucherpreise gestiegen, Rundfunkbeitrag reduziert

Der Rundfunkbeitrag wird von einer unabhängigen Kommission, der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten), vorgeschlagen und von den 16 Landesparlamenten beschlossen. Zum 1. April 2015 wurde der Rundfunkbeitrag erstmals in der Geschichte der Rundfunkfinanzierung gesenkt. Zuvor betrug die Rundfunkgebühr bzw. (ab 2009) der Rundfunkbeitrag gleichbleibend 17,98 Euro. Die Kosten für Personal, Technik und Energie sowie die Rechtekosten sind jedoch gestiegen. Der Verbraucherpreisindex verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes allein im Zeitraum April 2009 bis April 2015 einen Anstieg um 8,3 Prozent.

Programmschonender Sparkurs

Mit dem Wirtschaftsplan 2017 führt der BR den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fort. Dieser sieht neuerliche Einsparmaßnahmen in Höhe von rund 21 Millionen Euro vor. Nach 2014 und 2016 ist dies der dritte Sparhaushalt der Anstalt in dieser Größenordnung und ein weiterer Schritt zur Konsolidierung des BR.

In Summe belaufen sich die Einsparungen 2017 auf ein Volumen von 21,3 Mio. Euro und erstrecken sich über alle Bereiche des Bayerischen Rundfunks. Darüber hinaus darf der BR auf die von der KEF genehmigten Mittel in der Beitragsrücklage in Höhe von rd. 6,2 Mio. Euro zurückgreifen, die bisher gesperrt waren. Damit gelingt es dem Sender, für das kommende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Zu einer Fortschreibung des Konsolidierungskurses gibt es, nicht zuletzt mit Blick auf die Entwicklung des Rundfunkbeitrags, keine Alternative. 

Aufwandsseitig werden die Einsparmaßnahmen und die fehlenden Sportgroßereignisse im kommenden Jahr den Haushalt im Vergleich zu 2016 entlasten. Außerdem baut der BR auch im kommenden Jahr (wie bereits 2016) 25 Stellen ab und kommt damit der KEF-Forderung zum Personalabbau nach. Darüber hinaus senkt der BR bis 2025 seine Fixkosten durch die Streichung von 450 Planstellen im Fernsehproduktionsbetrieb – eine Reduzierung um rund 45 Prozent.

Die dauerhafte Absenkung der Etats zu Beginn der Beitragsperiode 2017 bis 2020 ist ein weiterer Schritt zur Konsolidierung des Bayerischen Rundfunks. Um die Periode mit einem ausgeglichenen Ergebnis abzuschließen und den Bewegungsspielraum des BR auf seinem Weg zu einem digitalen Medienunternehmen zu sichern, wird der Sparkurs in den nächsten Jahren konsequent fortgesetzt.


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